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Broker-Test · 09/2026

Robo-Advisor

Ginmon

Frankfurt am Main

All-in-Gebühr mit antizyklischem Rebalancing (apeiron)

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

3,9/ 5im Testfeld eingeordnet
01Verwaltung ca. 0,75 % p.a. all-inVerwaltungsgebühr
02Kein Minimum / Sparplan ab 50 €Mindestanlage / Sparrate
03Wertpapiere als Sondervermögen · Verwahrung regulierte PartnerbankVerwahrung und Schutz
04BaFin-reguliert · Ginmon Vermögensverwaltung · Verwahrung PartnerbankRegulierung

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Robo-Advisor

01 · Konditionen

Was kostet Ginmon?

VerwaltungsgebührVerwaltung ca. 0,75 % p.a. all-inlaufende Kosten laut Datensatz
Mindestanlage / SparrateKein Minimum / Sparplan ab 50 €laut Datensatz
Einzelordersin Verwaltungsgebühr enthaltenlaut Datensatz in der laufenden Gebühr berücksichtigt
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Ginmon Vermögensverwaltung · Verwahrung Partnerbank
Verwahrung und SchutzWertpapiere als Sondervermögen · Verwahrung regulierte Partnerbank

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 3,9

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Ginmon

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Ginmon ist 2026 kein normaler Broker für Selbstentscheider, sondern eine digitale Vermögensverwaltung mit ETF-Portfolios, automatischem Risikomanagement und eigener Steuerlogik im Hintergrund. Du suchst dir hier keine einzelnen ETFs zusammen und gibst auch keine klassischen Orders auf. Stattdessen übergibst du die laufende Anlageentscheidung weitgehend an das System von Ginmon.

Genau deshalb sollte man Ginmon nicht wie Trade Republic, Scalable Capital oder ING bewerten. Der faire Vergleich läuft eher gegen andere Robo-Advisor wie quirion, growney oder Whitebox. Wenn du selbst handeln willst, passt Ginmon schlecht. Wenn du eine weitgehend automatisierte ETF-Vermögensverwaltung suchst, wird das Angebot deutlich interessanter.

Ginmon 2026: Was ist das eigentlich für ein Produkt?

Ginmon beschreibt sich selbst als vollautomatisierte Vermögensverwaltung. Auf der Gebührenseite steht ziemlich deutlich, was das im Alltag heißt: Du beantwortest ein paar Fragen zu deinen Anlagewünschen, bekommst einen Vorschlag und zahlst dann per Überweisung, Dauerauftrag oder Lastschrift ein. Sobald das Geld eingegangen ist, investiert Ginmon es in die passende Strategie.

Inhaltlich arbeitet Ginmon mit ETF-basierten Strategien, die auf Kapitalmarktforschung aufbauen. Auf der Produktseite für Ginmon Invest spricht der Anbieter von wissenschaftlichem Faktor-Investing, individueller Anpassung an das Risikoprofil, automatischem Risikomanagement und intelligenter Steueroptimierung. Das ist deutlich mehr als ein einfacher ETF-Sparplan, aber eben auch weniger Eigenkontrolle als bei einem klassischen Wertpapierdepot.

Bereich Ginmon Einordnung
Produkttyp digitale Vermögensverwaltung kein Self-Directed-Broker
Ansatz ETF-Portfolios mit Automatisierung stark für passive Anleger mit Komfortwunsch
Regulierung BaFin und Deutsche Bundesbank deutscher, regulierter Anbieter
Partner DAB BNP Paribas, ABN AMRO, Clearstream, Upvest große etablierte Infrastruktur
Steuerung automatische Allokation, Rebalancing und Steueroptimierung bequem, aber nicht komplett individuell steuerbar
Zielgruppe ETF-Anleger mit wenig Lust auf Eigenverwaltung weniger passend für Do-it-yourself-Investoren

Diese Einordnung ist wichtig, weil das alte Kurzprofil Ginmon zu stark wie einen normalen Broker behandelt hat. Das Produkt ist in Wahrheit klar näher an einem Robo-Advisor mit Komfortfokus.

Kosten: 0,75 % Servicegebühr, ab 1 Mio. € günstiger

Die Preisstruktur ist bei Ginmon deutlich transparenter als bei vielen älteren Robo-Angeboten. Auf der offiziellen Gebührenseite nennt der Anbieter für Ginmon Invest eine Servicegebühr von 0,75 % p.a.. Ab einem investierten Vermögen von 1.000.000 € sinkt diese auf 0,60 % p.a..

Dazu kommen interne ETF-Produktkosten. Die liegen laut offizieller Tabelle je nach Produkt ab etwa 0,13 % p.a.. Für VL wird auf der Seite etwa ab 0,22 % genannt, für andere Bereiche teils ebenfalls ab 0,13 %. Das bedeutet praktisch: Die Gesamtkosten von Ginmon Invest liegen nicht bei 0,75 %, sondern spürbar darüber.

Die wichtigsten Kostenpunkte im Überblick:
Ginmon Invest: 0,75 % p.a. Servicegebühr
ab 1.000.000 €: 0,60 % p.a. Servicegebühr
interne ETF-Kosten: je nach Produkt ab ca. 0,13 % p.a.
Depotführung: 0 €
Ein- und Auszahlungen: 0 €
Transaktionskosten: 0 €
Strategiewechsel: 0 €
Depoteröffnung oder Schließung: 0 €
Performance Fee: keine
Kickbacks oder Rückvergütungen: keine

Das ist sauber und fair kommuniziert. Gleichzeitig musst du dir klar machen: Ginmon ist kein Discount-Angebot. Für reine ETF-Selbstanleger ist ein klassisches Direktdepot fast immer günstiger. Ginmon verkauft dir also nicht den billigsten Zugang zum Kapitalmarkt, sondern Komfort, Automatisierung und laufende Verwaltung.

Mindestanlage: die alte 1.000-Euro-Hürde gilt so nicht mehr

Hier ist die wichtigste Korrektur gegenüber dem alten Kurzprofil fällig. Die aktuelle offizielle Gebührenseite zeigt für Ginmon Invest keine Mindestanlage und einen Sparplan ab 1 €. Das ist ein großer Unterschied zu älteren Darstellungen, in denen noch 1.000 € Mindestanlage oder 50 € Sparplan auftauchten.

Praktisch macht das Ginmon 2026 deutlich zugänglicher. Du kannst also auch mit kleinen Beträgen starten und musst nicht erst einen vierstelligen Betrag parken, um das Produkt überhaupt zu nutzen. Das senkt die Einstiegshürde massiv und verbessert die Vergleichsposition gegenüber anderen Robo-Advisorn.

Wichtig bleibt aber: Niedrige Einstiegshürde heißt nicht niedrige Kosten. Die Gebührenstruktur verändert sich dadurch nicht. Für kleine Beträge ist Ginmon also technisch zugänglich, aber prozentual nicht automatisch günstig.

Was steckt hinter dem apeiron-Ansatz?

Ginmon ist in Deutschland stark mit dem Begriff apeiron verbunden. Dahinter steckt vereinfacht gesagt ein ETF-Portfolioansatz mit wissenschaftlicher Allokation, antizyklischem Verhalten und automatischer Anpassung an Risikoprofil und Marktbewegungen. Auf der Produktseite spricht Ginmon von Faktor-Investing, BIP-naher regionaler Gewichtung sowie automatischem Risikomanagement.

Für viele Anleger klingt das zunächst technischer, als es im Alltag ist. Die Praxis dahinter ist aber wichtig: Ginmon will nicht einfach nur einen MSCI-World-ETF besparen, sondern ein breiteres System aus Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffen nutzen. Das kann für Diversifikation sinnvoll sein. Es macht das Produkt aber auch erklärungsbedürftiger und weniger transparent als ein einziges Standard-ETF-Depot.

Ob das für dich ein Vorteil ist, hängt von deinem Blick auf Geldanlage ab. Wer bewusst mehr System und mehr Portfolio-Architektur möchte, findet das attraktiv. Wer alles möglichst simpel halten will, empfindet es schnell als unnötig komplex.

Steueroptimierung: echter Pluspunkt, aber nicht der Hauptgrund allein

Ginmon hebt das Thema Steuern offensiv hervor. Auf der Gebührenseite wirbt der Anbieter mit intelligenter Steueroptimierung und erklärt, dass Kapitalerträge automatisch bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags realisiert werden, damit keine Freibeträge verschenkt werden. Genau das ist für deutsche Anleger ein echter Pluspunkt.

Das ist mehr als nur Marketing. Viele Selbstanleger lassen steuerliche Feinheiten schlicht liegen, weil sie das Depot nur passiv laufen lassen. Ein automatisiertes System kann hier tatsächlich helfen, die Nettorendite leicht zu verbessern. Man sollte nur nicht so tun, als würde das allein alle laufenden Mehrkosten rechtfertigen. Der Effekt ist positiv, aber er macht aus einem teureren Robo nicht automatisch die günstigste Lösung.

Kurz gesagt: Die Steueroptimierung ist ein gutes Argument für Ginmon. Sie ist aber eher ein Zusatznutzen als der alleinige Grund, warum man das Produkt wählen sollte.

Sicherheit und Regulierung: Ginmon ist hier stark aufgestellt

Bei Sicherheit liefert Ginmon eine der stärkeren offiziellen Darstellungen im Markt. Auf der Sicherheitsseite nennt sich der Anbieter ein in Deutschland reguliertes Wertpapierinstitut, das von BaFin und Deutscher Bundesbank beaufsichtigt wird. Auszahlungen gehen laut Anbieter ausschließlich auf ein hinterlegtes Referenzkonto im eigenen Namen. Dazu kommen Zwei-Faktor-Authentisierung und deutsche Server mit SSL-Verschlüsselung.

Auch die Partnerstruktur ist solide. Die Verwahrung und Wertpapierabwicklung erfolgen laut Ginmon mit Partnern wie DAB BNP Paribas, ABN AMRO, Clearstream Deutsche Börse und Upvest. Das schafft Vertrauen und wirkt deutlich belastbarer als bei einer kleinen, isolierten Lösung.

Noch wichtiger ist die Vermögenslogik. Auf der Gebührenseite schreibt Ginmon, dass angelegtes Geld als Sondervermögen gilt und im schlimmsten Fall automatisch an eine andere Partnerbank übertragen würde. Das Verrechnungskonto unterliegt zusätzlich der EU-Einlagensicherung. Für einen digitalen Vermögensverwalter ist das ein starkes Sicherheitsprofil.

Flexibilität: kein Starre-Vertrag, sondern laufend anpassbar

Ein weiterer Pluspunkt von Ginmon ist die Flexibilität. Laut Gebührenseite kannst du Einzahlungen, Strategie und Auszahlungen jederzeit kostenfrei ändern. Sparpläne lassen sich pausieren, ohne dass Sperrfristen oder Zusatzkosten genannt werden. Auch eine Auszahlung des Depots ist laut Seite jederzeit möglich.

Das macht Ginmon im Alltag deutlich angenehmer als altmodische Vermögensverwaltungsmodelle, die mit langen Laufzeiten oder komplizierten Ausstiegswegen arbeiten. Gleichzeitig bleibt die Produktlogik klar: Du bist flexibel innerhalb des Systems, aber du steuerst nicht selbst jeden einzelnen ETF-Kauf.

Ginmon vs. Whitebox, quirion und growney

Im direkten Robo-Advisor-Vergleich liegt Ginmon kostenmäßig eher im Mittelfeld bis oberen Mittelfeld. Gegenüber Whitebox Global oder besonders günstigen Standard-Robo-Lösungen wirkt die 0,75-%-Gebühr spürbar höher. Dafür punktet Ginmon mit sehr klarer Steueroptimierung, flexiblen Unterprodukten wie VL, Junior oder TopZins und einer insgesamt ziemlich ausgereiften Plattformlogik.

Gegenüber quirion oder growney hängt viel davon ab, wie stark du die Zusatzlogik von Ginmon schätzt. Wenn dir wissenschaftliche Allokation, automatische Steueroptimierung und Produktbreite wichtig sind, kann Ginmon attraktiver wirken. Wenn du nur ein simples, kostengünstiges ETF-Robo-Modell suchst, findest du im Markt auch billigere Wege.

Gegenüber einem normalen ETF-Broker bleibt der Unterschied fundamental. Do-it-yourself ist fast immer günstiger. Ginmon nimmt dir dafür Arbeit, Disziplin und einen Teil der taktischen Entscheidungen ab.

Vorteile

  • klare Regulierung durch BaFin und Deutsche Bundesbank
  • keine Mindestanlage und Sparplan ab 1 € laut aktueller Gebührenseite
  • transparente Kosten ohne Performance Fee oder Kickbacks
  • automatische Steueroptimierung als echter Mehrwert
  • hohe Flexibilität bei Ein- und Auszahlungen
  • solide Partnerstruktur mit bekannten Banken und Abwicklern

Nachteile

  • 0,75 % Servicegebühr plus ETF-Kosten für Selbstanleger recht teuer
  • kein klassischer Broker für Einzelaktien oder ETF-Selbstauswahl
  • Konzept erklärungsbedürftiger als ein simples ETF-Depot
  • Mehrwert der Automatisierung muss die laufenden Kosten erst rechtfertigen
  • für sehr kostenbewusste Anleger gibt es günstigere Alternativen

Für wen passt Ginmon wirklich?

Ginmon passt am besten zu Anlegern, die eine digitale Vermögensverwaltung mit ETF-Fokus, Automatisierung und deutscher Regulierungsstruktur suchen. Besonders sinnvoll ist das Angebot für Leute, die nicht alles selbst managen wollen, aber auch keine klassische teure Privatbank suchen.

Weniger passend ist Ginmon für Selbstentscheider, die ihre ETF-Auswahl bewusst eigenständig treffen und Gebühren maximal drücken wollen. Dann ist ein normales Direktdepot fast immer der rationalere Weg.

Unser Fazit zu Ginmon 2026

Ginmon ist 2026 ein gutes, aber nicht billiges Robo-Advisor-Angebot. Die Stärken liegen in der soliden Regulierung, der ausgereiften Produktlogik, der automatischen Steueroptimierung und der niedrigen Einstiegshürde, die laut aktueller Gebührenseite deutlich besser ist als viele alte Vergleiche noch behaupten.

Die Schwäche liegt klar in den laufenden Kosten. Wer selbst investieren kann und will, bekommt ähnliche ETF-Logik oft deutlich günstiger. Wer dagegen Komfort, Automatisierung und System sucht, findet bei Ginmon ein ziemlich rundes Gesamtpaket.

Unterm Strich ist Ginmon vor allem für Anleger interessant, die eine moderne digitale Vermögensverwaltung wollen und bereit sind, für diesen Komfort laufend zu bezahlen. Für genau diese Zielgruppe ist das Angebot 2026 stimmig.

Häufige Fragen zu Ginmon

Ist Ginmon ein normaler Broker?

Nein. Ginmon ist eine digitale Vermögensverwaltung. Du bekommst ein automatisiertes ETF-Portfolio mit laufender Steuerung statt eines klassischen Self-Directed-Depots.

Was kostet Ginmon?

Für Ginmon Invest nennt die aktuelle Gebührenseite 0,75 % p.a. Servicegebühr, ab 1.000.000 € 0,60 % p.a. Zusätzlich fallen interne ETF-Kosten ab etwa 0,13 % p.a. an.

Gibt es bei Ginmon eine Mindestanlage?

Laut aktueller offizieller Gebührenseite gibt es bei Ginmon Invest keine Mindestanlage. Ein Sparplan ist bereits ab 1 € möglich.

Wie sicher ist Ginmon?

Ginmon verweist auf Regulierung durch BaFin und Deutsche Bundesbank, Zwei-Faktor-Authentisierung, Referenzkonto-Prinzip sowie die Verwahrung über etablierte Partner wie DAB BNP Paribas, ABN AMRO, Clearstream und Upvest.

Kann ich bei Ginmon jederzeit auszahlen?

Ja. Laut offizieller Gebührenseite kannst du dein Depot jederzeit auszahlen lassen. Sparpläne lassen sich pausieren oder ändern, ohne dass Sperrfristen genannt werden.

Für wen lohnt sich Ginmon besonders?

Vor allem für Anleger, die eine regulierte, automatisierte ETF-Vermögensverwaltung mit Steueroptimierung und wenig Eigenaufwand suchen.