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Broker-Test · 09/2026

Robo-Advisor

Oskar

Berlin

Robo speziell für Familien & Kinder-Sparen

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

3,8/ 5im Testfeld eingeordnet
01Verwaltung 0,7–1,0 % p.a. (volumenabhängig, zzgl. ETF-Kosten ab 0,14 %)Verwaltungsgebühr
02Sparplan ab 25 € / kein MindestbetragMindestanlage / Sparrate
03Wertpapiere als Sondervermögen · Verwahrung regulierte PartnerbankVerwahrung und Schutz
04BaFin-reguliert · Kooperation Scalable Capital VermögensverwaltungRegulierung

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Robo-Advisor

01 · Konditionen

Was kostet Oskar?

VerwaltungsgebührVerwaltung 0,7–1,0 % p.a. (volumenabhängig, zzgl. ETF-Kosten ab 0,14 %)laufende Kosten laut Datensatz
Mindestanlage / SparrateSparplan ab 25 € / kein Mindestbetraglaut Datensatz
Einzelordersin Gebühr enthaltenlaut Datensatz in der laufenden Gebühr berücksichtigt
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Kooperation Scalable Capital Vermögensverwaltung
Verwahrung und SchutzWertpapiere als Sondervermögen · Verwahrung regulierte Partnerbank

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 3,8

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Oskar

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Oskar ist 2026 kein klassischer Broker für Selbstentscheider, sondern eine digitale ETF-Vermögensverwaltung mit starkem Familien- und Kinderfokus. Du kaufst hier nicht selbst einzelne ETFs, sondern nutzt ein fertiges Produkt, das ETF-Auswahl, Rebalancing und Steueroptimierung für dich übernimmt. Genau deshalb ist Oskar für manche Zielgruppen sinnvoll und für andere klar zu teuer.

Der Kern von Oskar ist nicht maximale Flexibilität, sondern Einfachheit. Eltern, Großeltern und Familienmitglieder sollen gemeinsam für Kinder oder für sich selbst sparen können, ohne sich um ETF-Auswahl und Portfoliopflege zu kümmern. Wenn du genau das suchst, ist Oskar interessant. Wenn du selbst ein ETF-Depot bauen kannst, gibt es deutlich günstigere Wege.

Oskar 2026: Was ist das Produkt wirklich?

Oskar beschreibt sich selbst als digitale Vermögensverwaltung für dich und deine Familie. Auf der Hauptseite steht ziemlich offen, dass das Vermögen professionell in ETFs und ETCs mit weltweiter Abdeckung investiert wird. Die App zeigt das Portfolio übersichtlich an, aber die eigentliche Anlageentscheidung triffst nicht du im Detail, sondern das System hinter Oskar.

Wichtig ist auch die Rollenverteilung im Hintergrund. Laut Kosten- und Hilfeseiten ist Oskar eine Marke der Oskar.de GmbH, unter der die Oskar.de GmbH Websites und App betreibt. Die Scalable Capital Bank GmbH verwaltet das Vermögen, und die Baader Bank AG führt Depots und Verrechnungskonten. Das ist fachlich deutlich präziser als das alte Kurzprofil mit der unscharfen „Kooperation Scalable Capital Vermögensverwaltung“.

Bereich Oskar Einordnung
Produkttyp digitale ETF-Vermögensverwaltung kein Self-Directed-Broker
Zielgruppe Familien, Eltern, Großeltern, langfristige ETF-Sparer stark für Kinderkonten und Mehrpersonen-Setup
Portfolioaufbau bis zu 10 ETFs und ETCs breite Streuung statt Einzelprodukt
Risikostufen 5 Risikokategorien einfach verständlich, aber nicht maximal frei
Verwaltung im Hintergrund Scalable Capital Bank GmbH regulierte Vermögensverwaltung
Depotbank Baader Bank AG deutsche Bankstruktur im Hintergrund

Schon daran siehst du, warum Oskar nicht gegen Neobroker wie einen normalen ETF-Sparplan antreten sollte. Es ist ein betreutes Komplettpaket mit Familienfokus, nicht nur ein Depot mit Sparplanfunktion.

Kosten: transparent, aber nicht billig

Die offizielle Kostenseite ist klar. Für Portfoliowerte unter 10.000 € verlangt Oskar 1,00 % p.a.. Zwischen 10.000 € und weniger als 50.000 € sinkt die Gebühr auf 0,80 % p.a.. Ab 50.000 € werden 0,70 % p.a. fällig.

Dazu kommen externe Produktkosten der eingesetzten ETFs. Für Oskar klassik nennt Oskar 0,14 % p.a.. Für Oskar pro fallen laut offizieller Kostenseite je nach Strategie höhere externe Kosten an: 0,28 % für Value und Dividende, 0,42 % für Megatrends und 0,56 % beziehungsweise 0,59 % p.a. für Krypto, je nach offizieller Teilangabe auf der Seite.

Die wichtigsten Kostenpunkte im Überblick:
unter 10.000 € Portfoliowert: 1,00 % p.a.
ab 10.000 € bis unter 50.000 €: 0,80 % p.a.
ab 50.000 €: 0,70 % p.a.
externe ETF-Kosten Oskar klassik: 0,14 % p.a.
externe Produktkosten Oskar pro: je nach Strategie etwa 0,28 % bis 0,59 % p.a.
Konto- und Depotführung: inklusive
Wertpapiertransaktionen: inklusive
Einrichtung und Schließung: keine zusätzlichen Gebühren
Performancegebühren: keine

Das ist transparent, aber es bleibt teuer im Vergleich zu einem normalen ETF-Depot. Besonders bei kleinen Vermögen zahlst du mit 1,00 % plus Produktkosten einen ordentlichen Aufschlag für Komfort und Familienfunktionen. Oskar muss diesen Preis also über Einfachheit und Nutzwert rechtfertigen, nicht über Kosteneffizienz.

Mindestanlage: für Familien niedrig genug, aber nicht komplett ohne Hürde

Bei der Mindestanlage ist Oskar etwas präziser als viele Kurzprofile. Auf der allgemeinen Produktseite steht, dass Oskar ab 25 € Sparrate im Monat beginnt. Das Helpcenter für Kinderkonten geht noch konkreter und nennt pro Kinderkonto einen Mindestanlagebetrag von 25 €, entweder als monatlicher Sparplan oder als einmalige Einzahlung.

Die oft verkürzte Formulierung „kein Mindestbetrag“ trifft die aktuelle Produktlogik also nicht sauber. Praktisch ist die Einstiegshürde niedrig, aber eben nicht null. Vor allem bei mehreren Kinderkonten gilt die Schwelle laut Helpcenter für jedes einzelne Portfolio separat.

Für die Zielgruppe von Oskar ist das absolut okay. 25 € sind niedrig genug, um als Geschenk-, Kinder- oder Familiensparlösung realistisch zu sein. Gleichzeitig bleibt das Produkt damit für sehr kleine spontane Einmalbeträge etwas weniger flexibel als manche Direktbroker mit 1-Euro-Sparplan.

Familien- und Kinderfokus: genau hier will Oskar gewinnen

Der eigentliche Unterschied von Oskar liegt nicht nur in der ETF-Verwaltung, sondern im Familienmodell. Auf der Kostenseite vergleicht Oskar sich ausdrücklich mit regulären ETF-Sparplänen und hebt hervor, dass Oma, Opa und andere mitsparen können, indem sie einfach Geld überweisen. Außerdem können in einem einzigen Account die Depots aller Familienmitglieder verwaltet werden.

Genau dieses Modell ist einer der stärksten Gründe für Oskar. Wer für Kinder, Enkel oder mehrere Familienmitglieder parallel sparen möchte, bekommt eine nutzerfreundlichere Lösung als bei vielen normalen Direktdepots. Das gilt vor allem dann, wenn die Familie nicht selbst ETFs auswählen und mehrere technische Zugänge pflegen will.

Die Kinderkonto-Seite im Helpcenter bestätigt das nochmals. Dort ist klar geregelt, dass jedes Kinderkonto ein eigenes Portfolio mit eigener Mindestanlage ist und die Laufzeit flexibel bleibt. Gerade für Familien ist das viel praktischer als eine Bastellösung über mehrere Einzeldepots.

Portfolio und Anlageansatz: mehr System als ein einzelner ETF

Oskar investiert laut eigener Beschreibung gleichzeitig in bis zu 10 verschiedene ETFs und ETCs. Das Portfolio soll Aktien, Anleihen und einen Inflationsschutz-Baustein enthalten. Zusätzlich betont Oskar, dass bereits rund 50 % in ESG-orientierte ETFs investiert würden.

Das ist ein sinnvoller Mittelweg zwischen Einfachheit und Diversifikation. Nutzer müssen nicht selbst mehrere ETFs kombinieren, bekommen aber trotzdem kein ultraminiertes Ein-ETF-Produkt. Für viele Einsteiger und Familien ist das gut. Für erfahrene Anleger wirkt es dagegen oft wie eine teure Verpackung für etwas, das sie selbst günstiger bauen könnten.

Dazu kommt das automatische Rebalancing. Oskar hebt hervor, dass die Zielgewichtung laufend angepasst und bei Bedarf auch ETFs ersetzt werden, wenn bessere Produkte am Markt auftauchen. Genau dieses laufende Management ist ein wichtiger Teil des Leistungsversprechens.

Steueroptimierung und Auszahlpläne: praktische Alltagsargumente

Oskar wirbt offensiv mit Steueroptimierung. Auf der Kostenseite wird das als Vorteil gegenüber regulären ETF-Sparplänen hervorgehoben. Für viele Familien, die nicht jedes Detail selbst verwalten wollen, ist das ein echter Komfortpunkt.

Auch der Auszahlplan ist relevant. Oskar nennt ihn explizit als Produktmerkmal. Dazu kommt laut Hauptseite, dass du jederzeit an dein Geld kommst und ohne Kündigungsfristen sowie ohne Stornogebühren kündigen oder pausieren kannst. Gerade für Familien, die nicht alles auf Jahrzehnte festzurren wollen, ist das wichtig.

Das macht Oskar alltagstauglicher als manche klassische Vermögensverwaltung. Du gibst die Anlagesteuerung ab, bleibst aber bei Sparhöhe und Verfügbarkeit relativ flexibel.

Sicherheit und Struktur: solide, aber nicht wegen Magie

Die Sicherheitslogik von Oskar basiert vor allem auf der Partnerstruktur. Die Vermögensverwaltung läuft über die Scalable Capital Bank GmbH, die Depots und Verrechnungskonten über die Baader Bank AG. Dazu kommt die typische Fondslogik: Die eingesetzten ETFs sind Wertpapiere und damit grundsätzlich als Sondervermögen konstruiert.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es kein Marktrisiko gäbe. Oskar selbst weist auf den Risikohinweisen klar darauf hin, dass der Wert der Kapitalanlage fallen oder steigen kann und Verluste des eingesetzten Kapitals möglich sind. Für die Verwahr- und Strukturseite ist das Setup aber ordentlich und deutlich seriöser, als es ein oberflächlicher Blick auf eine Familien-App vermuten lässt.

Die eigentliche Schwachstelle liegt daher nicht bei der Sicherheitsarchitektur, sondern bei den Kosten. Das Sicherheitsniveau ist ordentlich. Die Preisfrage bleibt der kritischere Punkt.

Oskar vs. growney, Whitebox und ein eigenes ETF-Depot

Gegenüber growney oder Whitebox fällt vor allem der Familienfokus auf. Oskar ist stärker als Familienprodukt aufgezogen, mit Kinderkonten, Mehrpersonen-Setup und leicht verständlicher App-Logik. Dafür ist es meist nicht der günstigste Robo-Advisor, gerade bei kleineren Vermögen.

Gegenüber einem eigenen ETF-Depot ist der Nachteil noch klarer. Wenn du selbst ein oder zwei breite ETFs besparen kannst, zahlst du bei klassischen Brokern fast immer deutlich weniger. Oskar muss diesen Nachteil über Einfachheit, Familiennutzen, automatische Optimierung und Zeitersparnis rechtfertigen.

Ehrlich gesagt gelingt das nicht für jeden. Für kostenbewusste Selbstanleger eher nicht. Für Familien, die eine durchdachte Komplettlösung wollen und dafür mehr bezahlen, schon eher.

Vorteile

  • starker Familien- und Kinderfokus mit mehreren Portfolios in einem Account
  • Mitsparen durch Eltern, Großeltern und andere Personen gut gelöst
  • ETF-Auswahl, Rebalancing und Steueroptimierung werden übernommen
  • bis zu 10 ETFs und ETCs statt nur ein einzelner Standardbaustein
  • flexibel kündbar, pausierbar und mit Auszahlplan nutzbar
  • klare Bank- und Verwaltungsstruktur mit Scalable Capital Bank und Baader Bank

Nachteile

  • mit 1,00 % p.a. plus Produktkosten bei kleinen Vermögen teuer
  • deutlich teurer als ein selbst gebautes ETF-Depot
  • kein klassischer Broker für Selbstentscheider
  • Produktlogik lohnt sich vor allem bei echtem Familiennutzen
  • Oskar pro mit höheren Produktkosten je nach Strategie deutlich kostspieliger

Für wen passt Oskar wirklich?

Oskar passt am besten zu Familien, Eltern und Großeltern, die einfach und strukturiert für Kinder oder für mehrere Familienmitglieder sparen möchten. Das Produkt ist stark, wenn du die Familienfunktionen wirklich nutzt und bewusst Arbeit abgeben willst.

Weniger passend ist Oskar für Selbstanleger, die ohnehin wissen, wie sie ein ETF-Depot aufbauen. Dann zahlst du hier für Komfort, den du vielleicht gar nicht brauchst.

Unser Fazit zu Oskar 2026

Oskar ist 2026 keine billige ETF-Lösung, aber eine ziemlich gute Familienlösung. Die Stärken liegen beim Kinder- und Mehrpersonen-Setup, bei der einfachen Bedienung und bei der Tatsache, dass ETF-Auswahl, Rebalancing und Steueroptimierung für dich erledigt werden.

Die Schwäche liegt klar beim Preis. Gerade bei kleineren Portfolios ist Oskar teuer, und ein eigenes ETF-Depot ist fast immer günstiger. Wer die Familienfunktionen aber wirklich nutzt, bekommt dafür auch echten Mehrwert und nicht nur hübsches Marketing.

Unterm Strich ist Oskar vor allem dann sinnvoll, wenn du Bequemlichkeit und Familienfokus höher gewichtest als reine Gebührenoptimierung. Für genau diese Zielgruppe ist das Angebot 2026 stimmig.

Häufige Fragen zu Oskar

Ist Oskar ein normaler Broker?

Nein. Oskar ist eine digitale ETF-Vermögensverwaltung. Du wählst kein einzelnes Wertpapierdepot zur freien Selbststeuerung, sondern nutzt ein fertig verwaltetes Produkt.

Was kostet Oskar?

Unter 10.000 € Portfoliowert verlangt Oskar laut offizieller Kostenseite 1,00 % p.a., zwischen 10.000 € und unter 50.000 € 0,80 % p.a. und ab 50.000 € 0,70 % p.a. Hinzu kommen bei Oskar klassik 0,14 % p.a. externe ETF-Kosten, bei Oskar pro je nach Strategie mehr.

Wie hoch ist die Mindestanlage bei Oskar?

Oskar nennt auf den offiziellen Seiten 25 € als Mindestanlage, entweder als monatlicher Sparplan oder als einmalige Einzahlung. Bei Kinderkonten gilt diese Voraussetzung pro Portfolio separat.

Kann ich bei Oskar jederzeit an mein Geld?

Ja. Laut Oskar gibt es keine Kündigungsfristen und keine Stornogebühren. Sparpläne können pausiert und Portfolios gekündigt werden, außerdem gibt es Auszahlpläne.

Wie sicher ist Oskar?

Die Vermögensverwaltung läuft über die Scalable Capital Bank GmbH, Depots und Verrechnungskonten über die Baader Bank AG. Die eingesetzten ETFs sind Wertpapiere und folgen damit der üblichen Sondervermögenslogik, Marktrisiken bleiben aber natürlich bestehen.

Für wen lohnt sich Oskar besonders?

Vor allem für Familien, Eltern und Großeltern, die einfach und organisiert für Kinder oder mehrere Familienmitglieder sparen wollen und dafür bewusst höhere laufende Kosten akzeptieren.