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Broker-Test · 09/2026

Krypto & Multi-Asset

Kraken

San Francisco / Remote

Etablierte Krypto-Börse mit niedrigen Trading-Gebühren

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

3,9/ 5im Testfeld eingeordnet
01Maker 0,25 % / Taker 0,40 % (Krypto, staffelbar)Ordergebühr
02KostenlosDepotführung
03Kein Sparplan im AngebotSparplan
0410 € (Mindestkauf)Mindesteinlage

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Krypto & Multi-Asset

01 · Konditionen

Was kostet Kraken?

OrdergebührMaker 0,25 % / Taker 0,40 % (Krypto, staffelbar)pro Kauf oder Verkauf
DepotführungKostenloslaufende Kosten
SparplanKein Sparplan im AngebotAusführung
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

Regulierungreguliert (mehrere Jurisdiktionen, EU-Ausbau)
SchutzangabenHohe Sicherheitsstandards · langjährig etablierte Krypto-Börse

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 3,9

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Kraken

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Kraken gehört seit Jahren zu den bekanntesten Krypto-Plattformen weltweit. Der Anbieter ist deutlich nüchterner als viele bunte App-Konkurrenten, und genau das ist für viele Nutzer ein Pluspunkt. Du bekommst hier keine klassische ETF-Welt, sondern eine Krypto-Plattform mit echter Börsenlogik, großer Coin-Auswahl und im Vergleich zu vielen anderen Anbietern eher fairen Handelskosten.

Die faire Einordnung ist trotzdem wichtig. Kraken ist kein normaler Broker für Aktien und ETFs. Wenn du ein Depot für Welt-ETFs suchst, bist du hier falsch. Wenn du dagegen echte Kryptowährungen handeln, per wiederkehrendem Kauf besparen oder per Orderbuch günstiger kaufen willst als bei vielen bequemen Standard-Apps, ist Kraken 2026 einer der interessanteren Anbieter.

Kraken 2026: Was steckt hinter der Plattform?

Kraken ist eine internationale Krypto-Plattform mit langer Marktgeschichte. Der Anbieter wurde 2011 gegründet und ist damit einer der älteren großen Namen im Markt. Für Privatanleger heißt das vor allem: Kraken wirkt weniger wie eine reine Marketing-App und mehr wie ein Handelsplatz mit klarer Trading-Struktur.

Im Alltag zeigt sich das an zwei Ebenen. Einerseits gibt es den einfachen Kauf direkt in der normalen Kraken-Oberfläche oder App. Andererseits gibt es mit Kraken Pro die günstigere und für viele erfahrene Nutzer sinnvollere Variante über das Orderbuch. Genau diese Trennung ist bei Kraken wichtig, weil sie stark über die tatsächlichen Kosten entscheidet.

extraETF ordnet Kraken im aktuellen Test klar als Krypto-Broker mit echten Coins ein. Finanztip nennt Kraken ebenfalls als Plattform für den Kauf echter Bitcoins, spricht aber keine Empfehlung aus. Genau das passt zur Gesamtlogik: Kraken ist in vielen Punkten gut, aber nicht automatisch für jeden Nutzer die beste Wahl.

Besonders passend ist Kraken für diese Gruppen:

  • Krypto-Nutzer, die echte Coins statt ETPs kaufen wollen
  • Anleger, die beim Kauf stärker auf Gebühren achten
  • Nutzer, die wiederkehrende Käufe oder Sparplan-ähnliche Krypto-Orders suchen
  • fortgeschrittene Anleger, die lieber mit Limit-Orders als mit teurem Sofortkauf arbeiten

Weniger passend ist Kraken für Nutzer, die ein klassisches deutsches Depot mit Aktien, ETFs und bequemer Steuerwelt suchen.

Konditionen und Gebühren bei Kraken 2026

Der wichtigste Pluspunkt von Kraken sind die Kosten im Vergleich zu vielen anderen großen Krypto-Plattformen. Im Orderbuch von Kraken Pro nennt extraETF aktuell 0,25 % Maker-Gebühr und 0,40 % Taker-Gebühr. Kraken selbst erklärt im Help Center, dass die Gebühren im Orderbuch je nach 30-Tage-Volumen, Markt und Maker-/Taker-Rolle zwischen -0,02 % und 0,40 % liegen können.

Damit ist Kraken bei diszipliniertem Handel deutlich günstiger als viele App-first-Konkurrenten. Gleichzeitig sollte man die zweite Gebührenwelt nicht ausblenden. Laut offiziellem Gebührenverzeichnis berechnet Kraken für Sofort-Kauf/Verkauf und wiederkehrende Trades 1 % Trading-Gebühr. Für benutzerdefinierte Orders nennt Kraken 1,5 %.

Das ist der Knackpunkt: Kraken kann günstig sein, wenn du Kraken Pro oder das Orderbuch sauber nutzt. Kraken kann aber auch deutlich teurer werden, wenn du nur den bequemen Sofortkauf antippst.

Die wichtigsten Kosten im Überblick:
Depotführung: kostenlos
Kryptoverwahrung laut extraETF: kostenlos
Kraken Pro laut extraETF: 0,25 % Maker und 0,40 % Taker
Kraken laut offiziellem Gebührenverzeichnis für Sofort-Kauf und wiederkehrende Trades: 1 %
benutzerdefinierte Orders laut Kraken: 1,5 %
Spread: variabel
Mindesteinzahlung laut extraETF: 1 €
Mindestordervolumen laut extraETF: 0,50 €

Gerade bei Krypto gilt: Die sichtbare Trading-Gebühr ist nicht alles. Kraken weist selbst darauf hin, dass Spread-Überschüsse anfallen können. Für kostenbewusste Nutzer bleibt die praktische Konsequenz deshalb klar: Wenn du Kraken nutzt, solltest du verstehen, wann du besser über Kraken Pro und Limit-Orders arbeitest.

Wiederkehrende Käufe: fast ein Krypto-Sparplan, aber eben nicht kostenlos

Kraken bietet wiederkehrende Orders an. Laut offiziellem Support lassen sich automatische Käufe täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich einrichten. Unterstützt werden dabei unter anderem dein Cash-Guthaben, Kartenzahlungen sowie in der App Apple Pay oder Google Pay.

Für viele Privatanleger ist das der Sparplan-Ersatz im Kryptobereich. Der Haken liegt wie so oft bei den Kosten. Kraken schreibt selbst, dass die jeweilige Transaktionsgebühr vor Abschluss angezeigt wird. Gleichzeitig gilt laut Gebührenverzeichnis für wiederkehrende Trades die 1 % Trading-Gebühr. Das ist okay, aber eben nicht so günstig wie der klassische Pro-Handel.

Wenn du sehr bequem regelmäßig kleine Beträge in Bitcoin oder Ethereum schieben willst, ist das praktisch. Wenn du maximale Kosteneffizienz suchst, wirst du mit manuell gesetzten Pro-Orders oft günstiger fahren.

Echte Coins und große Auswahl: hier spielt Kraken seine Stärke aus

Kraken ist kein Krypto-Beibrot eines Brokers, sondern eine echte Krypto-Plattform. extraETF nennt aktuell über 550 Kryptowährungen im Marketing und 391 in der eigenen Datenbank. Das zeigt vor allem eines: Das Angebot ist groß. Finanztip bewertet Kraken ebenfalls als Handelsplatz für echte Bitcoins, die du auf Wunsch auch auf ein eigenes Wallet übertragen kannst.

Für die Praxis ist entscheidend, dass du bei Kraken physische Coins kaufst und nicht bloß ein börsengehandeltes Ersatzprodukt. Das macht die Plattform für Nutzer interessant, die ihre Assets nicht nur halten, sondern später auch transferieren oder außerhalb der Plattform nutzen wollen.

Die Mindestschwelle ist niedrig. extraETF nennt ein Mindestordervolumen von 0,50 €. Das ist für kleine Einstiege angenehm und macht Kraken auch für Anfänger zugänglich, obwohl der Anbieter insgesamt eher etwas technischer wirkt als manche simplen App-Konkurrenten.

Ein- und Auszahlungen: solide, aber mit Details, die du kennen solltest

Bei den Fiat-Einzahlungen ist Kraken breit aufgestellt. extraETF nennt aktuell SEPA, Kreditkarte, PayPal, Apple Pay und SWIFT als Einzahlungswege. Im offiziellen Help Center listet Kraken für Fiat-Einzahlungen und Auszahlungen je nach Region verschiedene Verarbeiter, Gebühren und Bearbeitungszeiten.

Wichtig für europäische Nutzer ist vor allem die SEPA-Seite. In einem Support-Artikel zu Auszahlungsoptionen nennt Kraken für SEPA-/SEPA-Echtzeit-Auszahlungen über Openpayd 1 € Gebühr bei einer Bearbeitungszeit von 0 bis 3 Werktagen. Das ist nicht teuer, aber eben auch nicht komplett kostenlos wie bei manchen Wettbewerbern.

Zusätzlich weist Kraken auf mögliche Sicherheits-Sperrfristen hin. Bestimmte Käufe per Karte, PayPal oder digitaler Wallet können laut Help Center eine 72-Stunden-Auszahlungssperre auslösen. Das ist kein Dealbreaker, sollte aber niemanden überraschen, der direkt nach dem Kauf Coins abziehen will.

Staking auf Kraken: bequem, aber ohne Sicherheitsromantik

Kraken bietet auch 2026 weiterhin Onchain-Staking an. Der offizielle Supporttext ist dabei wohltuend klar. Kraken schreibt ausdrücklich, dass das Konto kein Bankkonto ist und dass weder das Konto noch gestakete Assets durch eine Einlagensicherung wie FDIC oder SIPC oder eine vergleichbare Organisation geschützt sind.

Genau diese Nüchternheit ist gut. Kraken verkauft Staking nicht als harmlosen Bonus, sondern erklärt die reale Konstruktion. Rewards werden laut Kraken variabel ausgeschüttet und spiegeln wider, was On-Chain verdient wurde, abzüglich der Kraken-Gebühr. Das ist bequem, aber eben nicht risikolos.

Für Nutzer, die Staking einfach innerhalb einer Plattform erledigen wollen, ist Kraken damit interessant. Wer maximale Eigenkontrolle will, landet früher oder später eher bei Self-Custody und nativer Onchain-Nutzung.

Steuern: machbar, aber nicht deutsch-komfortabel

Für deutsche Nutzer ist Kraken bei der Steuerseite eher funktional als bequem. extraETF bewertet den Anbieter ausdrücklich nicht als steuereinfach. Das passt zur typischen Realität internationaler Krypto-Plattformen. Du bekommst Handel, Verwahrung und Reports, aber nicht die klassische deutsche Broker-Komfortwelt mit automatischer Abführung wie bei einem Inlandsdepot für Aktien und ETFs.

Finanztip ordnet Kraken ebenfalls nicht als Empfehlung ein, obwohl der Anbieter beim Produkt selbst ordentlich abschneidet. Ein Grund dafür liegt im Gesamtpaket aus Regulierung, Nutzbarkeit und Preis-Leistungs-Abwägung im deutschen Alltag. Die Schlussfolgerung ist deshalb einfach: Kraken ist für informierte Nutzer gut handhabbar, aber nicht die bequemste Plattform für Menschen, die sich steuerlich möglichst wenig kümmern wollen.

Kraken+ und die Frage, ob sich das Abo lohnt

Kraken baut 2026 sein Abo-Modell Kraken+ sichtbar aus. Laut offizieller FAQ übernimmt Kraken+ die Transaktionsgebühren für Trades innerhalb von Kraken, einschließlich Kauf, Verkauf, Konvertierung, benutzerdefinierter und wiederkehrender Käufe. Das klingt zunächst stark.

Trotzdem sollte man das nüchtern betrachten. Ein Abo ist nur dann sinnvoll, wenn dein Nutzungsprofil dazu passt. Wer selten handelt, spart mit einem Monatsmodell oft wenig. Wer regelmäßig bequem per App oder wiederkehrender Order kauft, kann davon eher profitieren. Für disziplinierte Nutzer, die ohnehin meist über Kraken Pro handeln, ist Kraken+ nicht automatisch die beste Antwort.

Kraken vs. Coinbase, Bitpanda und Bison

Im Vergleich zu Coinbase ist Kraken bei den eigentlichen Handelskosten oft klar im Vorteil. Gerade im Pro-Handel sind die Gebühren niedriger. Coinbase wirkt dafür für manche Einsteiger etwas glatter und stärker auf Massenmarkt getrimmt.

Im Vergleich zu Bitpanda ist Kraken klarer als Krypto-Plattform positioniert. Bitpanda will Multi-Asset-App sein. Kraken will in erster Linie Krypto sauber abbilden. Wer nur Krypto will, findet diese Fokussierung oft angenehmer.

Im Vergleich zu Bison ist Kraken breiter und professioneller im Trading. Bison bleibt für viele deutsche Nutzer aber einfacher zu greifen. Finanztip empfiehlt aktuell Bison, Bitvavo und Finst beim Bitcoin-Kauf, Kraken dagegen nicht. Das ist kein Vernichtungsurteil gegen Kraken, sondern eher ein Hinweis darauf, dass Kraken nicht für jeden Privatanleger die klarste Standardlösung ist.

Vorteile

  • im Pro-Handel vergleichsweise günstige Gebühren
  • große Auswahl an echten Kryptowährungen
  • wiederkehrende Käufe möglich
  • Staking integriert
  • nüchterne und recht klare Gebührenlogik
  • für aktive Nutzer deutlich interessanter als viele reine Kauf-Apps

Nachteile

  • Sofort-Kauf deutlich teurer als Kraken Pro
  • steuerlich nicht so bequem wie ein deutscher Inlandsbroker
  • Auszahlungssperren nach bestimmten Zahlungsarten möglich
  • Plattform wirkt auf absolute Anfänger etwas technischer
  • kein klassisches Depot für ETFs oder Aktien

Für wen eignet sich Kraken?

Kraken eignet sich besonders für Nutzer, die Krypto ernsthaft als eigene Anlageklasse sehen und nicht unnötig viel an Gebühren verschenken wollen. Wenn du echte Coins kaufen, per Orderbuch handeln oder langfristig per wiederkehrenden Käufen investieren willst, ist Kraken 2026 eine starke Option.

Weniger geeignet ist die Plattform für Anleger, die eigentlich ein deutsches Einfach-Depot suchen oder sich steuerlich und technisch so wenig wie möglich mit Krypto befassen wollen. Dann sind andere Plattformen für den Einstieg oft leichter.

Unser Fazit zu Kraken 2026

Kraken ist 2026 eine der stärkeren Krypto-Plattformen für Nutzer, die auf echte Coins, brauchbare Handelsfunktionen und vernünftige Kosten achten. Vor allem im Pro-Handel ist der Anbieter klar attraktiver als viele bequemere, aber teurere Standard-Apps.

Der Haken liegt nicht im Kernprodukt, sondern in der Nutzung. Wer nur blind per Sofort-Kauf oder bequemer Oberfläche kauft, zahlt auch bei Kraken mehr als nötig. Wer die Plattform versteht, bekommt dagegen ein solides, recht breites und vergleichsweise faires Krypto-Angebot.

Unterm Strich ist Kraken vor allem dann stark, wenn du mehr willst als bloß einen hübschen Kaufen-Button. Für informierte Krypto-Nutzer gehört der Anbieter 2026 klar in die engere Auswahl.

Häufige Fragen zu Kraken

Was kostet Kraken?

Im Kraken-Pro-Handel nennt extraETF aktuell 0,25 % Maker und 0,40 % Taker. Laut offiziellem Gebührenverzeichnis kosten Sofort-Kauf und wiederkehrende Trades dagegen 1 %.

Kann ich bei Kraken echte Kryptowährungen kaufen?

Ja. Kraken handelt mit echten Coins und nicht nur mit ETPs oder abgeleiteten Wertpapieren. Das ist eine der Kernstärken der Plattform.

Gibt es bei Kraken so etwas wie einen Sparplan?

Ja. Kraken bietet wiederkehrende Orders an. Du kannst automatische Käufe täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich einrichten.

Ist Kraken günstig?

Das hängt stark vom Nutzungsweg ab. Über Kraken Pro ist der Anbieter eher günstig. Über den einfachen Sofort-Kauf wird Kraken deutlich teurer.

Ist Kraken für deutsche Nutzer steuereinfach?

Eher nicht. Kraken ist für informierte Nutzer gut handhabbar, aber nicht so bequem wie ein deutscher Inlandsbroker mit automatischer Steuerabwicklung im klassischen Wertpapierbereich.

Für wen ist Kraken besonders geeignet?

Vor allem für Nutzer, die echte Coins kaufen, auf Gebühren achten und lieber eine solide Krypto-Plattform als eine reine Komfort-App nutzen wollen.