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Broker-Test · 09/2026

Direktbank

DKB

Berlin

Solide Direktbank mit Banklizenz — gut für Giro + Depot kombiniert

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

4,2/ 5im Testfeld eingeordnet
01ab 10 € (gestaffelt: 15 € ab 5.000 €, 30 € ab 20.000 € Ordervolumen)Ordergebühr
02KostenlosDepotführung
03Kostenlose SparpläneSparplan
04Kein MinimumMindesteinlage

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

DirektbankFür EinsteigerSparplan ohne Ausführungsgebühr

01 · Konditionen

Was kostet DKB?

Ordergebührab 10 € (gestaffelt: 15 € ab 5.000 €, 30 € ab 20.000 € Ordervolumen)pro Kauf oder Verkauf
DepotführungKostenloslaufende Kosten
SparplanKostenlose SparpläneAusführung
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Deutsche Kreditbank AG (BayernLB-Gruppe)
EinlagensicherungGesetzliche Einlagensicherung 100.000 € + Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe-nahen Strukturen · große Direktbank

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 4,2

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von DKB

Die DKB ist eine der bekanntesten Direktbanken Deutschlands. Über 5 Millionen Kunden, BayernLB-Tochter, seit Jahrzehnten am Markt. , und das war die DKB lange auch. Dann kam ein System-Upgrade, das viele Kunden auf die Palme brachte: Telefon-Support gestrichen, neues Interface mit fehlenden Funktionen, Wochen lange Wartezeiten per E-Mail. Der Test 2026 muss das zeigen, ehrlich und .

Gleichzeitig hat die DKB ein Preismodell, das an der richtigen Stelle fair ist. 10 Euro flat über Tradegate, ohne Prozentsatz, ohne Börsengebühren obendrauf. Das ist mehr als bei Trade Republic (1 Euro), aber weniger als bei der ING ab 5.000 Euro Ordervolumen. Und das Angebot an Handelsplätzen, darunter Tokio und Hongkong, ist wesentlich breiter als die meisten Kunden vermuten.

Lohnt sich das DKB Depot 2026? Die Antwort ist nuanciert. Für bestimmte Anleger ja. Für viele andere gibt es bessere Optionen. Dieser Test legt die Details offen.

Das DKB Depot auf einen Blick: Vollbank mit einem wichtigen Haken

Merkmal Details
Depotgebühr 0 Euro
Ordergebühr Tradegate/Gettex/Quotrix 10 Euro (bis 5.000 Euro) / 15 Euro (5.000–20.000 Euro) / 30 Euro (über 20.000 Euro)
Ordergebühr Xetra +2,50 Euro Handelsplatzpauschale
Ordergebühr ausländische Börsen +20 Euro Fremdkosten (zusätzlich zur Grundgebühr)
ETF-Sparpläne gesamt 2.118
ETF-Sparpläne kostenlos 511 (Aktionszeitraum)
Sparplangebühr regulär 1,50 Euro pro Ausführung
Aktien-Sparpläne 1.375 (alle 1,50 Euro)
Mindest-Sparrate 25 Euro
Max. Sparrate 5.000 Euro
Ausführungstage Sparplan 1., 5., 15. oder 20. des Monats
Handelsplätze 11 deutsche + 19 europäische + NYSE + 11 weitere (inkl. Tokio, Hongkong, Toronto) + 13 OTC-Partner
Krypto Krypto-ETPs (kein direkter Krypto-Handel)
Robo-Advisor Nein
Gemeinschaftsdepot Ja
Kinderdepot (Junior Depot) Ja (DKB Girokonto Pflicht)
App-Bewertung iOS/Android 4,6 / 4,6
Kundensupport Kein Telefon (nur Kontaktformular/E-Mail, Wartezeit oft Wochen)
Girokonto Pflicht Ja (bei unter 28 Jahren kostenlos; sonst ab 700 Euro/Monat Eingang kostenlos, sonst 4,50 Euro/Monat)
Zinsen Tagesgeldkonto ca. 1,00% p.a.
Regulierung BaFin + EZB (Vollbank)

Das Profil zeigt sofort: Die DKB ist kein Neobroker. Sie ist eine Vollbank mit einer integrierten Depotlösung. Das hat Vorteile (breite Handelsplatzzugang, volle Bankfunktionen), aber auch Nachteile (teurere Orders, Girokonto-Pflicht, eingeschränkter Support).

Der Haken beim Girokonto: Wann wird das „kostenlose“ Depot teuer?

Das ist die wichtigste Information, die viele DKB-Tests unter den Tisch fallen lassen. Das DKB Depot setzt ein DKB Girokonto voraus. Dieses Girokonto ist nicht in allen Fällen kostenlos:

  • Unter 28 Jahren: Das Girokonto ist grundsätzlich kostenlos. Ohne Einkommensnachweis, ohne Mindesteingang.
  • Ab 28 Jahren mit monatlichem Geldeingang ab 700 Euro: Ebenfalls kostenlos. Der Geldeingang kann Gehalt, Rente oder sonstige Überweisungen sein.
  • Ab 28 Jahren ohne 700 Euro Monatseingang: 4,50 Euro monatlich, also 54 Euro im Jahr. Nur für das Pflicht-Girokonto.

Finanztip hat die DKB aus ihrer Empfehlungsliste gestrichen, weil dieses Modell das Depot faktisch nicht mehr für alle kostenlos macht. Wer Rentner ist, selbstständig arbeitet oder das DKB-Konto nicht als Hauptkonto nutzt und keine Gutschriften drüber laufen lässt, zahlt 54 Euro pro Jahr allein für die Pflicht, ein Girokonto zu haben.

Das klingt abstrakt, ist aber konkret: Ein Trade-Republic-Depot ohne jedes Girokonto ist für jeden kostenlos. Das DKB Depot kann 54 Euro pro Jahr kosten, ohne dass du eine einzige Order aufgibst.

Was kostet eine Order bei der DKB wirklich?

Die Orderstruktur der DKB ist nach Handelsplatz unterschiedlich. Das ist entscheidend, weil die Wahl des Handelsplatzes über die Gesamtkosten entscheidet.

Tradegate, Gettex und Quotrix: Die günstigste Option

An diesen drei elektronischen Handelsplätzen berechnet die DKB keine Börsengebühren. Du zahlst nur die DKB-Grundgebühr:

Ordervolumen DKB (Tradegate)
Bis 5.000 Euro 10 Euro
5.000 bis 20.000 Euro 15 Euro
Über 20.000 Euro 30 Euro

Tradegate handelt von 8:00 bis 22:00 Uhr, deckt die meisten deutschen und europäischen Aktien sowie viele US-Titel ab. Für den Großteil der Käufe, die Privatanleger tätigen, ist Tradegate ausreichend.

Xetra: 2,50 Euro extra

An der Xetra kommt eine Handelsplatzpauschale von 2,50 Euro obendrauf. Eine Order unter 5.000 Euro kostet dann 12,50 Euro. Es gibt kaum einen Grund für Privatanleger, für diese 2,50 Euro Aufpreis auf Xetra statt Tradegate zu gehen. Liquidität und Kurse sind vergleichbar.

Ausländische Börsen: 20 Euro Fremdkosten

Hier wird es teuer. Wer direkt an ausländischen Börsen handelt, NYSE, NASDAQ, Tokio, Hongkong, Toronto, zahlt 20 Euro Fremdkosten zusätzlich zur DKB-Grundgebühr. Eine Order unter 5.000 Euro an der NYSE kostet dann 30 Euro. Das ist erheblich mehr als über Tradegate, wo US-Aktien ebenfalls handelbar sind.

Fazit für die meisten Anleger: Tradegate nehmen. Die 20-Euro-Fremdkosten bei ausländischen Börsen machen direkten Handel dort für kleine Orders unwirtschaftlich.

DKB vs. andere Broker: Wie teuer ist 10 Euro wirklich?

Ordervolumen DKB (Tradegate) Trade Republic Scalable (PRIME+) ING
500 Euro 10 Euro 1 Euro 0 Euro 6,15 Euro
1.000 Euro 10 Euro 1 Euro 0 Euro 7,40 Euro
5.000 Euro 15 Euro 1 Euro 0 Euro 17,40 Euro
10.000 Euro 15 Euro 1 Euro 0 Euro 29,90 Euro
25.000 Euro 30 Euro 1 Euro 0 Euro 62,40 Euro

Bei großen Beträgen ist die DKB günstiger als die ING, aber teurer als Trade Republic und Scalable Capital mit PRIME+-Abo. Für einen Anleger, der sechs Mal im Jahr für jeweils 2.000 Euro kauft: 60 Euro Ordergebühren bei der DKB, 6 Euro bei Trade Republic. Der Jahresunterschied beträgt 54 Euro, exakt die Girokonto-Gebühr bei ungünstiger Konstellation. Zusammen zahlt dieser Anleger bis zu 108 Euro mehr als bei Trade Republic.

ETF-Sparpläne: 2.118 zur Auswahl, 511 kostenlos

Das Sparplan-Angebot der DKB ist umfangreich. 2.118 ETFs sind sparplanfähig, das ist mehr als bei der ING (1.215) und auf Augenhöhe mit Trade Republic (2.000+). Die Auswahl deckt alle relevanten Indizes, Anbieter und Strategien ab.

Die kostenlose Sparplan-Aktion

511 ETFs sind aktuell kostenlos besparbar. Das sind Produkte von Amundi, SPDR, Xtrackers, iShares und Vanguard. Alle großen Welt-ETFs, S&P-500-ETFs und Anleihen-ETFs sind vertreten. Ob diese Aktion unbegrenzt läuft oder ein Ablaufdatum bekommt, gibt die DKB nicht offiziell bekannt. Stand Mai 2026 ist sie aktiv.

Die restlichen 1.607 ETFs kosten 1,50 Euro pro Ausführung. Bei 50 Euro Sparrate macht das 3 Prozent Kosten, bei 100 Euro 1,5 Prozent. Für Sparpläne auf Index-ETFs gibt es keinen Grund, nicht auf die kostenlosen 511 zurückzugreifen, denn MSCI World, FTSE All-World und S&P 500 sind alle dabei.

Ausführungstage und Flexibilität

Sparpläne werden am 1., 5., 15. oder 20. des Monats ausgeführt, alternativ zweimonatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Mehr Flexibilität beim Datum als die ING (nur vier Tage), aber weniger als bei Trade Republic, das auch wöchentliche Ausführungen anbietet.

Die Mindest-Sparrate liegt bei 25 Euro, das Maximum bei 5.000 Euro pro Sparplan. Im Vergleich: ING und Trade Republic beginnen ab 1 Euro. Für Anleger, die mit kleinen Beträgen starten wollen, ist die DKB keine erste Wahl.

Aktien-Sparpläne: 1.375 Titel, alle kostenpflichtig

1.375 Aktien können per Sparplan gekauft werden, das ist ein ordentliches Angebot. Jede Ausführung kostet 1,50 Euro, egal ob DAX-Titel oder US-Technologieaktie. Anders als bei ETF-Sparplänen gibt es keine kostenlosen Aktien-Sparpläne.

Trade Republic und Scalable Capital haben mehr Aktien-Sparpläne und führen sie kostenlos aus. Für Anleger, die konsequent in einzelne Unternehmen sparen wollen, sind diese Anbieter günstiger. Die 1,50 Euro bei der DKB summieren sich bei monatlichen Sparplänen auf 18 Euro im Jahr, also auf jede Aktienposition, in die du sparst.

Handelsplätze: Breiter als du denkst, inklusive Tokio und Hongkong

Hier überrascht die DKB positiv. Das Angebot an Handelsplätzen ist eines der breitesten unter deutschen Online-Brokern:

Region Handelsplätze Extra-Kosten
Deutschland 11 (inkl. Xetra, Tradegate, Gettex, Quotrix, Regionalbörsen) Tradegate/Gettex/Quotrix: 0 Euro; Xetra: +2,50 Euro; Regionalbörsen: variabel
Europa (ohne DE) 19 +20 Euro Fremdkosten
USA New York Stock Exchange +20 Euro Fremdkosten
Sonstige 11 (inkl. Tokio, Hongkong, Toronto) +20 Euro Fremdkosten
OTC 13 Direkthandelspartner je nach Partner

Tokio, Hongkong, 19 europäische Börsen: das bieten Trade Republic und Scalable Capital nicht. Wer direkt an japanischen oder asiatischen Börsen handeln will, hat bei der DKB theoretisch die Möglichkeit.

Praktisch gilt: Die 20 Euro Fremdkosten machen Direkthandel an ausländischen Börsen für kleinere Beträge unattraktiv. Wer 500 Euro in eine japanische Aktie investieren will, zahlt 30 Euro allein an Gebühren. Das ist 6 Prozent der Anlage. Sinnvoll ist der Direkthandel an ausländischen Börsen nur bei größeren Volumina, und auch dann muss der Nutzen die 20 Euro rechtfertigen.

Für die meisten Anleger: Tradegate bietet ausreichend Liquidität für europäische und viele US-Titel. Die internationalen Börsen sind ein Nice-to-have für spezifische Anforderungen.

Krypto bei der DKB: Nur über ETPs

Wer direkt Bitcoin kaufen will, ist bei der DKB falsch. Der direkte Handel mit Kryptowährungen ist nicht möglich. Was die DKB anbietet, sind Krypto-ETPs, also börsengehandelte Wertpapiere, die den Kurs einer Kryptowährung nachbilden.

ETPs (Exchange Traded Products) funktionieren ähnlich wie ETNs: Du kaufst ein reguliertes Wertpapier, das du über das normale Depot handeln kannst. Kein eigenes Wallet, kein privater Schlüssel, kein direkter Coin-Besitz. Du profitierst vom Kursverlauf, trägst aber zusätzlich das Emittentenrisiko des ETP-Anbieters.

Wer echte Krypto will: Trade Republic bietet direkten Kauf und ein App-Wallet. Wer regulierte Krypto-Exposure ausreicht: DKB-ETPs sind ein vertretbarer Weg. Die Ordergebühren entsprechen den normalen Aktienkäufen (10 Euro über Tradegate).

Robo-Advisor: Nicht vorhanden

Die DKB bietet kein automatisches Portfoliomanagement. Kein eigener Robo-Advisor, keine Partnerschaft wie ING es mit Scalable Capital hat. Wer sein Geld delegieren will, muss zu einem anderen Anbieter.

Das ist kein Fehler für den typischen DKB-Kunden, der selbst entscheidet. Aber es ist ein Nein für all jene, die nach einer verwalteten Anlage suchen und trotzdem die Vollbank-Vorteile der DKB wollen.

Gemeinschaftsdepot und Kinderdepot: Vorhanden, aber mit Hürden

Gemeinschaftsdepot

Ein Gemeinschaftsdepot für zwei Personen ist möglich, mit vollem Handelszugang für beide Inhaber. Das ist ein Vorteil gegenüber Trade Republic (kein Gemeinschaftsdepot) und Scalable Capital (kein Gemeinschaftsdepot). Beide Inhaber brauchen ein DKB Girokonto oder eröffnen gemeinsam eines.

Kinderdepot (Junior Depot)

Das Junior Depot gibt es für Minderjährige. Einschränkung: Das Kind braucht ein eigenes DKB-Kinderkonto, und mindestens ein Elternteil muss bereits ein DKB Girokonto haben. Das ist eine höhere Einstiegshürde als bei ING oder Trade Republic.

Hebelprodukte, Optionsscheine und CFDs sind für Minderjährige gesperrt. ETFs, Aktien und Fonds können normal bespart werden. Die Sparplan-Konditionen gelten genauso wie für Erwachsene.

Zinsen auf dem Verrechnungskonto: Niedriger als bei der Konkurrenz

Hier verliert die DKB klar gegen die Neobroker. Das Verrechnungskonto ist das DKB Girokonto, das kaum Zinsen bringt. Das separate DKB-Tagesgeld („DKB Cash“) zahlt aktuell etwa 1,00 Prozent pro Jahr. Das ist weit entfernt von:

  • Trade Republic: 2,25% p.a. direkt auf Depot-Guthaben
  • Scalable Capital (PRIME+): 2,5% p.a.
  • ING Verrechnungskonto: bis zu 3,20% p.a.

Wer Geld kurzfristig parkt, verliert bei der DKB Renditepotenzial. Ein Jahr mit 10.000 Euro Liquidität bedeutet etwa 125 Euro weniger als bei Trade Republic, wenn man die Zinsdifferenz rechnet. Das ist kein Kleingeld.

Die DKB App: Gut gemeint, aber mit Baustellen

Die DKB-App hat 4,6 Sterne im iOS App Store und 4,6 auf Google Play. Das klingt gut. Dahinter steckt aber eine Geschichte: Die DKB hat ihr Banking-System umgestellt und dabei ein neues App-Interface eingeführt, das viele Nutzer als unfertig beschreiben.

Was fehlt nach dem System-Wechsel

Watchlists sind in der neuen App nicht vollständig vorhanden. Erweiterte Charts fehlen. Einige Funktionen, die im alten System selbstverständlich waren, sind im neuen Interface noch nicht implementiert oder schwerer zugänglich. Nutzerbeschwerden darüber häufen sich in den App-Stores und Foren.

Das ist kein fundamentales Problem für jemanden, der einmal im Monat einen Sparplan einrichtet und nie draufschaut. Es ist aber ein echter Rückschritt für Anleger, die ihr Portfolio aktiv beobachten und mehrere Watchlists pflegen wollen.

Was die App kann

Banking und Depot in einer Oberfläche: Girokonto-Stand, Kreditkarte, Depot-Portfolio, Orderaufgabe, Sparplan-Verwaltung. Das ist der Komfort der vollintegrierten Bankbeziehung, den reine Broker-Apps nicht bieten.

TAN-Freigabe läuft über die App (Push-TAN) oder einen ChipTAN-Generator. Wer auf Hardware-TANs besteht, bekommt dieses etwas altmodische, aber sichere Verfahren. Neobroker bieten meist nur App-basierte Bestätigung.

Der größte Kritikpunkt: Kein Telefon-Support mehr

Die DKB hat den telefonischen Kundensupport eingestellt. Das ist für eine Bank mit über 5 Millionen Kunden eine mutige Entscheidung, die für viele Kunden ein Albtraum ist.

Kontakt läuft nur noch über das Kontaktformular oder per E-Mail. Reaktionszeiten von mehreren Wochen werden in Nutzerbewertungen regelmäßig genannt. Wer ein Problem hat, das sofortige Antwort braucht, ein gesperrtes Konto, eine verdächtige Transaktion, ein technisches Problem bei einer Order, bekommt keinen direkten Ansprechpartner.

ING hat einen Kundendienst 365 Tage im Jahr von 7:30 bis 22:00 Uhr, erreichbar per Telefon und Chat. Trade Republic hat einen Chat-Support. Die DKB zieht hier klar den Kürzeren.

Das ist kein theoretischer Kritikpunkt. In einer Broker-Test-Redaktion taucht das als häufigster Beschwerdegrund auf. Wenn du deine Bankgeschäfte ohne jegliche Supportprobleme abwickelst, merkst du davon nichts. Wenn aber mal etwas schiefläuft, ist die DKB 2026 kein entspannter Partner.

Sicherheit beim DKB Depot: Vollbank-Standard

Die DKB Deutsche Kreditbank AG ist eine vollregulierte Direktbank, beaufsichtigt von der BaFin und der Europäischen Zentralbank. Als Tochtergesellschaft der BayernLB steht sie auf einem soliden institutionellen Fundament.

Einlagensicherung

Guthaben auf dem Girokonto (dem Verrechnungskonto) sind bis 100.000 Euro pro Kunde durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die DKB ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der höheren Schutz bieten kann.

Wertpapiere als Sondervermögen

Aktien, ETFs und Fonds im Depot sind juristisch Sondervermögen. Sie gehören nicht zur Insolvenzmasse der DKB. Bei einer Bankeninsolvenz werden deine Wertpapiere auf ein anderes Institut übertragen.

Technische Sicherheit

Zwei-Faktor-Authentifizierung ist Pflicht. Push-TAN via App oder ChipTAN-Generator. Konten können bei verdächtigen Aktivitäten gesperrt werden. Für Banking auf hohem Sicherheitsniveau ist die DKB gut aufgestellt.

Depot eröffnen bei der DKB: Was du wissen musst

Die Eröffnung läuft komplett online. Da das Depot ein Girokonto voraussetzt, läufst du durch zwei Schritte, wenn du noch kein DKB-Kunde bist.

Schritt 1: Girokonto beantragen

Online-Antrag, 15 bis 20 Minuten. Identifikation per VideoIdent (5 Minuten per Smartphone) oder PostIdent (Postfiliale). Das Konto wird in der Regel innerhalb von 3 bis 7 Werktagen aktiviert.

Vor der Eröffnung prüfen: Hast du monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang, der über das DKB-Konto laufen soll? Wenn nicht, und du bist über 28, zahlst du 4,50 Euro monatlich. Das ändert die Wirtschaftlichkeit des Depots erheblich.

Schritt 2: Depot hinzufügen

Sobald das Girokonto aktiv ist, beantragst du das Depot im Online-Banking. Wenige Minuten: Freistellungsauftrag einrichten (1.000 Euro p.a. bei Einzelperson, 2.000 Euro bei Verheirateten), Anlegerprofil ausfüllen, Depot aktivieren.

Schritt 3: Sparplan einrichten

In der App oder im Online-Banking, ETF auswählen, Betrag eingeben (mindestens 25 Euro), Ausführungstag wählen (1., 5., 15. oder 20.), bestätigen. Erste Ausführung erfolgt zum nächsten Sparplan-Termin.

DKB vs. Trade Republic vs. Scalable Capital vs. ING: Der Faktenvergleich

Merkmal DKB Trade Republic Scalable Capital ING
Depotgebühr 0 Euro 0 Euro 0 / 4,99 Euro/Monat 0 Euro
Ordergebühr günstigster Weg 10 Euro (Tradegate) 1 Euro 0 Euro (PRIME+) 4,90 Euro + 0,25%
Pflicht-Konto Girokonto (ggf. 4,50 Euro/Monat) Nein Nein Nein
ETF-Sparpläne (kostenlos) 511 (Aktion) 2.000+ dauerhaft 2.500+ dauerhaft 1.215 dauerhaft
Aktien-Sparpläne 1.375 (1,50 Euro je Ausführung) ca. 1.500 (kostenlos) ca. 1.300 (PRIME+ kostenlos) 529 (1,50–1,75%)
Mindest-Sparrate 25 Euro 1 Euro 1 Euro 1 Euro
Zinsen auf Cash ca. 1,00% (Tagesgeld) 2,25% p.a. 2,5% p.a. bis 3,20% p.a.
Handelsplätze 54+ (inkl. Tokio, Hongkong) 8 3 19
Krypto Krypto-ETPs ETNs + direkter Handel ETNs + einige Assets ~50 ETNs
Robo-Advisor Nein Nein Ja Ja (Scalable)
Gemeinschaftsdepot Ja Nein Nein Ja
Kinderdepot Ja (mit Hürden) Ja Nein Ja
Telefon-Support Nein (nur E-Mail) Chat Chat Ja, 365 Tage
App iOS / Android 4,6 / 4,6 4,7 / 4,4 4,6 / 4,4 4,8 / 4,6
Regulierung BaFin + EZB (Vollbank) BaFin (Wertpapierfirma) BaFin (Wertpapierfirma) BaFin + EZB (Vollbank)

Wann ist die DKB die richtige Wahl?

Du willst bei einer einzigen Bank alles bündeln: Girokonto, Kreditkarte, Depot. Du hast ohnehin 700 Euro monatlichen Geldeingang über das DKB-Konto, also ist das Girokonto kostenlos. Du willst Zugang zu exotischeren Handelsplätzen wie Tokio oder Hongkong für direkte Investitionen. Du brauchst ein Gemeinschaftsdepot mit vollintegriertem Banking. Du investierst in größeren Einmalbeträgen, wo der 30-Euro-Cap bei der DKB günstiger als ING ist.

Wann ist Trade Republic besser?

Kein Girokonto-Zwang. Günstigste Orders (1 Euro). Mehr kostenlose Sparpläne. Direkter Krypto-Handel. Höhere Zinsen auf Cash. Für reine Depot-Nutzung ist Trade Republic in fast allen Dimensionen günstiger.

Wann ist Scalable Capital besser?

Du handelst häufig und willst unbegrenzte kostenlose Orders mit PRIME+-Abo. Höchste Zinsen auf nicht investiertes Guthaben. Breitstes ETF-Sparplan-Angebot. Eigener Robo-Advisor.

Wann ist die ING besser?

Du willst kein Girokonto, aber trotzdem eine große traditionelle Bank. Telefon-Support 365 Tage im Jahr. Young Depot für unter 28-Jährige (1,90 Euro flat). Zinsen auf dem Verrechnungskonto deutlich besser als DKB.

Das Urteil: Solide, aber nicht mehr die erste Empfehlung

Das DKB Depot war jahrelang eine Empfehlung für Anleger, die eine vollintegrierte Bankbeziehung wollten. Das ist es unter Bedingungen immer noch. Aber der Glanz hat gelitten.

Die abgeschaffte Telefon-Hotline ist ein echter Rückschritt für eine Bank mit Millionen Kunden. Das unfertige neue App-Interface frustriert aktive Nutzer. Die Girokonto-Pflicht mit potenziellen 4,50 Euro monatlichen Kosten verteuert das „kostenlose“ Depot für viele Situationen. Und bei Zinsen auf Tagesguthaben liegt die DKB mit 1,00 Prozent weit hinter Trade Republic (2,25 Prozent) und Scalable Capital.

Was bleibt: ein breites Wertpapierangebot, Handelsplätze weltweit, ein solides Preis-Modell über Tradegate, und die Sicherheit einer vollregulierten Vollbank. Für bestehende DKB-Kunden mit Girokonto ist das Depot eine sinnvolle Ergänzung. Für Neueinsteiger, die ausschließlich ein Depot wollen, gibt es 2026 günstigere, flexiblere und supportstärkere Alternativen.

Unser Urteil: 3,6 von 5 Sternen. Solide Basis, aber Support und Girokonto-Kosten drücken die Bewertung.

Häufige Fragen zum DKB Depot

Brauche ich ein DKB Girokonto für das Depot?

Ja, zwingend. Das DKB Depot setzt ein DKB Girokonto als Verrechnungskonto voraus. Das Girokonto ist kostenlos für unter 28-Jährige und für alle, die monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang darüber laufen lassen. Ohne diesen Eingang und ab 28 Jahren kostet das Girokonto 4,50 Euro im Monat.

Was kostet eine Order bei der DKB?

Über Tradegate, Gettex und Quotrix: 10 Euro (bis 5.000 Euro), 15 Euro (5.000 bis 20.000 Euro), 30 Euro (über 20.000 Euro). Keine extra Börsengebühren. Über Xetra zusätzlich 2,50 Euro. Über ausländische Börsen (NYSE, Tokio, Hongkong) zusätzlich 20 Euro Fremdkosten.

Wie viele ETF-Sparpläne hat die DKB?

2.118 sparplanfähige ETFs. 511 davon können aktuell kostenlos bespart werden. Die übrigen kosten 1,50 Euro pro Ausführung. Alle großen Welt-ETFs (MSCI World, S&P 500, FTSE All-World) sind in der kostenlosen Gruppe dabei.

Wie hoch ist die Mindest-Sparrate bei der DKB?

25 Euro. Das Maximum liegt bei 5.000 Euro pro Sparplan. ING und Trade Republic bieten Sparpläne ab 1 Euro an. Für kleinere Beträge ist die DKB keine Option.

Hat die DKB einen Telefon-Support?

Nein. Die DKB hat den telefonischen Kundendienst eingestellt. Kontakt läuft nur noch über das Kontaktformular oder E-Mail, mit oft wochenlangen Reaktionszeiten. Das ist ein bekannter Schwachpunkt und ein wichtiger Faktor bei der Broker-Wahl.

Kann ich bei der DKB Krypto kaufen?

Keinen direkten Krypto. Die DKB bietet Krypto-ETPs an, börsengehandelte Wertpapiere, die Kryptokurs-Bewegungen nachbilden. Ein eigenes Wallet oder echte Coin-Übertragungen sind nicht möglich.

Wie hoch sind die Zinsen auf dem Verrechnungskonto?

Das Girokonto als Verrechnungskonto zahlt kaum Zinsen. Das separate DKB-Tagesgeld bietet aktuell etwa 1,00 Prozent pro Jahr. Das ist deutlich weniger als Trade Republic (2,25%) oder Scalable Capital (2,5%). Wer Liquidität verzinsen will, ist bei Neobrokern besser aufgehoben.

Gibt es ein Kinderdepot bei der DKB?

Ja. Das Junior Depot ist für Minderjährige gedacht. Bedingung: Das Kind braucht ein DKB-Kinderkonto, mindestens ein Elternteil ein DKB-Girokonto. Hebelprodukte sind gesperrt. ETFs, Aktien und Fonds sind normal besparbar.

Welche Handelsplätze bietet die DKB?

Sehr viele. 11 deutsche Börsen, 19 europäische Börsen, NYSE, plus 11 weitere internationale Märkte (darunter Tokio, Hongkong, Toronto) und 13 OTC-Partner. Über Tradegate (kostenlos) sind die meisten gängigen Wertpapiere erreichbar. Direkthandel an ausländischen Börsen kostet 20 Euro extra, was es für kleine Beträge teuer macht.

Lohnt sich die DKB gegenüber Trade Republic?

Für reines Depot-Sparen: Trade Republic ist in fast allen Dimensionen günstiger. 1 Euro Ordergebühr, kostenlose Sparpläne ab 1 Euro, hohe Zinsen, kein Girokonto-Zwang. Die DKB lohnt sich, wenn du die vollintegrierte Bankbeziehung willst, Gemeinschaftsdepot brauchst oder in sehr großen Einmalbeträgen investierst, wo die DKB-Pauschale die ING schlägt.