Mit * markierte Links sind Werbelinks — sie finanzieren unsere Tests.→ Wie wir testen

Broker-Test · 09/2026

Robo-Advisor

Whitebox

Weinheim

Wissenschaftliche Anlagestrategie mit Rebalancing

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

4,1/ 5im Testfeld eingeordnet
01Verwaltung 0,35–0,95 % p.a. (volumenabhängig)Verwaltungsgebühr
02ab 25 € Sparplan / 25 € Einmalanlage (einzelne Strategien: 5.000 €)Mindestanlage / Sparrate
03Wertpapiere als Sondervermögen · Einlagensicherung über PartnerbankVerwahrung und Schutz
04BaFin-reguliert · Whitebox GmbH · Verwahrung PartnerbankRegulierung

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Robo-Advisor

01 · Konditionen

Was kostet Whitebox?

VerwaltungsgebührVerwaltung 0,35–0,95 % p.a. (volumenabhängig)laufende Kosten laut Datensatz
Mindestanlage / Sparrateab 25 € Sparplan / 25 € Einmalanlage (einzelne Strategien: 5.000 €)laut Datensatz
Einzelordersin Verwaltungsgebühr enthaltenlaut Datensatz in der laufenden Gebühr berücksichtigt
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Whitebox GmbH · Verwahrung Partnerbank
Verwahrung und SchutzWertpapiere als Sondervermögen · Einlagensicherung über Partnerbank

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 4,1

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Whitebox

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Whitebox ist 2026 kein klassischer Broker, bei dem du selbst einzelne Aktien, ETFs oder Optionen auf Knopfdruck handelst. Whitebox ist eine digitale Vermögensverwaltung, also ein Robo-Advisor mit aktiver Steuerung im Hintergrund. Du legst Geld an, wählst Strategie und Risiko, Whitebox kümmert sich um Portfoliobau, Rebalancing, Käufe und Verkäufe. Genau deshalb muss man Whitebox anders bewerten als Neobroker oder Direktbanken.

Das ist weder gut noch schlecht, sondern eine klare Produktentscheidung. Wenn du selbst handeln willst, ist Whitebox die falsche Adresse. Wenn du dein Geld professionell, regelbasiert und relativ bequem anlegen lassen willst, kann das Angebot interessant sein. Der entscheidende Punkt ist also nicht, ob Whitebox billig oder teuer ist. Der entscheidende Punkt ist, ob du überhaupt eine Vermögensverwaltung suchst.

Whitebox 2026: Was du hier wirklich bekommst

Whitebox beschreibt sich selbst als digitale Vermögensverwaltung. Auf der Startseite steht ziemlich klar, was das im Alltag bedeutet: Du bestimmst Anlagestrategie und Risikostufe, Whitebox eröffnet die nötigen Konten und Depots, wählt passende Wertpapiere aus, führt Käufe und Verkäufe aus und überwacht das Portfolio laufend. Du handelst also nicht selbst, sondern gibst die Verwaltung innerhalb eines vorgegebenen Rahmens ab.

Gleichzeitig ist Whitebox ein deutsches Wertpapierinstitut mit BaFin-Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung. Das ist wichtig, weil der Anbieter damit regulatorisch sauber eingeordnet ist. Whitebox hat laut eigener Sicherheitskommunikation keinen direkten Zugriff auf dein Vermögen. Die Konten und Depots laufen auf deinen Namen bei der flatexDEGIRO Bank AG in Frankfurt am Main.

Bereich Whitebox Einordnung
Produkttyp digitale Vermögensverwaltung kein Self-Directed-Broker
Regulierung BaFin, Finanzportfolioverwaltung nach WpIG deutscher, regulierter Anbieter
Partnerbank flatexDEGIRO Bank AG Depot und Konto laufen auf deinen Namen
Steuerung Whitebox übernimmt Käufe, Verkäufe und Rebalancing bequem, aber weniger Eigenkontrolle beim einzelnen Trade
Sparplan ab 25 € monatlich möglich niedrige Einstiegsschwelle in Global-Strategien
Mindestanlage 25 € oder 5.000 €, je nach Strategie hängt klar vom Produkt ab

Schon diese Struktur zeigt, warum die alte Kurzprofil-Seite Whitebox zu simpel beschrieben hat. Du musst Whitebox nicht gegen Trade Republic oder Scalable Capital wie einen normalen Broker lesen, sondern gegen andere Robo-Advisor und digitale Vermögensverwaltungen.

Kosten: fair in der Global-Strategie, spürbar teurer in Value

Die Gebühren sind bei Whitebox transparent, aber du musst genau hinschauen, welche Strategie du wählst. Laut offizieller Gebühren-FAQ kostet die passive Global-Strategie, also Whitebox Global und Global Green, 0,35 % pro Jahr. Das ist für eine digitale Vermögensverwaltung durchaus wettbewerbsfähig.

Anders sieht es bei den aktiveren Strategien aus. In Whitebox Value und Value Green beginnt die Pauschalgebühr bei 0,95 % p.a. und sinkt mit steigendem Vermögen schrittweise auf 0,35 % p.a. ab einem Volumen von 500.000 €. Dazwischen liegen mehrere Staffeln: 0,85 %, 0,75 %, 0,60 % und 0,45 %.

Wichtig ist außerdem: Die Whitebox-Gebühr ist nicht die einzige Kostenschicht. Laut FAQ fallen in den eingesetzten ETFs und Indexfonds zusätzlich im Durchschnitt etwa 0,20 % pro Jahr an Produktkosten an. Die werden direkt im Fonds abgezogen. Für dich heißt das: Die Global-Strategie liegt effektiv eher bei rund 0,55 %, die Value-Strategien je nach Volumen spürbar darüber.

Die wichtigsten Kostenpunkte im Überblick:
Whitebox Global / Global Green: 0,35 % p.a. Pauschalgebühr
Whitebox Value / Value Green: 0,95 % bis 0,35 % p.a., abhängig vom Anlagevolumen
zusätzliche Produktkosten der ETFs und Indexfonds: im Durchschnitt ca. 0,20 % p.a.
Konto- und Depotführung: in der Pauschalgebühr enthalten
Käufe und Verkäufe: in der Pauschalgebühr enthalten
Performance Fee: keine
Ausgabeaufschläge: keine

Das ist ordentlich, aber nicht billig in jeder Variante. Wer einfach nur passiv ein ETF-Weltportfolio sucht, bekommt bei Whitebox Global ein brauchbares Modell. Wer in die Value-Strategien geht, zahlt sichtbar mehr und muss sich gut überlegen, ob der Mehrwert dieser aktiveren Steuerung die Zusatzkosten rechtfertigt.

Mindestanlage: Whitebox ist nicht bei allen Strategien gleich zugänglich

Die Mindestanlage hängt laut offizieller FAQ direkt von der gewählten Strategie ab. In der Global-Strategie liegt die Mindestanlagesumme bei 25 € pro Anlage. Das passt gut zu Sparplänen und macht den Einstieg niedrigschwellig. In der Value-Strategie liegt die Mindestanlagesumme dagegen bei 5.000 € pro Anlage.

Auch die Auszahlungs- und Einzahlungslogik ist klar geregelt. Zusätzliche einmalige Einzahlungen in bestehende Portfolios sind laut FAQ ab 50 € möglich, monatliche Sparpläne ab 25 €. Eine einmalige Auszahlung muss mindestens 50 € betragen, ein monatlicher Auszahlplan ist ebenfalls ab 25 € möglich.

Diese Schwellen sind sinnvoll gewählt. Für Einsteiger und regelmäßige Sparer ist das Global-Modell dadurch zugänglich. Für die Value-Welt bleibt Whitebox dagegen ein Angebot für Nutzer mit mehr Startkapital.

Welche Strategien bietet Whitebox überhaupt an?

Whitebox arbeitet nicht mit nur einem einzigen Standardportfolio. Offiziell stehen mehrere Strategiefamilien im Raum, darunter Whitebox Global, Global Green, Whitebox Value und Value Green. Das ist wichtig, weil sich Philosophie, Kosten und Mindestanlage je nach Strategie unterscheiden.

Whitebox Global ist die eher klassische, weltweit gestreute ETF-Lösung. Global Green setzt ähnlich an, investiert aber nach strengen Nachhaltigkeitskriterien mit SRI-ETFs und gewichtet Regionen laut Produktseite nicht nach Börsenwert, sondern nach ihrer Wirtschaftsleistung. Die Pauschalgebühr liegt auch hier bei 0,35 % p.a., die durchschnittlichen Produktkosten bei etwa 0,22 % p.a.

Whitebox Value und Value Green gehen einen anderen Weg. Dort versucht Whitebox, unterbewertete Anlageklassen gezielt zu nutzen und damit zusätzliche Renditechancen zu erschließen. Das ist interessanter als ein reines Standard-ETF-Modell, aber eben auch teurer und konzeptionell anspruchsvoller.

Der wichtigste praktische Unterschied lautet deshalb: Global ist die einfache, günstige Whitebox-Welt. Value ist die anspruchsvollere, aktivere und teurere Whitebox-Welt.

Sicherheit und Einlagensicherung: hier ist Whitebox sauber aufgestellt

Bei Sicherheit wirkt Whitebox ziemlich solide. Die offizielle FAQ zur Insolvenzfrage erklärt das ungewöhnlich klar. Eine Insolvenz von Whitebox selbst hätte laut Anbieter keine Auswirkungen auf deine Vermögenswerte, weil die Konten und Depots auf deinen Namen bei der Partnerbank geführt werden. Whitebox verwaltet, hält dein Vermögen aber nicht als eigene Bilanzposition.

Bei einer Insolvenz der flatexDEGIRO Bank AG sind laut Whitebox alle in Geld gehaltenen Positionen bis zur Obergrenze von 100.000 € pro Person durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Wertpapiere selbst unterliegen einem gesetzlichen Herausgabeanspruch. Und falls ein ETF-Emittent ausfällt, greift laut Whitebox zusätzlich der Status der Produkte als Sondervermögen.

Für einen digitalen Vermögensverwalter ist das eine starke und vertrauenswürdige Struktur. Du trägst natürlich weiter das normale Marktrisiko deiner Anlagen. Aber die Verwahr- und Insolvenzlogik ist sauber erklärt und wirkt deutlich solider als bei manchem jungen Fintech, das an diesen Stellen nur grob bleibt.

Flexibilität: kein Produkt mit starren Fristen

Ein echter Pluspunkt von Whitebox ist die Flexibilität. Laut Startseite gibt es keine Kündigungsfristen und keine Mindestanlagedauer. Du kannst also jederzeit Geld ein- oder auszahlen, Sparpläne anpassen oder die Risikostufe verändern. Genau das ist im Robo-Advisor-Bereich wichtig, weil viele Nutzer eben keine starre Police, sondern eine flexible Geldanlage suchen.

Das macht Whitebox im Alltag angenehmer als manche klassische Vermögensverwaltung mit mehr Papier, mehr Hürden und mehr Bindung. Gleichzeitig bleibt es eben eine Vermögensverwaltung. Du kannst flexibel anpassen, aber du sitzt nicht selbst am Orderknopf.

Whitebox vs. quirion, growney und klassische ETF-Broker

Gegenüber quirion oder growney spielt Whitebox in einer ähnlichen Liga, aber mit spürbarer Betonung auf Strategie-Differenzierung. Die günstige Global-Variante ist konkurrenzfähig. Die Value-Varianten heben Whitebox etwas stärker vom reinen Standard-Robo-Modell ab, kosten dafür aber auch mehr.

Gegenüber einem klassischen ETF-Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder ING ist Whitebox ein ganz anderes Produkt. Bei diesen Brokern baust du dein ETF-Depot selbst, meist deutlich günstiger, aber eben auch mit voller Eigenverantwortung. Whitebox nimmt dir dafür Arbeit ab, kostet dafür aber laufend Gebühren.

Ehrlich gesagt ist genau das die Kernfrage: Willst du eine günstige Plattform oder willst du eine laufend gesteuerte Lösung? Wenn du ersteres willst, gibt es billigere Wege. Wenn du letzteres willst, ist Whitebox relevant.

Vorteile

  • klare Einordnung als regulierte digitale Vermögensverwaltung
  • günstige Global-Strategie mit 0,35 % p.a. Pauschalgebühr
  • keine Performance Fee, keine Ausgabeaufschläge
  • flexible Spar- und Auszahlpläne ab 25 €
  • keine Kündigungsfrist und keine Mindestanlagedauer
  • sauber erklärte Sicherheits- und Insolvenzstruktur

Nachteile

  • kein klassischer Broker für Selbstentscheider
  • Value-Strategien mit bis zu 0,95 % p.a. deutlich teurer
  • zusätzliche Produktkosten von im Schnitt rund 0,20 % p.a.
  • Value-Strategie erst ab 5.000 € sinnvoll zugänglich
  • weniger direkte Kontrolle als bei einem normalen Depot
  • für reine Do-it-yourself-Anleger meist nicht die günstigste Lösung

Für wen eignet sich Whitebox wirklich?

Whitebox eignet sich vor allem für Anleger, die Geld professionell anlegen lassen wollen, ohne gleich in die klassische Welt teurer Privatbanken zu rutschen. Besonders sinnvoll ist das Angebot für Leute, die eine einfache, digitale und regulierte Vermögensverwaltung suchen und bereit sind, für Rebalancing, Steuerung und Betreuung laufende Gebühren zu zahlen.

Weniger geeignet ist Whitebox für Nutzer, die selbst ETFs auswählen, Einmalkäufe steuern oder Gebühren maximal drücken wollen. Dann bist du bei einem normalen Broker fast immer günstiger und oft auch freier.

Unser Fazit zu Whitebox 2026

Whitebox ist 2026 kein Broker für Selbermacher, sondern eine ernstzunehmende digitale Vermögensverwaltung. Genau darin liegt die Stärke des Angebots. Die Global-Strategie ist fair bepreist, die Sicherheitsstruktur wirkt sauber, und die Flexibilität bei Spar- und Auszahlplänen ist gut.

Die Schwäche liegt in den teureren Value-Strategien und darin, dass Whitebox für Do-it-yourself-Anleger schlicht nicht das richtige Produkt ist. Wer selbst handeln will, zahlt hier für etwas, das er gar nicht braucht. Wer sich dagegen bewusst entlasten will, findet bei Whitebox ein ordentliches und gut erklärtes Modell.

Unterm Strich passt Whitebox am besten zu Anlegern, die professionelle Steuerung wollen, aber keinen klassischen Vermögensverwalter mit schwerem Altbank-Gefühl suchen. Für genau diese Zielgruppe ist Whitebox 2026 ein starkes Angebot.

Häufige Fragen zu Whitebox

Ist Whitebox ein normaler Broker?

Nein. Whitebox ist eine digitale Vermögensverwaltung. Du legst Strategie und Risiko fest, Whitebox übernimmt Portfoliobau, Rebalancing sowie Käufe und Verkäufe für dich.

Was kostet Whitebox?

Die Global-Strategien kosten laut offizieller FAQ 0,35 % p.a. Pauschalgebühr. Die Value-Strategien starten bei 0,95 % p.a. und sinken je nach Vermögen bis auf 0,35 % p.a. Zusätzlich fallen Produktkosten der eingesetzten ETFs und Indexfonds von durchschnittlich rund 0,20 % p.a. an.

Wie hoch ist die Mindestanlage bei Whitebox?

In der Global-Strategie liegt die Mindestanlagesumme laut FAQ bei 25 € pro Anlage. In der Value-Strategie beträgt sie 5.000 € pro Anlage.

Kann ich bei Whitebox jederzeit auf mein Geld zugreifen?

Ja. Laut Whitebox gibt es keine Kündigungsfristen und keine Mindestanlagedauer. Spar- und Auszahlpläne lassen sich flexibel anpassen.

Wie sicher ist Whitebox?

Whitebox verweist auf BaFin-Regulierung, Konten und Depots auf deinen Namen bei der flatexDEGIRO Bank AG, gesetzliche Einlagensicherung für Cash bis 100.000 € und den Sondervermögensstatus der Wertpapiere.

Für wen lohnt sich Whitebox besonders?

Vor allem für Anleger, die eine digitale Vermögensverwaltung mit professioneller Steuerung, klaren Prozessen und flexiblen Sparmöglichkeiten suchen, ohne selbst alle Investmententscheidungen treffen zu wollen.