Broker-Test · 09/2026
Krypto & Multi-Asset
Bitpanda
Krypto-Spezialist mit Aktien & Edelmetallen aus einer App
Gesamtwertung
Das Wichtigste in 20 Sekunden
Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.
01 · Konditionen
Was kostet Bitpanda?
02 · Sicherheit
Regulierung und Schutz
03 · Messverfahren
So entsteht die Note 4,1
Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.
04 · Vollständiger Test
Der Test von Bitpanda
Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Bitpanda gehört im deutschsprachigen Raum zu den bekanntesten Plattformen für Krypto-Investments. Inzwischen ist der Anbieter aber deutlich breiter aufgestellt. Neben Kryptowährungen, Edelmetallen und Krypto-Indizes spielen heute auch Aktien, ETFs und ETCs eine wichtige Rolle. Genau deshalb ist Bitpanda für viele Nutzer spannend: Du bekommst viele Anlageklassen in einer einzigen App.
Die faire Einordnung ist trotzdem wichtig. Bitpanda ist kein klassischer deutscher ETF-Broker und auch keine reine Kryptobörse. Die Plattform liegt irgendwo dazwischen. Wer nur günstig einen Welt-ETF besparen will, findet oft schlankere Lösungen. Wer dagegen Krypto, Aktien und ETFs in einer Oberfläche bündeln möchte, bekommt hier ein sehr rundes Gesamtpaket.
Bitpanda 2026: Was steckt hinter der Plattform?
Bitpanda stammt aus Österreich und hat sich über Jahre vor allem als Krypto-Plattform einen Namen gemacht. Heute ist das Produkt deutlich breiter. Auf der Plattform lassen sich Kryptowährungen, Edelmetalle, Aktien, ETFs und ETCs handeln. Genau diese Multi-Asset-Logik ist der Kern von Bitpanda.
Für viele Anleger war lange ein Knackpunkt, dass Bitpanda bei Aktien und ETFs stark mit abgeleiteten Konstruktionen gearbeitet hat. Das hat sich verändert. Laut aktuellem Helpdesk bietet Bitpanda inzwischen Real Securities an. Gemeint sind echte Aktien, ETFs und ETCs, die an einer regulierten Börse gehandelt werden und als tatsächliche Anteile im Wertpapierdepot geführt werden.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Bitpanda ist damit nicht mehr nur eine einfache Krypto-App mit angehängten „Pseudo-Aktien“, sondern bewegt sich im Wertpapierbereich deutlich näher an einem echten Broker-Modell.
Besonders passend ist Bitpanda für diese Gruppen:
- Krypto-Nutzer, die zusätzlich Aktien oder ETFs in derselben App kaufen möchten
- Einsteiger, die eine sehr einfache Oberfläche schätzen
- Anleger, die kleine Beträge über Bruchstücke investieren wollen
- Nutzer, die Sparpläne für verschiedene Anlageklassen an einem Ort bündeln möchten
Weniger passend ist Bitpanda für Anleger, die ein reines Low-Cost-ETF-Depot suchen und auf maximale Kosteneffizienz im Wertpapierbereich achten.
Konditionen und Gebühren bei Bitpanda 2026
Bitpanda kommuniziert seine Gebühren heute deutlich transparenter als früher. Bei Aktien, ETFs und ETCs gilt laut aktuellem Kosteninformationsdokument vom 28. Januar 2026 eine feste Gebühr von 1 € pro Kauf- oder Verkaufsauftrag, wenn die Zahlung über die Euro-Wallet läuft. Für andere Wallet-Währungen gelten entsprechende feste Beträge in der jeweiligen Währung.
Die Depotführung selbst ist laut Kostendokument kostenlos. Auch die Verwaltungsgebühr des Wertpapierdepots beträgt 0 Euro. Das klingt zunächst gut. Man darf aber nicht bei der 1-Euro-Gebühr stehen bleiben. Bitpanda weist selbst darauf hin, dass zusätzlich Spreads, mögliche Fremdwährungskosten, Zuwendungen, Produktkosten und Steuern anfallen können.
Eröffnung des Wertpapierdepots: kostenlos
Verwaltungsgebühr des Wertpapierdepots: kostenlos
Kauf- und Verkaufsaufträge für Aktien, ETFs und ETCs: 1 € pro Trade
Sparpläne auf Aktien, ETFs und ETCs: im Rahmen der aktuellen Promotion kostenlos
Eingehender Wertpapierübertrag an Bitpanda: kostenlos
Ausgehender Wertpapierübertrag von Bitpanda: 30 € pro ISIN
Steuerabzug für Österreich und Deutschland: laut Kostendokument kostenlos
Bei kleinen Orders ist die 1-Euro-Gebühr ein echter Punkt. Bitpanda weist selbst ausdrücklich darauf hin, dass diese Gebühr bei kleinen Aufträgen einen erheblichen Prozentsatz des Orderwerts ausmachen kann. Wer also regelmäßig sehr kleine Einzelkäufe tätigt, sollte das nicht unterschätzen.
Im Krypto-Bereich arbeitet Bitpanda anders. Dort sind Aufschläge und Gebühren in den Preisen enthalten beziehungsweise werden getrennt angezeigt. Das Helpdesk erklärt, dass die Endpreise Gebühren bereits berücksichtigen. Gerade bei Krypto ist das wichtig, weil Bitpanda historisch nicht zu den billigsten Plattformen gehört hat.
Aktien, ETFs und echte Wertpapiere auf Bitpanda
Im Wertpapierbereich hat Bitpanda sichtbar aufgerüstet. Laut aktuellem deutschen Helpdesk kannst du inzwischen in über 7.500 Aktien und mehr als 2.500 ETFs investieren. Die Orders werden über eine regulierte Börse ausgeführt. Im aktuellen Kosteninformationsdokument wird Quotrix als Ausführungsplatz genannt.
Der inhaltlich wichtigste Punkt ist aber nicht nur die Auswahl, sondern die neue Eigentumslogik. Das Helpdesk zu Real Securities erklärt klar: Du hältst tatsächliche Anteile in deinem Depot und keine Derivate. Dein Eigentum wird direkt im Wertpapierdepot abgebildet. Kapitalmaßnahmen wie Dividenden, Aktiensplits oder Fusionen werden entsprechend der Regeln des Emittenten und der Börse verarbeitet.
Das ist ein klarer Fortschritt gegenüber der alten Wahrnehmung von Bitpanda Stocks als eher künstlich konstruierter Lösung. Für deutsche Anleger ist das relevant, weil es das Produkt seriöser und nachvollziehbarer macht.
Bruchstücke, kleine Beträge und Einstieg ab 1 €
Eine der praktischen Stärken von Bitpanda ist die sehr niedrige Einstiegshürde. Auf der Aktien- und ETF-Seite wirbt der Anbieter ausdrücklich damit, dass du bereits ab 1 € investieren kannst. Möglich wird das über Bruchstücke.
Bruchstücke sind besonders nützlich bei teuren Einzelaktien oder wenn du ein Depot mit kleinen Monatsraten aufbauen willst. Gleichzeitig sollte man die Grenzen kennen. Bitpanda weist darauf hin, dass Bruchteile in der Regel keine Stimmrechte verleihen, nicht übertragen und nicht verbrieft werden können. Bei Kapitalmaßnahmen werden Ansprüche anteilig gutgeschrieben und gegebenenfalls abgerundet.
Für langfristige Kleinsparer ist das meist verkraftbar. Wer allerdings auf Stimmrechte, Übertragbarkeit jedes Bruchteils oder eine sehr klassische Aktionärslogik Wert legt, sollte das bewusst einordnen.
Sparpläne: bequem, aber nicht automatisch das günstigste Modell
Bitpanda bietet Sparpläne nicht nur für Krypto, sondern auch für Aktien, ETFs und ETCs. Laut Helpdesk können Sparpläne für echte Aktien genauso eingerichtet werden wie bei anderen Assets. Die aktuelle Produktseite wirbt zudem mit kostenfreien Sparplänen für über 7.500 Aktien und 2.500 ETFs.
Das ist bequem und gerade für Einsteiger ein Pluspunkt. Man kann verschiedene Anlageklassen über eine einzige Oberfläche in den Sparmodus bringen. Genau darin liegt ein echter Vorteil von Bitpanda.
Trotzdem gilt: Komfort ist nicht automatisch maximale Kosteneffizienz. Wenn du nur zwei Standard-ETFs besparen willst, fahren Broker mit stärkerem Fokus auf den Wertpapierbereich oft günstiger oder strukturierter. Bitpanda punktet hier eher durch Bequemlichkeit und Produktbreite als durch absolute Kostenführerschaft.
Krypto und Edelmetalle: hier kommt Bitpanda ursprünglich her
Auch wenn wir hier über den Broker-Teil sprechen, darf man den Krypto- und Edelmetallbereich nicht ausblenden. Genau dort liegt ein großer Teil der Identität von Bitpanda. Für viele Nutzer ist Bitpanda attraktiv, weil sie Bitcoin, Ethereum, Edelmetalle und ETF-Sparpläne in derselben App kombinieren können.
Bei Edelmetallen nennt das deutsche Helpdesk konkrete Aufschläge:
- Gold: 0,5 % beim Kauf, 1 % beim Verkauf
- Silber: 2,5 % beim Kauf, 2 % beim Verkauf
- Platin: 2,5 % beim Kauf, 2 % beim Verkauf
- Palladium: 2,2 % beim Kauf, 1,8 % beim Verkauf
Im Krypto-Bereich arbeitet Bitpanda mit Preisaufschlägen und Netzwerkgebühren, die im Detail je nach Asset und Auszahlungsweg variieren. Das muss man wissen: Bitpanda ist bequem, aber nicht automatisch die günstigste Lösung für aktiven Kryptohandel.
Steuern: für Deutschland deutlich alltagstauglicher geworden
Ein sehr wichtiger Punkt für deutsche Nutzer ist die Steuerseite. Das aktuelle Helpdesk zum Steuerrückbehalt AT & DE erklärt, dass Bitpanda für Deutschland die steuerliche Abwicklung bei Aktien übernimmt. Genannt werden dort unter anderem die FIFO-Logik, der Steuersatz von 25 %, der Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie die Berücksichtigung der Kirchensteuer je nach Bundesland.
Außerdem nennt Bitpanda steuerpflichtige Ereignisse wie Verkäufe, Swaps und Dividenden. Der deutsche Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr lässt sich laut Helpdesk direkt in der App steuern. Das ist für deutsche Nutzer ein echter Vorteil, weil Bitpanda damit deutlich alltagstauglicher wird als internationale Plattformen ohne deutsche Steuerlogik.
Wichtig ist aber die Trennung der Produktbereiche: Im Krypto-Segment gelten teilweise andere steuerliche Logiken als bei echten Wertpapieren. Wer beides bei Bitpanda nutzt, sollte das sauber auseinanderhalten.
Übertrag, Onboarding und regulatorische Hürden
Ein weiterer Punkt, der Bitpanda von sehr einfachen Krypto-Apps unterscheidet, ist der Wertpapier-Onboarding-Prozess. Mit der Einführung von Real Stocks und komplexen ETFs verlangt Bitpanda laut Helpdesk zusätzliche regulatorische Schritte. Dazu gehören:
- Bestätigung der persönlichen Daten
- Erfassung der Steueridentifikationsnummer
- ein kurzer Kenntnistest für komplexe ETFs und ETCs
Das ist kein Nachteil, sondern eher ein Zeichen dafür, dass der Wertpapierbereich ernster reguliert und professioneller aufgesetzt ist als früher. Für absolute Anfänger kann das trotzdem etwas sperriger wirken.
Positiv ist der Depotübertrag an Bitpanda. Laut Kosteninformationsdokument ist ein eingehender Wertpapierübertrag kostenlos. Das aktuelle Helpdesk erklärt zudem, wie der Übertragungsprozess gestartet wird. Für ausgehende Überträge nennt das Kostendokument 30 € pro ISIN. Das ist kein Drama, aber auch nicht besonders billig, falls du dein Depot später wieder verlagern willst.
Bitpanda vs. Trade Republic, Scalable Capital und Finanzen.net Zero
Im Vergleich zu Trade Republic, Scalable Capital oder Finanzen.net Zero fällt sofort auf: Bitpanda ist weniger ein reiner Wertpapierbroker und stärker eine Investment-App für mehrere Anlageklassen. Das ist die größte Stärke und gleichzeitig die größte Schwäche.
Stärken im Vergleich:
- Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle in einer App
- sehr niedrige Einstiegshürden
- bequeme Sparplanlogik über mehrere Produktbereiche
- seit der Real-Securities-Umstellung deutlich glaubwürdiger im Aktienbereich
Schwächen im Vergleich:
- 1 € je Trade ist bei kleinen Einzelkäufen nicht besonders günstig
- Spreads und weitere Produktkosten können die Rendite belasten
- für reine ETF-Sparer gibt es fokussiertere und oft günstigere Alternativen
- Krypto und Wertpapiere in einer App klingen praktisch, machen die Plattform aber auch weniger klar
Vorteile
- sehr einfache und moderne App
- Aktien, ETFs, Krypto und Edelmetalle an einem Ort
- echte Wertpapiere statt alter Derivate-Struktur
- Investieren ab 1 € über Bruchstücke
- kostenlose Sparpläne im aktuellen Aktionsmodell
- deutsche Steuerabwicklung für Wertpapiere alltagstauglich
Nachteile
- 1 € pro Trade kann bei kleinen Orders teuer wirken
- zusätzliche Spreads und Fremdwährungskosten möglich
- Krypto-Bereich nicht zwingend günstig
- Bruchstücke haben eingeschränkte Rechte
- für reine ETF-Sparer oft nicht die klarste Lösung
Für wen eignet sich Bitpanda?
Bitpanda eignet sich besonders für Anleger, die verschiedene Anlageklassen in einer App bündeln wollen. Wenn du Krypto, Aktien, ETFs und vielleicht auch Edelmetalle kombinieren möchtest, ist die Plattform sehr bequem. Auch für Einsteiger mit kleinen Beträgen ist der Zugang niedrigschwellig.
Weniger geeignet ist Bitpanda für Anleger, die ein reines Wertpapierdepot mit maximaler Kosteneffizienz suchen. Wer nur langfristig ETFs besparen will, findet oft spezialisiertere Broker mit klarerer Preisstruktur.
Unser Fazit zu Bitpanda 2026
Bitpanda ist 2026 deutlich reifer als in den Jahren, in denen der Anbieter vor allem als Krypto-App mit angehängtem Aktienprodukt wahrgenommen wurde. Die Einführung von Real Securities hebt die Plattform im Wertpapierbereich sichtbar auf ein besseres Niveau. Dazu kommen die starke Multi-Asset-Logik, eine gute App und die Möglichkeit, schon mit kleinen Beträgen loszulegen.
Der Haken liegt nicht in der Bedienung, sondern in den Gesamtkosten und in der Produktlogik. Für kleine Einzelorders sind 1 € pro Trade spürbar. Im Krypto-Bereich ist Bitpanda bequem, aber nicht immer günstig. Für reine ETF-Sparer ist die Plattform deshalb nicht automatisch die beste Wahl.
Unterm Strich ist Bitpanda vor allem dann stark, wenn du eine einzige App für mehrere Anlageklassen willst und bereit bist, für diesen Komfort etwas mehr zu zahlen. Wer genau das sucht, bekommt heute ein deutlich besseres Produkt als noch vor wenigen Jahren.
Häufige Fragen zu Bitpanda
Was kostet der Kauf von Aktien und ETFs bei Bitpanda?
Laut aktuellem Kosteninformationsdokument kostet ein Kauf- oder Verkaufsauftrag für Aktien, ETFs und ETCs 1 € pro Trade. Dazu können weitere Kosten wie Spreads oder Fremdwährungskosten kommen.
Sind Bitpanda Aktien und ETFs echte Wertpapiere?
Ja. Laut aktuellem Helpdesk bietet Bitpanda inzwischen Real Securities an. Du hältst dabei tatsächliche Anteile in deinem Wertpapierdepot und keine Derivate.
Gibt es bei Bitpanda kostenlose Sparpläne?
Ja. Bitpanda wirbt aktuell mit kostenlosen Sparplänen für viele Aktien, ETFs und ETCs im Rahmen des laufenden Aktionsmodells.
Kann ich bei Bitpanda mit kleinen Beträgen investieren?
Ja. Über Bruchstücke kannst du laut Plattform bereits ab 1 € in Aktien und ETFs investieren.
Übernimmt Bitpanda die Steuern für deutsche Nutzer?
Im Wertpapierbereich ist Bitpanda für Deutschland deutlich alltagstauglicher geworden. Laut Helpdesk werden steuerliche Regeln wie Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und FIFO-Logik berücksichtigt.
Für wen ist Bitpanda besonders geeignet?
Vor allem für Anleger, die Krypto, Aktien, ETFs und weitere Anlageklassen bequem in einer einzigen App kombinieren möchten.