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Broker-Test · 09/2026

Online-Broker

Flatex

Frankfurt am Main

Profi-Trading mit Zugang zu vielen Börsenplätzen & Derivaten

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

4,0/ 5im Testfeld eingeordnet
015,90 € pauschal (DE-Börsen)Ordergebühr
02Kostenlos (0,1 % p.a. auf Fremdwährungsbestände möglich)Depotführung
03Kostenlose SparpläneSparplan
04Kein MinimumMindesteinlage

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Online-BrokerSparplan ohne Ausführungsgebühr

01 · Konditionen

Was kostet Flatex?

Ordergebühr5,90 € pauschal (DE-Börsen)pro Kauf oder Verkauf
DepotführungKostenlos (0,1 % p.a. auf Fremdwährungsbestände möglich)laufende Kosten
SparplanKostenlose SparpläneAusführung
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · flatexDEGIRO Bank AG
EinlagensicherungGesetzliche Einlagensicherung 100.000 € · eigene Banklizenz · börsennotierter Konzern (flatexDEGIRO AG)

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 4,0

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Flatex

Flatex ist kein Neobroker und kein klassisches Geldinstitut. Die FlatexDEGIRO Bank AG, unter der das Depot heute läuft, entstand aus der Fusion des deutschen Online-Brokers Flatex mit dem niederländischen Discount-Broker DEGIRO. Seit 2020 betreibt das Unternehmen eine eigene Banklizenz, beaufsichtigt von der BaFin, mit Sitz in Frankfurt am Main. Das macht Flatex zu einem der wenigen Online-Broker in Deutschland, der rechtlich als vollwertige Bank operiert und nicht als bloße Wertpapierfirma.

Das Gebührenmodell ist das Alleinstellungsmerkmal. Flatex berechnet pro Order eine Pauschalgebühr von 5,90 Euro, unabhängig davon, ob du für 500 Euro oder 50.000 Euro kaufst. Wer große Einmalanlagen tätigt, profitiert davon erheblich. Bei Consorsbank würden 50.000 Euro in einer Order 4,95 Euro plus 0,25 Prozent kosten, also 130 Euro. Bei Flatex sind es 5,90 Euro. Für 2.122 ETF-Sparpläne fällt gar keine Ausführungsgebühr an.

Aber Flatex hat einen blinden Fleck, der in keiner Bewertung fehlen darf: Der Support ist chronisch schlecht. Auf dem Erfahrungsportal von Finanztip sind 61 Prozent der Bewertungen negativ. Falsche Steuerberechnungen, wochenlange Wartezeiten auf Antworten, formlose Standardreplies auf konkrete Anfragen. Wer bei Flatex ein Problem hat, ist oft auf sich allein gestellt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, solange alles reibungslos läuft. Wenn nicht, wird es aufwändig.

Flatex auf einen Blick

Kriterium Flatex
Depotgebühr 0 Euro
Ordergebühr (Standard) 5,90 Euro pauschal
Ordergebühr (Direkthandel) 2,00 Euro (Gettex, LS Exchange, Tradegate u.a.)
Ordergebühr Xetra 5,97 Euro + Clearing (mind. 8,27 Euro)
ETF-Sparpläne 2.122, alle 0 Euro
Aktien-Sparpläne 1.143, Kosten 1% der Sparrate
Mindest-Sparrate 25 Euro
Max. Sparrate Unbegrenzt
Ausführungstage 1., 7., 15., 23. jeden Monats
Ausführungsintervall Zweiwöchentlich, monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich
Handelsplätze 37 (inkl. 17 OTC-Direkthandel)
Zinsen auf Guthaben 0% (keine Verzinsung)
Neukunden-Aktion 20 Trades ohne Ordergebühr (erste 3 Monate)
Premium-ETF-Einmalanlage 0 Euro ab 1.000 Euro Volumen (746 ETFs)
Steuerverrechnung automatisch Ja
Gemeinschaftsdepot Ja, 0 Euro
Kinderdepot Ja, 0 Euro
Krypto Ja, 0,6% Gesamtkosten
Wertpapierkredit 6,40% p.a.
App iOS / Android 4,5 / 4,5 Sterne
Regulierung BaFin (Vollbank)
Einlagensicherung Bis 100.000 Euro (EdB)

Was kostet das Flatex Depot wirklich?

Die Pauschalgebühr ist Flatex‘ stärkstes Argument. 5,90 Euro pro Order, egal ob die Order 1.000 Euro oder 100.000 Euro groß ist. Das ist eine der wenigen wirklich volumenunabhängigen Preisstrukturen im deutschen Markt. Wer selten aber dafür in großen Einmalbeträgen investiert, zahlt bei Flatex weniger als bei fast jedem anderen klassischen Online-Broker. Ein Beispiel: Eine Einmalanlage von 20.000 Euro in einen ETF kostet bei Flatex 5,90 Euro. Bei Consorsbank wären es 4,95 Euro plus 0,25 Prozent, also rund 55 Euro. Bei der ING wären es 4,90 Euro plus 0,25 Prozent, also fast 55 Euro. Flatex ist deutlich günstiger für solche Transaktionen.

Über Direkthandelspartner wie Gettex, LS Exchange, Tradegate, Baader Bank oder Société Générale kostet eine Order sogar nur 2,00 Euro pauschal. Das ist nah an Neobroker-Gebühren und für viele ETF-Käufe außerhalb des Sparplans attraktiv. Wer also ab und zu eine größere Einmalanlage über Gettex oder Tradegate tätigt, zahlt weniger als bei fast allen Konkurrenten.

Über Xetra wird es teurer: 5,97 Euro plus eine volumenabhängige Clearing-Gebühr, mindestens aber 8,27 Euro. Das ist der einzige Handelsplatz bei Flatex, bei dem das Pauschalmodell nicht gilt. Für die meisten ETF-Käufe spielt das keine Rolle, weil ETFs auch über Gettex oder Tradegate zu Xetra-nahen Preisen gehandelt werden können.

Was Flatex gar nicht berechnet: eine Depotgebühr, eine Inaktivitätsgebühr und Kontoführungskosten für das Verrechnungskonto. Verwahrgebühren gibt es nur für Xetra-Gold, ADRs und GDRs. Für normale Aktien und ETFs fallen keine Verwahrkosten an.

Kostenart Flatex Trade Republic Scalable Capital Free Consorsbank
Depotgebühr 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro
Ordergebühr 5,90 Euro (flat) 1 Euro 0 Euro 9,95 Euro (mind.)
Große Order (20.000 Euro) 5,90 Euro 1 Euro 0 Euro 54,95 Euro
ETF-Sparplan 0 Euro (2.122) 0 Euro (2.000+) 0 Euro (2.500+) 0 Euro (1.705)
Zinsen dauerhaft 0% 2,25% p.a. 0% (Free) 1,00% p.a.
Inaktivitätsgebühr Keine Keine Keine Keine

ETF-Sparpläne: Über 2.100, alle kostenlos

Flatex bietet 2.122 sparplanfähige ETFs an, alle ohne Ausführungsgebühr. Das ist nach Scalable Capital das größte ETF-Sparplan-Angebot unter den hier verglichenen Brokern. Die Aufteilung nach Anlageklassen ist breit: 1.484 Aktien-ETFs, 557 Anleihen-ETFs, 29 Immobilien-ETFs, 27 Portfoliokonzepte, 14 Rohstoff-ETFs und 11 Geldmarkt-ETFs. Wer ein diversifiziertes Portfolio aus mehreren ETF-Kategorien aufbauen will, findet bei Flatex alles was nötig ist.

Die Mindest-Sparrate liegt bei 25 Euro. Das ist höher als bei Consorsbank (10 Euro), Trade Republic (1 Euro) oder Scalable Capital (1 Euro). Für Einsteiger mit kleinen Sparraten ist das eine echte Einschränkung. Wer 100 Euro pro Monat investieren will, ist damit aber problemlos bedient. Eine Maximal-Sparrate gibt es nicht.

Ausführungstage sind der 1., 7., 15. und 23. jeden Monats. Die Ausführung läuft zwischen 15:45 und 17:15 Uhr, was für gute Liquidität und faire Spreads sorgt. Vier mögliche Ausführungstermine pro Monat bieten mehr Flexibilität als Trade Republic oder Scalable Capital, die nur einen oder zwei Termine anbieten. Die Sparplan-Intervalle reichen von zweiwöchentlich über monatlich, quartalsweise und halbjährlich bis jährlich.

Eine Dynamisierung der Sparrate, also eine automatische jährliche Erhöhung, gibt es bei Flatex nicht. Consorsbank bietet das mit bis zu 10 Prozent jährlicher Steigerung. Wer die Sparrate an steigende Einkommen anpassen will, muss das bei Flatex manuell erledigen. Die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen ist dagegen verfügbar.

Aktien-Sparpläne: 1.143 Titel, aber mit Kosten

Flatex bietet 1.143 Aktiensparpläne an. Pro Ausführung fallen 1 Prozent der Sparrate als Gebühr an. Bei 100 Euro im Monat sind das 1 Euro, bei 500 Euro monatlich 5 Euro. Das ist vergleichbar mit Consorsbank (1,5%), aber teurer als Trade Republic oder Scalable Capital, die Aktiensparpläne kostenlos ausführen. Für Anleger, die neben ETFs auch einzelne Aktien regelmäßig besparen wollen, ist Flatex keine Gratis-Option, aber bei größeren Raten immer noch günstiger als eine Einzelorder zu 5,90 Euro.

Premium-ETFs: Einmalanlage ab 1.000 Euro kostenlos

Eine Besonderheit bei Flatex sind die sogenannten Premium-ETFs. 746 ETFs von bekannten Anbietern wie Amundi, iShares, Vanguard, WisdomTree und Xtrackers können als Einmalanlage ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro für 0 Euro gekauft werden. Das ist kein Sparplan, sondern ein regulärer Kauf, bei dem die Ordergebühr entfällt, wenn das Volumen die Schwelle überschreitet.

In der Praxis bedeutet das: Wer 2.000 Euro auf einmal in einen iShares MSCI World investieren will und dieser ETF in der Premium-Liste ist, zahlt 0 Euro Ordergebühr statt 5,90 Euro. Das ist für größere Einmalanlagen interessant, aber kein Argument für kleinere Order unter 1.000 Euro. Die genaue Liste der Premium-ETFs ändert sich regelmäßig und sollte vor der Anlage auf flatex.de geprüft werden.

Handelsplätze: 37 Börsen und Direkthandelspartner

Flatex bietet Zugang zu 37 Handelsplätzen: 12 deutsche Börsen, 7 europäische Börsen, 2 US-Börsen und 17 OTC-Direkthandelspartner. Zu den Direkthandelspartnern zählen Gettex, LS Exchange, Tradegate, Baader Bank, Quotrix und Société Générale, alle zu je 2,00 Euro pauschal. Das macht Flatex für Anleger, die zwischen verschiedenen Handelsplätzen wählen wollen, gut aufgestellt.

Für den klassischen ETF-Sparplan spielt die Handelsplatzbandbreite keine Rolle: Alle Sparpläne laufen über einen festen Ausführungsweg. Für Einzelorders und die Suche nach dem besten Kurs zu einem bestimmten Zeitpunkt ist die Auswahl aber ein Vorteil gegenüber Neobrokern mit nur einem Handelspartner.

Krypto: Direktkauf mit 0,6 Prozent

Flatex bietet direkten Kauf von Kryptowährungen an. Die Gesamtkosten inklusive Spreads liegen bei 0,6 Prozent pro Transaktion. Das ist kein Null-Euro-Angebot, aber deutlich günstiger als viele Krypto-Börsen. Eine eigene Krypto-Wallet und externe Transfers sind nicht vorgesehen. Wer Krypto als Beimischung im regulären Depot halten und gelegentlich handeln will, findet bei Flatex eine einfache Lösung. Wer Coins selbst verwahren oder transferieren will, braucht einen anderen Weg.

Gemeinschaftsdepot und Kinderdepot: Beide möglich

Flatex bietet sowohl ein Gemeinschaftsdepot als auch ein Kinderdepot an, beide ohne Depotgebühr. Das Kinderdepot ist inzwischen digital eröffnungsfähig, was einen früheren Kritikpunkt beseitigt. In der Praxis berichten Nutzer trotzdem von Schwierigkeiten bei der Eröffnung, lange Bearbeitungszeiten und viel Papierkommunikation mit dem Support. Die technische Möglichkeit der digitalen Eröffnung ist vorhanden, die praktische Erfahrung dahinter variiert stark.

Für Paare ist das Gemeinschaftsdepot ohne Zusatzkosten eine sinnvolle Option, um gemeinsam zu investieren und den gemeinsamen Sparerpauschbetrag von 2.000 Euro pro Jahr in einem Depot zu nutzen. Das gibt es bei den meisten Neobrokern nicht. Flatex und Consorsbank sowie die ING sind in dieser Hinsicht besser aufgestellt als Trade Republic oder Scalable Capital.

Zinsen auf Guthaben: Null Euro

Das ist Flatex‘ größter Schwachpunkt im Direktvergleich: Auf nicht investiertes Guthaben zahlt Flatex 0 Prozent Zinsen. Kein Tagesgeldkonto, kein Guthaben-Zins, kein Verrechnungskonto mit Verzinsung. Das Geld, das auf dem Konto liegt und nicht investiert ist, bringt absolut nichts. Bei Trade Republic bekommst du 2,25 Prozent pro Jahr auf dein Guthaben. Bei Consorsbank sind es 1,00 Prozent dauerhaft und 3,40 Prozent für Neukunden. Bei Flatex sind es 0.

Wer monatlich einen Sparplan ausführt und sonst kein Cash auf dem Konto liegen hat, spürt das kaum. Wer aber vor einer größeren Investition Geld sammelt oder einen Puffer auf dem Konto hält, verliert bei Flatex Geld im Vergleich zu Alternativen. 10.000 Euro ein Jahr bei Flatex geparkt kostet dich im Vergleich zu Trade Republic rund 225 Euro an entgangenen Zinsen. Das ist kein kleiner Betrag.

Die Flatex App: Beste App-Bewertung im Vergleich

Die Flatex App bekommt im Apple App Store 4,5 von 5 Sternen und im Google Play Store ebenfalls 4,5 Sterne. Das ist die beste App-Bewertung unter allen hier besprochenen Brokern. iOS- und Android-Nutzer sind gleich zufrieden, was bei Brokern selten vorkommt. Die App deckt alle wesentlichen Funktionen ab: Depotübersicht, Orderaufgabe, Sparplan-Verwaltung, Kursübersichten und Kontoverwaltung.

Was die App nicht kompensiert: Die negativen Erfahrungen betreffen hauptsächlich den Support und Kontooperationen, nicht die App selbst. Eine gute App macht einen schlechten Support nicht besser. Aber für die reine Nutzererfahrung beim täglichen Investieren ist die Flatex-App eines der besten Werkzeuge am Markt.

Sicherheit: FlatexDEGIRO Bank AG mit BaFin-Vollbanklizenz

Flatex läuft unter der FlatexDEGIRO Bank AG, einer vollregulierten deutschen Bank unter BaFin-Aufsicht. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und im Insolvenzfall geschützt. Barguthaben auf dem Verrechnungskonto sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) bis 100.000 Euro pro Kunde gesichert.

Die Vollbanklizenz ist ein Vertrauensfaktor. Flatex ist kein Fintech-Startup mit einer Wertpapierfirmen-Lizenz, sondern eine regulierte Bank. Die Kapitalertragsteuer wird automatisch abgeführt, Freistellungsaufträge werden direkt im Depot verwaltet. Flatex ist ein steuereinfacher Broker: Gewinne musst du nicht selbst in der Steuererklärung angeben.

Depot eröffnen bei Flatex

Die Kontoeröffnung läuft vollständig digital: Personalausweis oder Reisepass, VideoIdent, fertig. Eine Mindesteinlage gibt es nicht. Neukunden erhalten als Einstiegsbonus 20 Trades ohne Ordergebühr für die ersten drei Monate. Das sind drei Monate mit 20 kostenfreien Orders, was zum Ausprobieren des Angebots reichlich ausreicht.

Das Kinderdepot ist formal digital eröffnungsfähig, in der Praxis berichten Nutzer aber von mehr Aufwand als bei der Standard-Eröffnung. Wer ein Kinderdepot eröffnen will, sollte sich auf möglicherweise längere Bearbeitungszeiten einstellen und die Korrespondenz mit dem Support im Blick behalten. Das ist kein technisches Problem, sondern eine operative Schwäche, die im Kundenfeedback regelmäßig auftaucht.

Flatex vs. Trade Republic vs. Scalable Capital vs. Consorsbank

Kriterium Flatex Trade Republic Scalable Capital Free Consorsbank
Ordergebühr 5,90 Euro (flat) 1 Euro 0 Euro 9,95 Euro (mind.)
Große Order 20.000 Euro 5,90 Euro 1 Euro 0 Euro 54,95 Euro
ETF-Sparpläne 2.122 (0 Euro) 2.000+ (0 Euro) 2.500+ (0 Euro) 1.705 (0 Euro)
Aktien-Sparpläne 1.143 (1%) alle (0 Euro) alle (0 Euro) 4.224 (1,5%)
Mindest-Sparrate 25 Euro 1 Euro 1 Euro 10 Euro
Zinsen dauerhaft 0% 2,25% p.a. 0% (Free) 1,00% p.a.
Gemeinschaftsdepot Ja Nein Nein Ja
Kinderdepot Ja Nein Nein Ja (per Post)
Krypto Ja (0,6%) Ja Ja Nein (nur ETPs)
App-Bewertung 4,5 / 4,5 sehr gut sehr gut 4,0 / 3,3
Support-Qualität Schwach Mittel Mittel Mittel

Für wen lohnt sich Flatex?

Flatex lohnt sich, wenn du regelmäßig große Einmalanlagen tätigst. Der Flat-Fee-Vorteil von 5,90 Euro pro Order ist bei Ordergrößen über 3.000 Euro gegenüber Consorsbank und ING spürbar. Wer einmal pro Quartal 10.000 Euro investiert statt monatlich 3.000 Euro per Sparplan, spart mit Flatex im Vergleich zu prozentualen Ordergebühren erheblich. Das ist eine legitime Anlage-Strategie, besonders bei Selbstständigen und Freiberuflern mit unregelmäßigem Einkommen.

Flatex lohnt sich außerdem für Anleger, die ein Gemeinschaftsdepot oder Kinderdepot ohne Zusatzkosten wollen und gleichzeitig Wert auf eine gute App legen. Die 4,5-Sterne-App auf iOS und Android ist der beste Wert im Vergleich. Wer die Investitionen mobil und übersichtlich verwalten will, ist bei Flatex technisch gut aufgestellt.

Wer aber dauerhaft gute Zinsen auf Tagesgeld will, ist bei Flatex klar falsch. 0 Prozent auf Guthaben ist 2026 kein wettbewerbsfähiges Angebot. Trade Republic zahlt 2,25 Prozent. Bei größeren Cash-Positionen macht das einen erheblichen Unterschied. Und wer absehbar mal auf Support angewiesen ist, sollte die 61-Prozent-negativen-Bewertungen auf Finanztip ernst nehmen. Gute Preise helfen wenig, wenn eine fehlerhafte Steuerbuchung wochenlang nicht korrigiert wird.

Das Urteil: 3,5 von 5 Sternen

Flatex hat ein starkes Preismodell für große Einmalanlagen und eine überdurchschnittliche App, kombiniert mit einem sehr breiten ETF-Sparplan-Angebot und einer echten Vollbank im Hintergrund. Die null Prozent Zinsen auf Guthaben und der nachweislich schwache Support ziehen die Gesamtbewertung klar nach unten. Wer selten Support braucht, kein Cash parkt und von der Flat-Fee profitiert, bekommt bei Flatex ein gutes Depot. Für alle anderen gibt es bessere Optionen.

Häufige Fragen zu Flatex

Was kostet eine Order bei Flatex?

Flatex berechnet für eine Standard-Order 5,90 Euro pauschal, unabhängig vom Ordervolumen. Über Direkthandelspartner wie Gettex, LS Exchange oder Tradegate kostet eine Order nur 2,00 Euro pauschal. Über Xetra gelten andere Konditionen: 5,97 Euro plus eine volumenabhängige Clearing-Gebühr, mindestens 8,27 Euro. ETF-Sparpläne werden kostenlos ausgeführt. Neukunden erhalten für die ersten drei Monate 20 Trades ohne Ordergebühr.

Gibt es Zinsen auf Guthaben bei Flatex?

Nein. Flatex zahlt keine Zinsen auf Guthaben im Verrechnungskonto. Das ist der deutlichste Nachteil im Vergleich zu Trade Republic (2,25% p.a.) oder Consorsbank (1,00% p.a. Bestandskunden). Wer Geld auf dem Konto parkt, bekommt bei Flatex dafür nichts. Wer Cash-Guthaben verzinst haben will, ist bei einem anderen Anbieter besser aufgehoben.

Wie viele ETF-Sparpläne bietet Flatex?

Flatex bietet über 2.122 sparplanfähige ETFs an. Alle sind ohne Ausführungsgebühr besparbar. Die Mindest-Sparrate liegt bei 25 Euro, eine Maximal-Sparrate gibt es nicht. Ausführungstage sind der 1., 7., 15. und 23. jeden Monats, Ausführungsintervalle reichen von zweiwöchentlich bis jährlich. Das ist eines der größten ETF-Sparplan-Angebote auf dem deutschen Markt.

Was sind die Premium-ETFs bei Flatex?

Premium-ETFs sind eine Auswahl von 746 ETFs von Anbietern wie Amundi, iShares, Vanguard, WisdomTree und Xtrackers, die als Einmalanlage ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro ohne Ordergebühr gekauft werden können. Das gilt zusätzlich zum kostenlosen Sparplan. Wer also 2.000 Euro auf einmal in einen der Premium-ETFs investieren will, zahlt 0 Euro Order-Gebühr. Die genaue Liste ändert sich regelmäßig und ist auf flatex.de einsehbar.

Bietet Flatex ein Kinderdepot an?

Ja. Das Flatex-Kinderdepot ist ohne Depotgebühr und formal digital eröffnungsfähig. In der Praxis berichten viele Nutzer von langen Bearbeitungszeiten und viel Korrespondenz mit dem Support. Das technische Angebot stimmt, die operative Umsetzung hinter den Kulissen hat laut Nutzerbewertungen Schwächen. Wer ein Kinderdepot braucht und dabei möglichst wenig Aufwand haben will, sollte die Erfahrungen auf Bewertungsportalen vorab lesen.

Wie ist der Support bei Flatex?

Das ist der schwächste Punkt bei Flatex. Auf dem Erfahrungsportal von Finanztip sind 61 Prozent der Bewertungen negativ. Die häufigsten Kritikpunkte: wochenlange Wartezeiten auf Antworten, formlose Standardreplies auf konkrete Anfragen, falsche Steuerberechnungen bei Dividenden und Splits. Solange alles reibungslos läuft, ist der Support kein Problem. Sobald du ein Problem hast, kann es sehr aufwändig werden, das lösen zu lassen. Für Anleger, die nie auf Support angewiesen sind, ist das kein Ausschlusskriterium. Für alle anderen ist es ein ernstes Risiko.

Wie sicher ist Flatex?

Flatex läuft unter der FlatexDEGIRO Bank AG, einer vollregulierten deutschen Bank mit BaFin-Vollbanklizenz. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und im Insolvenzfall nicht Teil der Insolvenzmasse. Barguthaben auf dem Verrechnungskonto sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) bis 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. Flatex ist kein Fintech-Startup, sondern eine regulierte Bank mit jahrzehntelanger Geschichte.

Wird bei Flatex die Steuer automatisch abgeführt?

Ja. Flatex ist ein steuereinfacher Broker. Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden automatisch beim Verkauf und bei Ausschüttungen einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Du musst Gewinne aus dem Flatex-Depot nicht selbst in der Steuererklärung eintragen. Freistellungsaufträge kannst du direkt im Depot hinterlegen, um deinen Sparerpauschbetrag (1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro für Ehepaare) zu nutzen. Trotzdem gibt es Nutzerbeschwerden über fehlerhafte Steuerberechnungen, was ein operatives Problem des Supports ist, nicht ein grundsätzliches.

Kann ich bei Flatex auch ein Gemeinschaftsdepot eröffnen?

Ja. Das Gemeinschaftsdepot bei Flatex ist kostenlos und ermöglicht es zwei Personen, gemeinsam ein Depot zu führen. Das ist besonders für Ehepaare interessant, die den gemeinsamen Sparerpauschbetrag von 2.000 Euro pro Jahr nutzen wollen. Beide Kontoinhaber haben gleiche Zugriffsrechte. Anders als bei Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital ist das Gemeinschaftsdepot bei Flatex eine echte Option, die tatsächlich verfügbar ist, nicht nur auf der Roadmap.

Was kostet Krypto bei Flatex?

Flatex berechnet für Krypto-Käufe und -Verkäufe 0,6 Prozent Gesamtkosten inklusive Spreads. Das gilt für direkte Kryptowährungskäufe im Depot. Eine eigene Krypto-Wallet oder Transfers zu externen Wallets sind nicht möglich. Krypto bleibt bei Flatex verwahrt. Wer Bitcoin oder Ethereum als Depotbeimischung kaufen und halten will, ohne eine eigene Wallet zu führen, findet bei Flatex eine einfache Option. Für aktive Krypto-Trader mit hohen Volumen gibt es spezialisierte Anbieter mit günstigeren Konditionen.