Broker-Test · 09/2026
Direktbank
Consorsbank
Etablierte Vollbank der BNP Paribas Gruppe mit starken Tools
Gesamtwertung
Das Wichtigste in 20 Sekunden
Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.
01 · Konditionen
Was kostet Consorsbank?
02 · Sicherheit
Regulierung und Schutz
03 · Messverfahren
So entsteht die Note 4,1
Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.
04 · Vollständiger Test
Der Test von Consorsbank
Consorsbank gibt es seit 1994. Das macht sie zu einer der ältesten Online-Banken Deutschlands überhaupt. Was 1994 als Pionier des Online-Brokerages startete, gehört heute als BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland zu einem der größten Finanzkonzerne der Welt. Vollbanklizenz, Nürnberger Sitz, BaFin-Aufsicht. Das ist kein Fintech-Startup, das morgen vielleicht weg ist, sondern eine etablierte Bank mit einem ausgewachsenen Depot-Angebot.
Das Hauptprofil ist klar: Consorsbank ist ein Sparplan-Broker. Über 1.700 ETF-Sparpläne sind ab sofort alle kostenlos ausführbar, hinzu kommen rund 4.200 Aktiensparpläne und knapp 600 Fondssparpläne. Wer langfristig und regelmäßig investieren will, findet hier eines der breitesten Sparplan-Angebote auf dem deutschen Markt, kombiniert mit vier wählbaren Ausführungstagen pro Monat und einer Mindeststartrate von nur 10 Euro.
Der Haken ist bekannt: Einzelorders sind teuer. 4,95 Euro plus 0,25 Prozent, mindestens aber 9,95 Euro pro Order. Wer jeden Monat einen ETF für 500 Euro kaufen will, zahlt dafür knapp 11 Euro. Bei Trade Republic wären das 1 Euro, bei Scalable Capital im Free-Tarif 0 Euro. Consorsbank lohnt sich für Sparplan-Anleger fast ohne Einschränkungen. Für aktive Einzeltransaktionen ist sie dagegen teurer als die meisten Konkurrenten.
Consorsbank auf einen Blick
| Kriterium | Consorsbank |
|---|---|
| Depotgebühr | 0 Euro |
| Ordergebühr (Standard) | 4,95 Euro + 0,25% (mind. 9,95 Euro, max. 69 Euro) |
| Ordergebühr Tradegate | 0,95 Euro (Neukunden 12 Monate), danach 3,95 Euro |
| ETF-Sparpläne | 1.705, alle 0 Euro |
| Aktien-Sparpläne | 4.224, Kosten 1,5% der Sparrate |
| Fondssparpläne | 577 |
| Mindest-Sparrate | 10 Euro |
| Max. Sparrate | 10.000 Euro |
| Ausführungstage | 1., 7., 15., 23. jeden Monats |
| Ausführungsintervall | Monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich |
| Handelsplätze | 50+ |
| Zinsen (Neukunden) | 3,40% p.a. (5 Monate, Tagesgeldkonto) |
| Zinsen (Bestandskunden) | 1,00% p.a. |
| Neukunden-Bonus | Bis 500 Euro Barprämie + 12 Monate 0,95 Euro-Orders |
| Steuerverrechnung automatisch | Ja |
| Gemeinschaftsdepot | Ja |
| Kinderdepot (Junior-Depot) | Ja (Antrag per Post) |
| Krypto direkt | Nein (nur Krypto-ETPs) |
| Inaktivitätsgebühr | Keine |
| VL-Sparen | Ja |
| App iOS / Android | 4,0 / 3,3 Sterne |
| Regulierung | BaFin (Vollbank) |
| Einlagensicherung | 100.000 Euro gesetzlich + BdB-Fonds |
Was kostet das Consorsbank Depot wirklich?
Die Depotgebühr ist null, und das ohne Bedingungen. Keine Mindestorder pro Jahr, keine Inaktivitätsgebühr, kein Girokonto-Zwang. Das ist ein deutlicher Unterschied zu manchen anderen Anbietern, die Konten nach Inaktivität belasten. Wer sein Depot ein Jahr lang nicht anfasst, zahlt bei Consorsbank trotzdem nichts.
Bei den Ordergebühren wird es komplizierter. Über Tradegate zahlen Neukunden in den ersten 12 Monaten nur 0,95 Euro pro Order. Das ist nah am Neobroker-Niveau und ein echter Vorteil für den Einstieg. Nach diesem Zeitraum steigen die Gebühren. Das Standardmodell kostet 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens, mindestens 9,95 Euro, höchstens 69 Euro. Wer also 2.000 Euro in einen ETF investiert, zahlt 9,95 Euro. Bei 5.000 Euro sind es 17,45 Euro.
Wer über Xetra handeln will, zahlt noch mehr: 6,90 Euro plus 0,25 Prozent, mindestens 11,90 Euro. An US-Börsen wie NYSE oder NASDAQ werden sogar 19,95 Euro als Mindestgebühr fällig, plus 0,25 Prozent. Das macht US-Aktien bei Consorsbank teuer für kleinere Orders. Gettex und LS Exchange sind günstiger: je 1,95 Euro. Frankfurt und Stuttgart liegen bei 2,95 Euro plus variable Börsenplatzentgelte.
Für Sparplan-Anleger, die nie eine Einzelorder aufgeben, spielt das alles keine Rolle. ETF-Sparpläne sind kostenlos, und die Ausführung läuft automatisch. Wer aber ab und zu eine Einmalanlage machen will, bezahlt das bei Consorsbank deutlich mehr als bei Scalable oder Trade Republic.
| Kostenart | Consorsbank | Trade Republic | Scalable Capital Free | ING |
|---|---|---|---|---|
| Depotgebühr | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro |
| Ordergebühr | 9,95 Euro (mind.) | 1 Euro | 0 Euro | 4,90 Euro + 0,25% |
| ETF-Sparplan | 0 Euro (1.705 ETFs) | 0 Euro (2.000+ ETFs) | 0 Euro (2.500+ ETFs) | 0 Euro (900+ ETFs) |
| Aktien-Sparplan | 1,5% der Sparrate | 0 Euro | 0 Euro | 1% (mind. 0,50 Euro) |
| Inaktivitätsgebühr | Keine | Keine | Keine | Keine |
ETF-Sparpläne: Breites Angebot, alle kostenlos
Consorsbank bietet 1.705 sparplanfähige ETFs an, und seit der Umstellung sind alle ohne Ausführungsgebühr. Das ist eine klare Verbesserung gegenüber dem früheren Modell, bei dem nur ein Teil der ETFs kostenlos war. Heute gilt: Egal welchen ETF du nimmst, die Ausführung kostet 0 Euro. Lediglich die marktüblichen Spreads und eventuelle Zuwendungen der Fondsgesellschaften fallen an, was bei allen Brokern so ist.
Die Auswahl ist gut strukturiert: Aktien-ETFs, Anleihen-ETFs, Rohstoffe, Immobilien, Geldmarkt, Krypto-ETPs. Alle großen Weltportfolio-Klassiker sind dabei: MSCI World, MSCI All Country World, S&P 500, FTSE All-World, Emerging Markets. Wer ein klassisches 2- oder 3-ETF-Portfolio besparen will, findet hier alle nötigen Bausteine.
Die Mindestrate liegt bei 10 Euro, die Maximalrate bei 10.000 Euro pro Sparplan. Das ist eines der flexibelsten Bandbreiten auf dem Markt. Besonders praktisch: Consorsbank bietet vier verschiedene Ausführungstage an, den 1., 7., 15. und 23. des Monats. Alle Sparplan-Ausführungen laufen über Tradegate um 9:30 Uhr. Wer die Ausführung an sein Gehaltskonto anpassen will, kann das exakt steuern.
Zusätzliche Funktionen, die Consorsbank von vielen Neobrokern unterscheiden: eine Dynamisierungsfunktion, die die Sparrate automatisch um 2,5 bis 10 Prozent pro Jahr erhöht, die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen und Dividenden, ein Auszahlplan für die spätere Entnahmephase sowie VL-Sparen für vermögenswirksame Leistungen. Letzteres ist bei den meisten Neobrokern nicht verfügbar.
Aktien- und Fondssparpläne: Umfang, der seinesgleichen sucht
Neben ETF-Sparplänen bietet Consorsbank 4.224 Aktiensparpläne. Das sind mehr als die meisten Broker überhaupt haben. Für Anleger, die neben einem ETF-Basisportfolio auch einzelne Unternehmen wie Apple, LVMH oder SAP monatlich besparen wollen, ist das ein echter Mehrwert. Die Kosten liegen bei 1,5 Prozent der Sparrate. Bei 100 Euro im Monat sind das 1,50 Euro, bei 500 Euro sind es 7,50 Euro. Das ist günstiger als eine Einzelorder, aber teurer als die 0-Euro-Aktien-Sparpläne bei Trade Republic oder Scalable Capital.
Hinzu kommen 577 Fondssparpläne für klassische aktiv gemanagte Investmentfonds. Wer bereits in bestimmte Fonds investiert ist oder auf gemanagte Produkte setzt, findet bei Consorsbank eine der größten Fondsauswahlen unter den Online-Brokern. Das macht die Bank besonders attraktiv für Anleger, die ein breites Portfolio aus ETFs, Aktien und Fonds aufbauen wollen, ohne mehrere Depots führen zu müssen.
Handelsplätze: 50 Börsen weltweit
Mit über 50 Handelsplätzen hat Consorsbank eines der breitesten Börsen-Zugänge unter den deutschen Online-Brokern. Die wichtigsten deutschen Handelsplätze sind alle dabei: Xetra, Tradegate, Gettex, Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Hannover, Stuttgart und LS Exchange. Dazu kommen europäische Börsen und drei US-Handelsplätze, darunter NYSE und NASDAQ, sowie OTC-Handel.
Das macht Consorsbank interessant für Anleger, die in Wertpapiere investieren wollen, die an kleineren Regionalbörsen oder an US-Handelsplätzen gelistet sind. Auch Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind handelbar, was Consorsbank von reinen ETF-Brokern unterscheidet. Für den klassischen ETF-Sparplaner ist diese Breite nicht notwendig, für alle anderen ist sie ein Plus.
Krypto: Nur über ETPs, kein Direktkauf
Direkten Kauf von Bitcoin, Ethereum oder anderen Kryptowährungen bietet Consorsbank nicht an. Was verfügbar ist: Krypto-ETPs, also Exchange Traded Products auf Kryptowährungen. Das sind regulierte Produkte, die den Kryptokurs abbilden, ohne dass du die Coins selbst hältst. Für Anleger, die Krypto als Teil ihres Portfolios abdecken wollen ohne eine eigene Wallet zu führen, reicht das aus.
Wer jedoch Bitcoin direkt kaufen und gegebenenfalls in eine eigene Wallet transferieren möchte, ist bei Consorsbank falsch. Trade Republic und Scalable Capital bieten ebenfalls keinen Krypto-Transfer in externe Wallets. Für direkten Spot-Kauf mit Custodying braucht es einen spezialisierten Anbieter.
Gemeinschaftsdepot und Kinderdepot: Beide verfügbar
Consorsbank gehört zu den wenigen Brokern, die sowohl ein Gemeinschaftsdepot als auch ein Kinderdepot (Junior-Depot) anbieten. Für Paare, die gemeinsam investieren und auch steuerlich als Gemeinschaft agieren wollen, ist das Gemeinschaftsdepot eine echte Möglichkeit, die Trade Republic oder Scalable Capital schlicht nicht haben.
Das Junior-Depot ermöglicht es Eltern, ein Depot im Namen des Kindes zu eröffnen und die steuerlichen Freibeträge des Kindes zu nutzen. Jedes Kind in Deutschland hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Ein Kinderdepot mit 50.000 Euro Depotwert und 2% Ausschüttung würde also keine Steuern auslösen. Das ist ein realer Vorteil für langfristig planende Familien.
Ein Nachteil: Das Junior-Depot lässt sich nicht vollständig digital eröffnen. Der Antrag muss per Post eingeschickt werden. Das ist aufwändiger als bei Anbietern, die alles online erledigen. Wer Kinderdepots ohne Papierkram bevorzugt, sollte das vorab prüfen.
Zinsen auf dem Tagesgeldkonto: Gut für Neukunden, mäßig danach
Consorsbank bietet ein integriertes Tagesgeldkonto. Neukunden erhalten für die ersten fünf Monate 3,40 Prozent pro Jahr auf ihr Guthaben. Das ist attraktiv, wenn man frisch einzahlt oder Geld vor dem Investieren parkt. Nach den fünf Monaten fällt der Zinssatz auf 1,00 Prozent pro Jahr für Bestandskunden.
Das ist weniger als bei Trade Republic (2,25% p.a. dauerhaft) oder Scalable Capital (2,5% p.a.), aber immer noch besser als überhaupt keine Verzinsung. Wer dauerhaft Cash geparkt haben will und auf gute Konditionen angewiesen ist, sollte das berücksichtigen. Als kurzfristiger Puffer ist das Tagesgeldkonto bei Consorsbank gut geeignet.
Zusätzlich gibt es für Neukunden beim Depotübertrag eine gestaffelte Barprämie von bis zu 500 Euro. Das ist ein konkreter Anreiz, ein bestehendes Depot von einem anderen Anbieter zu übertragen. Je nach Depotwert lohnt sich das rein rechnerisch erheblich.
Die Consorsbank App: Solide, aber nicht begeisternd
Die Consorsbank App hat im Apple App Store 4,0 von 5 Sternen. Im Google Play Store liegt sie bei 3,3 Sternen. Das ist ein Unterschied, den man kennen sollte: iOS-Nutzer sind deutlich zufriedener als Android-Nutzer. Die häufigsten Kritikpunkte auf Android betreffen Stabilität und Ladezeiten.
Funktional ist die App vollständig: Sparplan einrichten und anpassen, Einzelorders aufgeben, Tagesgeldkonto verwalten, Depotübersicht, Kurse abrufen. Nichts davon ist auf den Desktop beschränkt. Die Oberfläche wirkt solider und ausgereifter als bei manchen Neobrokern, gleichzeitig aber auch etwas weniger modern. Wer eine cleane Neobroker-App gewohnt ist, braucht kurze Eingewöhnung.
Die Desktop-Oberfläche ist umfangreicher und für aktive Nutzer besser geeignet. Alle Sparplan-Einstellungen, Orderhistorie und Kontoübersichten sind dort zugänglicher als in der App. Wer mehrere Sparpläne gleichzeitig verwaltet oder öfter die Performance überprüft, wird den Desktop vorziehen.
Sicherheit: Vollbank unter BaFin-Aufsicht mit starker Einlagensicherung
Consorsbank ist keine Wertpapierfirma, sondern eine Vollbank. Das bedeutet: BaFin-Aufsicht, Vollbanklizenz, die volle gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde. Dahinter steht BNP Paribas S.A., einer der größten Finanzkonzerne der Welt mit einer Bilanzsumme im Billionenbereich. Das Ausfallrisiko ist damit so gering wie bei kaum einem anderen Broker.
Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse, egal was mit der Bank passiert. Diese Sicherheit gilt bei allen regulierten deutschen Brokern und ist kein Alleinstellungsmerkmal von Consorsbank, aber es ist wichtig, es klar zu nennen.
Was Consorsbank zusätzlich von vielen anderen unterscheidet: Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) schützt Einlagen deutlich über die gesetzliche Grenze von 100.000 Euro hinaus. Die genaue Sicherungsgrenze hängt vom Eigenkapital der Bank ab und liegt bei Consorsbank im Millionenbereich pro Kunde. Für die allermeisten Privatanleger ist das irrelevant, für große Vermögen aber ein echter Unterschied.
Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden von Consorsbank automatisch an das Finanzamt abgeführt. Das ist der Standard bei deutschen Vollbanken. Consorsbank ist also ein steuereinfacher Broker, du musst nichts selbst in der Steuererklärung eintragen, solange du deinen Freistellungsauftrag korrekt eingerichtet hast.
Depot eröffnen: Digital möglich, Junior-Depot per Post
Das Standard-Depot bei Consorsbank lässt sich vollständig online eröffnen. Personalausweis oder Reisepass, VideoIdent, fertig. Eine Mindesteinlage gibt es nicht. Die Eröffnung dauert typischerweise weniger als 20 Minuten, und der Zugang ist sofort nach Identifizierung aktiv.
Das Junior-Depot ist die Ausnahme: Hier ist eine postalische Antragstellung notwendig. Das dauert entsprechend länger und ist für viele ein Nachteil gegenüber volldigitalen Anbietern. Wer ein Kinderdepot eröffnen will, sollte das bei der Brokerauswahl einkalkulieren.
Für Neukunden lohnt es sich, die aktuellen Konditionen zu prüfen: Die 0,95-Euro-Order für 12 Monate über Tradegate kombiniert mit dem Tagesgeld-Aktionszins von 3,40 Prozent für fünf Monate und der bis zu 500-Euro-Barprämie für den Depotübertrag macht den Einstieg konkret günstiger als im Dauerbetrieb. Der Willkommensbonus ist realer Wert, kein Marketing-Versprechen.
Consorsbank vs. Trade Republic vs. Scalable Capital vs. ING
| Kriterium | Consorsbank | Trade Republic | Scalable Capital Free | ING |
|---|---|---|---|---|
| Ordergebühr Einmalanlage | 9,95 Euro (mind.) | 1 Euro | 0 Euro | 4,90 Euro + 0,25% |
| ETF-Sparpläne | 1.705 (alle 0 Euro) | 2.000+ (0 Euro) | 2.500+ (0 Euro) | 900+ (0 Euro) |
| Aktien-Sparpläne | 4.224 (1,5%) | alle Aktien (0 Euro) | alle Aktien (0 Euro) | 1% (mind. 0,50 Euro) |
| Fondssparpläne | 577 | Keine | Keine | Ja |
| Mindest-Sparrate | 10 Euro | 1 Euro | 1 Euro | 1 Euro |
| Ausführungstage | 4 Tage (1/7/15/23) | 1 Tag | 1 oder 15 | 1 oder 15 |
| Zinsen (dauerhaft) | 1,00% p.a. | 2,25% p.a. | 0% (Free) | 0% |
| Steuer automatisch | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Gemeinschaftsdepot | Ja | Nein | Nein | Ja |
| Kinderdepot | Ja (per Post) | Nein | Nein | Ja |
| VL-Sparen | Ja | Nein | Nein | Ja |
| Handelsplätze | 50+ | 1 (Market Maker) | Xetra + Gettex | Xetra + Gettex |
| Krypto direkt | Nein | Ja | Ja | Nein |
Für wen lohnt sich Consorsbank?
Consorsbank ist die richtige Wahl, wenn du ein breites Sparplan-Portfolio mit ETFs, Aktien und Fonds unter einem Dach aufbauen willst. 1.705 kostenlose ETF-Sparpläne, 4.224 Aktiensparpläne und 577 Fondssparpläne in einem einzigen Depot, das ist ein Angebot, das kein reiner Neobroker so hat. Wer monatlich automatisch in zehn verschiedene Positionen sparen will, ohne dafür drei verschiedene Konten zu führen, findet bei Consorsbank die nötige Breite.
Consorsbank lohnt sich außerdem für Familien. Das Gemeinschaftsdepot für Paare und das Junior-Depot für Kinder sind Angebote, die Trade Republic und Scalable Capital beide nicht haben. Eltern, die frühzeitig für ihre Kinder investieren und die steuerlichen Freibeträge des Kindes nutzen wollen, kommen an Consorsbank und der ING kaum vorbei. Das Junior-Depot ist umständlicher einzurichten als bei manchen Anbietern, aber es existiert.
Wer dagegen hauptsächlich Einzelorders aufgibt und dabei so wenig wie möglich zahlen will, ist bei Scalable Capital (Free) oder Trade Republic besser aufgehoben. Die Mindestgebühr von 9,95 Euro bei Consorsbank macht kleine Orders unattraktiv. Und wer dauerhaft gute Zinsen auf sein Cash-Guthaben will, findet bei Trade Republic mit 2,25 Prozent ein deutlich besseres Angebot als die 1,00 Prozent, die Consorsbank Bestandskunden dauerhaft zahlt.
Das Urteil: 3,8 von 5 Sternen
Consorsbank ist kein Neobroker, und das ist kein Kritikpunkt. Sie ist eine ausgewachsene Bank mit einem der größten Sparplan-Angebote in Deutschland, automatischer Steuerverrechnung, Gemeinschaftsdepot, Kinderdepot, VL-Sparen und über 50 Handelsplätzen. Für Sparplan-Anleger mit breitem Portfolio-Wunsch ist das kaum zu schlagen. Der Pferdefuß sind die hohen Einzelorder-Gebühren und die im Dauerbetrieb schwachen Zinsen. Wer beides nicht braucht, bekommt bei Consorsbank mehr als gedacht.
Häufige Fragen zu Consorsbank
Ist Consorsbank sicher und seriös?
Ja. Consorsbank ist die deutsche Niederlassung von BNP Paribas S.A., einem der größten Bankenkonzerne der Welt. Sie hat eine vollständige Banklizenz und unterliegt der Aufsicht der BaFin. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesetzlich geschützt, zusätzlich ist Consorsbank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der Einlagen weit darüber hinaus sichert. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und im Fall einer Insolvenz geschützt.
Sind alle ETF-Sparpläne bei Consorsbank wirklich kostenlos?
Ja, seit der Umstellung sind alle 1.705 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr. Du zahlst 0 Euro pro Sparplan-Ausführung. Was anfällt: die marktüblichen Spreads beim Kauf über Tradegate um 9:30 Uhr und eventuelle Vertriebsprovisions-Weitergaben der Fondsgesellschaften. Das gilt aber bei allen Brokern so und ist kein Consorsbank-spezifisches Thema.
Welche Ausführungstage gibt es bei Consorsbank?
Consorsbank bietet vier Ausführungstage pro Monat: den 1., 7., 15. und 23. jeden Monats. Die Ausführung erfolgt immer über Tradegate um 9:30 Uhr. Du kannst für jeden Sparplan einen der vier Termine frei wählen und auch nachträglich anpassen. Das ist mehr Flexibilität als bei Trade Republic oder Scalable Capital, die nur einen oder zwei Termine pro Monat anbieten.
Kann ich bei Consorsbank ein Kinderdepot eröffnen?
Ja. Das Consorsbank Junior-Depot wird im Namen des Kindes geführt und ermöglicht es, die steuerlichen Freibeträge des Kindes zu nutzen. Jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr, der unabhängig von dem der Eltern gilt. Der Nachteil: Die Eröffnung läuft nicht vollständig digital. Den Antrag musst du ausdrucken, ausfüllen und per Post einschicken. Das dauert länger als bei volldigitalen Anbietern.
Führt Consorsbank die Kapitalertragsteuer automatisch ab?
Ja. Consorsbank ist ein vollständig steuereinfacher Broker. Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden automatisch beim Verkauf oder bei Ausschüttungen einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Du musst Gewinne aus dem Consorsbank-Depot nicht selbst in der Steuererklärung eintragen. Achte darauf, deinen Freistellungsauftrag korrekt einzurichten, um deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Ehepaare) auszuschöpfen.
Was kostet ein Aktien-Sparplan bei Consorsbank?
Aktiensparpläne sind bei Consorsbank nicht kostenlos. Pro Ausführung zahlst du 1,5 Prozent der Sparrate. Bei einer monatlichen Rate von 100 Euro sind das 1,50 Euro, bei 250 Euro sind es 3,75 Euro. Das ist günstiger als eine Einzelorder, aber teurer als die kostenlosen Aktiensparpläne bei Trade Republic oder Scalable Capital. Wer hauptsächlich in Aktien sparen will, sollte das in den Gesamtkostenvergleich einbeziehen. Für ETF-Sparpläne gilt weiterhin: 0 Euro Ausführungsgebühr.
Gibt es bei Consorsbank ein Gemeinschaftsdepot?
Ja. Ein Gemeinschaftsdepot können zwei Personen gemeinsam eröffnen. Das ist bei Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital nicht möglich. Das Gemeinschaftsdepot ist besonders für Ehepaare und Lebenspartnerschaften interessant, die ihre Geldanlage gemeinsam verwalten und den gemeinsamen Sparerpauschbetrag von 2.000 Euro pro Jahr in einem einzigen Depot nutzen wollen.
Welche Zinsen zahlt Consorsbank auf Guthaben?
Neukunden erhalten auf dem Tagesgeldkonto 3,40 Prozent pro Jahr für die ersten fünf Monate. Nach diesem Zeitraum gilt der reguläre Zinssatz von 1,00 Prozent pro Jahr. Das Tagesgeldkonto ist separat vom Verrechnungskonto und täglich verfügbar. Im Vergleich zu Trade Republic (2,25% dauerhaft) ist der Bestandskundenzins schwach. Als kurzfristiger Puffer bei der Kontoeröffnung ist der Aktionszins aber ein konkreter Vorteil.
Was ist der Neukunden-Bonus bei Consorsbank?
Consorsbank bietet Neukunden zwei Anreize: Erstens eine Barprämie von bis zu 500 Euro für den Übertrag eines bestehenden Depots, gestaffelt nach dem übertragenen Depotwert. Zweitens erhalten Neukunden für 12 Monate Orders über Tradegate zum Preis von 0,95 Euro statt der regulären Gebühr. Beides ist real und kein kleiner Einmalbetrag: 500 Euro Prämie für einen Depotübertrag ist ein handfester Vorteil gegenüber einem Neustart bei einem anderen Broker. Die genauen Staffelbeträge und Bedingungen solltest du direkt auf der Consorsbank-Website prüfen, da sich Aktionsbedingungen ändern können.
Kann ich bei Consorsbank VL-Sparen nutzen?
Ja. Vermögenswirksame Leistungen (VL) lassen sich bei Consorsbank über einen VL-Fondssparplan besparen. Das ist bei den meisten Neobrokern nicht möglich. Wer von seinem Arbeitgeber VL-Zuschüsse erhält, kann diese direkt in einen Fondssparplan bei Consorsbank fließen lassen. In Kombination mit der staatlichen Arbeitnehmer-Sparzulage kann das ein sinnvoller Baustein sein, besonders wenn du ohnehin ein Depot bei Consorsbank führst.