Broker-Test · 09/2026
Robo-Advisor
growney
Günstiger ETF-Robo mit klaren Sparzielen
Gesamtwertung
Das Wichtigste in 20 Sekunden
Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.
01 · Konditionen
Was kostet growney?
02 · Sicherheit
Regulierung und Schutz
03 · Messverfahren
So entsteht die Note 4,0
Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.
04 · Vollständiger Test
Der Test von growney
Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. growney ist 2026 kein klassischer Broker für Selbstentscheider, sondern eine digitale ETF-Vermögensverwaltung. Du suchst dir hier nicht selbst einzelne ETFs aus und gibst auch keine normalen Kauforders auf. Stattdessen wählst du ein Anlageziel, beantwortest ein paar Fragen zum Risiko und growney übernimmt die laufende Portfoliosteuerung für dich.
Genau deshalb muss man growney anders bewerten als Trade Republic, Scalable Capital oder ING. Der sinnvolle Vergleich läuft eher gegen Robo-Advisor wie Whitebox, quirion oder Ginmon. Wenn du alles selbst machen willst, ist growney nicht die beste Adresse. Wenn du eine einfache, relativ günstige und automatisierte ETF-Lösung suchst, sieht das deutlich besser aus.
growney 2026: Was bekommst du hier eigentlich?
growney positioniert sich selbst klar als digitale Vermögensverwaltung mit ETFs. Auf der Investieren-Seite verspricht der Anbieter wissenschaftlich fundierte Strategien, automatisierte Anlage und volle Flexibilität bei Ein- und Auszahlungen. Im Alltag heißt das: growney baut dir aus ETFs ein Portfolio, überwacht es und nimmt Anpassungen für dich vor.
Das Produkt richtet sich also an Leute, die am Kapitalmarkt investieren wollen, aber keine Lust haben, Allokation, Rebalancing und ETF-Auswahl dauerhaft selbst zu managen. Genau das ist die Stärke des Angebots. Genau dort liegen aber auch die Grenzen, weil du eben nicht die Freiheit eines normalen Wertpapierdepots bekommst.
| Bereich | growney | Einordnung |
|---|---|---|
| Produkttyp | digitale ETF-Vermögensverwaltung | kein Self-Directed-Broker |
| Ansatz | automatisierte ETF-Portfolios | bequem für passive Anleger |
| Einstieg | ab 500 € Einmalanlage oder 25 € Sparplan | niedrige Einstiegshürde |
| Kosten | 0,68 % p.a., ab 50.000 € nur 0,38 % p.a. | ordentlich, aber nicht gratis |
| Steuerung | growney investiert und verwaltet automatisiert | mehr Komfort, weniger Eigenkontrolle |
| Zielgruppe | Anleger mit Wunsch nach Einfachheit und Automatisierung | weniger passend für DIY-Investoren |
Damit ist growney klarer eingeordnet als viele alte Kurzprofile vermuten lassen. Es geht hier nicht um günstige Einzelorders, sondern um laufend verwaltete ETF-Strategien.
Kosten: für kleine Vermögen okay, ab 50.000 € deutlich besser
Die offizielle Gebührenstruktur ist sauber und leicht nachvollziehbar. Laut growney-Kundenservice zahlst du in der Produktkategorie ETF-Vermögensverwaltung bei einer durchschnittlichen Investitionssumme unter 50.000 € insgesamt 0,68 % p.a.. Diese Gebühr setzt sich aus 0,33 % Vermögensverwaltungsgebühr und 0,35 % Servicegebühr zusammen.
Ab einer durchschnittlichen Investitionssumme von mindestens 50.000 € sinkt die Gesamtgebühr auf 0,38 % p.a.. Dann entfallen laut Gebührenseite 0,30 % auf die Vermögensverwaltung und 0,08 % auf die Servicegebühr. Oberhalb von 250.000 € verweist growney auf individuelle Private-Banking-Konditionen.
Dazu kommen noch die internen ETF-Kosten. Die liegen laut Gebührenseite je nach Strategie zwischen 0,06 % und 0,22 % p.a.. Für klassische grow-Strategien nennt growney im Schnitt etwa 0,12 % p.a., für nachhaltige growgreen-Strategien etwa 0,20 % p.a..
unter 50.000 €: 0,68 % p.a. Gesamtgebühr
ab 50.000 €: 0,38 % p.a. Gesamtgebühr
ab 250.000 €: Private-Banking-Konditionen laut growney
ETF-Kosten klassisch: im Schnitt ca. 0,12 % p.a.
ETF-Kosten nachhaltig: im Schnitt ca. 0,20 % p.a.
Depotführung: keine separate Gebühr
Ein- und Auszahlungen: kostenfrei
Strategiewechsel: kostenfrei
versteckte Gebühren laut Anbieter: keine
Für kleine Depots ist growney damit nicht ultrabillig, aber noch im vernünftigen Bereich. Ab 50.000 € wird das Modell interessanter, weil die Servicegebühr deutlich sinkt. Gegenüber einem selbst gebauten ETF-Depot bleibt growney trotzdem teurer. Dafür übernimmt der Anbieter eben Arbeit und Disziplin für dich.
Mindestanlage: alte Darstellungen sind oft zu ungenau
Die aktuelle Hilfe-Seite ist hier eindeutig. In der ETF-Vermögensverwaltung kannst du laut growney mit einer Einmalanlage ab 500 € oder einer monatlichen Sparrate ab 25 € starten. Ein einmal eröffnetes Anlageziel lässt sich später anpassen, aussetzen und durch zusätzliche Einzahlungen erweitern.
Die oft verkürzte Aussage „kein Mindestbetrag“ ist so also nicht präzise. Richtig ist: Für den regulären Einstieg in die ETF-Vermögensverwaltung gelten 500 € Einmalanlage oder 25 € monatlich. Das ist niedrigschwellig, aber eben nicht komplett ohne Untergrenze.
Praktisch ist, dass growney keine Maximalinvestmentsumme für Anlageziele nennt. Einzahlungen per Lastschrift sind laut Hilfe-Center auf 25.000 € begrenzt, größere Einzahlungen sind aber per Überweisung möglich.
Strategien: klassisch, nachhaltig und auf Ziele ausgerichtet
growney arbeitet nicht mit nur einem einzigen Depotmuster. Es gibt klassische grow-Strategien und nachhaltige growgreen-Strategien. Laut Investieren-Seite werden die ETFs sorgfältig ausgewählt und decken Aktien und Anleihen aus 47 Ländern ab. Insgesamt sollen mehr als 8.200 Wertpapiere in den verwendeten ETFs stecken.
Das Produkt ist also klar auf breite Diversifikation ausgelegt. Für viele Anleger ist genau das sinnvoll, weil sie nicht selbst entscheiden müssen, welche Regionen oder Anleihebausteine sie kombinieren. Gleichzeitig ist growney damit weniger individuell als ein komplett frei konfigurierbares Direktdepot.
Zusätzlich baut growney die Produktwelt rund um Ziele und Lebenssituationen aus. Neben der normalen ETF-Vermögensverwaltung gibt es auf der Website auch Bereiche wie nachhaltiges Investieren, Mietkautionsdepot, Firmendepot, Zinsprodukte und weitere Vorsorgelösungen. Das macht growney breiter als einen reinen Ein-Produkt-Robo.
Sicherheit und Sondervermögen: hier ist growney klar und solide
Die Sicherheitskommunikation von growney ist erfreulich eindeutig. Im Hilfe-Center erklärt der Anbieter, dass offene Fonds wie ETFs als Sondervermögen gelten und damit gesetzlichen Schutz genießen. Sie gehören rechtlich den Anteilseignern, also dir, nicht growney und auch nicht der verwahrenden Partnerbank.
Noch wichtiger ist die praktische Folge daraus: Selbst im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz von growney würde dein Geld laut Anbieter unberührt im Depot bei der Partnerbank bleiben und nicht in die Insolvenzmasse einfließen. Auch bei einer Insolvenz der Partnerbank wären die Anlagen als Sondervermögen gegen den Zugriff von außen geschützt.
Das ist für einen Robo-Advisor ein starkes Sicherheitsargument. Marktrisiken bleiben natürlich bestehen, aber das Verwahr- und Insolvenzrisiko ist sauber erklärt und für Anleger gut nachvollziehbar.
Flexibilität: keine starre Vermögensverwaltung
Ein großer Pluspunkt von growney ist die Flexibilität. Auf der Investieren-Seite betont der Anbieter, dass Auszahlungen jederzeit kostenfrei möglich sind. Im Hilfe-Center steht zusätzlich, dass Sparraten angepasst und auch ausgesetzt werden können. Das macht das Produkt alltagstauglich, gerade für Leute mit wechselnden finanziellen Spielräumen.
Viele klassische Vermögensverwalter wirken im Vergleich dazu deutlich schwerfälliger. growney ist hier moderner. Du gibst die laufende Steuerung zwar ab, bleibst aber bei Ein- und Auszahlungen relativ frei.
growney vs. Whitebox, Ginmon und DIY-ETF-Depot
Im direkten Robo-Advisor-Vergleich sitzt growney ziemlich ordentlich im Markt. Gegenüber Whitebox Global ist growney bei kleineren Depots meist teurer, weil Whitebox dort 0,35 % p.a. verlangt. Gegenüber Ginmon ist growney bei kleinen bis mittleren Vermögen oft günstiger, weil Ginmon mit 0,75 % Servicegebühr startet und dazu noch ETF-Kosten kommen.
Die größte Schwäche bleibt aber der Vergleich mit einem selbst verwalteten ETF-Depot. Wenn du diszipliniert selbst anlegen kannst, zahlst du bei einem normalen Direktbroker meist deutlich weniger. growney muss seine Gebühren also über Komfort, Betreuung und Automatisierung rechtfertigen.
Ehrlich gesagt gelingt das für viele passive Anleger ganz ordentlich. Wer einfach investieren will, ohne ständig über Allokation, Rebalancing oder ETF-Auswahl nachzudenken, bekommt hier eine plausible Lösung. Wer Kosten maximal drücken will, fährt selbst meist billiger.
Vorteile
- einfache digitale ETF-Vermögensverwaltung mit klarer Produktlogik
- Einstieg schon ab 500 € oder 25 € Sparplan möglich
- ab 50.000 € sinkt die Gebühr deutlich auf 0,38 % p.a.
- breit diversifizierte ETF-Portfolios über viele Länder
- Ein- und Auszahlungen sowie Anpassungen flexibel möglich
- Sondervermögenslogik und Sicherheitsdarstellung sind sauber erklärt
Nachteile
- unter 50.000 € mit 0,68 % p.a. nicht besonders billig
- zusätzliche ETF-Kosten kommen noch obendrauf
- kein klassischer Broker für eigene ETF- oder Aktienauswahl
- für Do-it-yourself-Anleger fast immer teurer als ein Direktdepot
- Produktwelt bleibt trotz Einfachheit weniger transparent als ein einzelner ETF
Für wen passt growney wirklich?
growney passt am besten zu Anlegern, die einfach und automatisiert in breit gestreute ETF-Portfolios investieren möchten. Besonders sinnvoll ist das Angebot für Leute, die langfristig sparen wollen, aber keine Lust haben, Portfolioaufbau und Pflege dauerhaft selbst zu erledigen.
Weniger passend ist growney für Selbstentscheider, die ohnehin wissen, wie sie ein eigenes ETF-Depot bauen. Für diese Gruppe ist ein klassisches Wertpapierdepot fast immer günstiger und oft auch flexibler.
Unser Fazit zu growney 2026
growney ist 2026 ein solides Robo-Advisor-Angebot mit klarer ETF-Logik, niedriger Einstiegshürde und guter Flexibilität. Besonders stark ist das Modell für Nutzer, die eine einfache digitale Vermögensverwaltung suchen und mit einer nachvollziehbaren Gebührenstruktur leben können.
Die größte Schwäche liegt bei den laufenden Kosten unterhalb von 50.000 €. Dort ist growney nicht billig genug, um Selbstanleger vom Direktdepot wegzulocken. Ab größeren Volumen wird das Modell fairer, vor allem weil die Gebührenstufe dann deutlich sinkt.
Unterm Strich passt growney am besten zu passiven Anlegern mit Komfortfokus. Wenn du alles selbst machen willst, ist growney nicht die beste Lösung. Wenn du Arbeit abgeben willst, ist das Angebot 2026 ziemlich rund.
Häufige Fragen zu growney
Ist growney ein normaler Broker?
Nein. growney ist eine digitale ETF-Vermögensverwaltung. Du investierst in automatisierte Portfolios statt selbst einzelne ETFs oder Aktien zu handeln.
Was kostet growney?
Unter 50.000 € durchschnittlichem Anlagevolumen verlangt growney laut offizieller Gebührenseite 0,68 % p.a. Ab 50.000 € sinkt die Gebühr auf 0,38 % p.a. Zusätzlich fallen ETF-Kosten zwischen 0,06 % und 0,22 % p.a. an.
Wie hoch ist die Mindestanlage bei growney?
Für die ETF-Vermögensverwaltung nennt growney aktuell 500 € Einmalanlage oder 25 € monatliche Sparrate als Einstieg.
Kann ich bei growney jederzeit auszahlen?
Ja. growney bewirbt kostenfreie Auszahlungen und erlaubt laut Hilfe-Center auch das Anpassen oder Aussetzen von Sparraten.
Wie sicher ist growney?
ETFs gelten laut growney als Sondervermögen. Sie bleiben damit auch bei einer Insolvenz von growney oder der Partnerbank rechtlich geschützt und würden nicht in die Insolvenzmasse fallen.
Für wen lohnt sich growney besonders?
Vor allem für Anleger, die breit gestreut in ETFs investieren möchten, aber Portfolioaufbau, Rebalancing und laufende Pflege nicht selbst übernehmen wollen.