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Broker-Test · 09/2026

Direktbank

Targobank

Düsseldorf

Filialbank-Depot mit persönlicher Beratung

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

3,6/ 5im Testfeld eingeordnet
01Direkthandel 4,90 €, börslich ab 8,90 €Ordergebühr
02Kostenlos (Direkt-Depot)Depotführung
031,5 % pro AusführungSparplan
04Kein MinimumMindesteinlage

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Direktbank

01 · Konditionen

Was kostet Targobank?

OrdergebührDirekthandel 4,90 €, börslich ab 8,90 €pro Kauf oder Verkauf
DepotführungKostenlos (Direkt-Depot)laufende Kosten
Sparplan1,5 % pro AusführungAusführung
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Crédit Mutuel Gruppe
EinlagensicherungGesetzliche Einlagensicherung 100.000 € + Einlagensicherungsfonds des BdB · europäische Großbankgruppe

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 3,6

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Targobank

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Die Targobank ist 2026 kein Broker für Leute, die einfach nur die billigste App suchen. Du bekommst hier eher eine klassische große Universalbank mit echter Filialstruktur, mehreren Depotmodellen und einem Wertpapierangebot, das deutlich stärker nach Beratung und Banklogik klingt als nach Neobroker. Genau das kann ein Vorteil sein. Es kostet dich aber oft mehr Geld, sobald du regelmäßig normal handelst.

Die faire Einordnung ist deshalb klar: Die Targobank ist als Bank groß, als Broker aber ziemlich segmentiert. Sie hat nicht nur ein Depot, sondern gleich mehrere Modelle mit sehr unterschiedlichen Regeln. Für Einsteiger unter 28, für Familien mit Junior-Depot oder für Kunden, die bewusst Filialservice wollen, kann das gut passen. Für kostenbewusste ETF-Sparer im Standarddepot ist die Targobank dagegen eher mittelmäßig.

Targobank 2026: große Bank, viele Depotmodelle, klare Zielgruppen

Die Targobank ist nicht als einzelner Spezialbroker gebaut, sondern als Vollbank mit Wertpapiergeschäft. Das spürst du sofort. Auf der offiziellen Depotübersicht unterscheidet die Bank zwischen Direkt-Depot, Klassik-Depot, Plus-Depot, Starter-Depot und zusätzlich dem Junior-Depot. Das ist mehr Auswahl, als viele reine Onlinebroker überhaupt anbieten.

Gerade weil die Targobank eine große Bank ist, lohnt sich eine saubere Trennung. Denn je nach Depotmodell bekommst du andere Vorteile, andere Kosten und teilweise sogar ein anderes Sparplanbild. Das ist einerseits flexibel. Andererseits wirkt es schnell unnötig kompliziert, wenn du nur simpel ETFs besparen willst.

Depotmodell Zielgruppe Kerngedanke Auffällige Besonderheit
Direkt-Depot Selbstentscheider Online handeln ohne Beratung außerbörslich ab 4,90 €, nur für Neukunden ohne Targobank-Depot in den letzten 12 Monaten
Klassik-Depot Standardkunden klassische Basis mit Beratung Online-Orders 0,25 % vom Volumen, mind. 8,90 €, max. 34,90 €
Plus-Depot Beratungsorientierte Anleger Kostensicherheit gegen Volumenentgelt 1,75 % p.a. aufs Depotvolumen, dafür ETFs ohne Orderprovision und 50 Free-Trades pro Jahr
Starter-Depot 18 bis 27 Jahre junger Einstieg mit Sparplanvorteilen viele Fonds- und ETF-Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag bzw. Orderkosten
Junior-Depot Kinder unter 18 früher Vermögensaufbau bis 18 kostenlos, ETF- und Fondssparpläne ohne Orderkosten

Schon an dieser Tabelle siehst du das Hauptthema der Targobank: Nicht ein einziges pauschal gutes Depot, sondern ein System aus Bankmodellen. Wenn du in die richtige Schublade passt, kann das sinnvoll sein. Wenn nicht, zahlst du schnell für Struktur, die du gar nicht brauchst.

Normale Orders: klassisch, berechenbar, aber nicht billig

Im normalen Wertpapierhandel fährt die Targobank eine klassische Banklogik. Laut offizieller Depotübersicht und Preis- und Leistungsverzeichnis kostet eine Online-Order bei Aktien, Anleihen, ETFs und ähnlichen Wertpapieren 0,25 % vom Ordervolumen, mindestens 8,90 € und maximal 34,90 €. Das gilt auch telefonisch über den Sprachcomputer.

Wenn du telefonisch mit einem Mitarbeiter oder direkt in der Filiale orderst, wird es deutlich teurer. Dann fallen 0,50 % vom Ordervolumen an, mindestens 34,90 €. Dazu kommen beim börslichen Handel noch Börsenplatzentgelte und mögliche fremde Kosten. Für Xetra nennt das Preisverzeichnis 2,00 €, für sonstige inländische Parkettbörsen 3,50 €.

Die wichtigsten Standardkosten im Überblick:
Depotführung: 2,50 € pro Monat
Depotführung kostenlos bei Online-Postfach oder ab 50.000 € Gesamtguthaben
Online-Order Aktien/ETFs/Anleihen: 0,25 % vom Volumen, mind. 8,90 €, max. 34,90 €
Telefon per Sprachcomputer: wie Online
Telefon mit Mitarbeiter: 0,50 % vom Volumen, mind. 34,90 €
Filialorder: 0,50 % vom Volumen, mind. 34,90 €
Xetra-Börsenplatzentgelt: 2,00 €
sonstige inländische Parkettbörsen: 3,50 €
Limitgebühr: 0,00 €

Das ist ehrlich gesagt nichts für Leute, die häufig kleine Käufe machen. Eine 1.000-Euro-ETF-Order im Klassik-Depot kostet nicht 1 Euro oder 0 Euro, sondern regulär 8,90 Euro plus bei Börsenhandel noch Börsenplatzentgelt und eventuell fremde Kosten. Gegenüber Neobrokern ist das klar teuer.

Eine Ausnahme ist das Direkt-Depot. Laut offizieller Depotübersicht und Preisverzeichnis kostet dort der außerbörsliche Handel ab 4,90 €. Wichtig ist aber die Einschränkung: Dieses Depot kann nur von Personen eröffnet werden, die in den letzten 12 Monaten kein Depot bei der Targobank hatten. Für den börslichen Handel gelten dagegen weiterhin die Klassik-Konditionen.

Depotführung: offiziell nicht pauschal kostenlos

Viele Vergleichsseiten verkürzen die Targobank hier etwas zu stark. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis beträgt das Depotführungsentgelt 2,50 € pro Monat. Es entfällt aber, wenn du das Online-Postfach nutzt und auf gleichzeitigen Postversand verzichtest oder wenn du bei der Targobank ein Gesamtguthaben von mindestens 50.000 € erreichst.

Für normale Digitalnutzer ist das praktisch meistens okay, weil das Online-Postfach heute keine ungewöhnliche Hürde mehr ist. Trotzdem ist der Punkt wichtig. Die Depotführung ist nicht völlig bedingungslos kostenlos, sondern an eine klare digitale oder vermögensbezogene Bedingung geknüpft.

ETF-Sparpläne: im Standarddepot eher schwach, in Spezialmodellen besser

Genau hier wird die Targobank spannend, aber auch unübersichtlich. Im normalen Erwachsenen-Setup schneidet sie beim ETF-Sparplan nicht besonders gut ab. Finanzfluss bewertet den Targobank ETF-Sparplan im Mai 2026 nur mit 9 von 17 Punkten und nennt 2.386 verfügbare ETF-Sparpläne, aber 0 kostenlose ETF-Sparpläne.

Die Kostenlogik dafür ist im Preisverzeichnis klar geregelt. ETF- und Aktien-Sparpläne werden zum Xetra-Kurs ausgeführt, dazu kommt eine Orderprovision von 2,5 % vom jeweiligen Ordergegenwert, mindestens 1,50 € und maximal 3,00 €. Börsenplatzentgelt und fremde Kosten fallen bei diesen Sparplänen laut Preisverzeichnis nicht zusätzlich an.

Bereich Targobank Standard-ETF-Sparplan Einordnung
Besparbare ETFs 2.386 laut Finanzfluss 05/2026 nicht winzig, aber für den Preis nicht stark genug
Kostenlose ETF-Sparpläne 0 klarer Nachteil
Sparplankosten 2,5 % pro Ausführung, mind. 1,50 €, max. 3,00 € für kleine Sparraten teuer
Mindestsparrate 50 € laut Finanzfluss höher als bei vielen Konkurrenten
Maximalsparrate 500 € laut Finanzfluss spürbar unflexibel
Intervalle monatlich, quartalsweise funktional okay, aber nicht überragend

Für einen 50-Euro-Sparplan zahlst du damit 1,50 Euro, also effektiv 3 %. Bei 100 Euro sind es 2,50 Euro. Erst ab höheren Raten deckelt der Maximalbetrag von 3,00 Euro die Kosten. Das ist besser als ein völlig offener Prozentsatz, aber gegen kostenlose Sparpläne von Trade Republic, Scalable Capital, Finanzen.net Zero oder ING sieht das trotzdem alt aus.

Die wichtige Nuance lautet aber: Starter-Depot und Junior-Depot sehen besser aus. Offiziell bewirbt die Targobank dort viele Investmentfonds- und ETF-Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag beziehungsweise Orderkosten. Beim Junior-Depot spricht die Bank sogar ausdrücklich von ETF-Sparplänen ohne Orderkosten und nennt in der FAQ ungefähr ca. 100 ETF-Sparpläne. Für junge Leute und Familien ist das ein echter Vorteil. Für normale erwachsene Standardkunden aber eben nicht automatisch.

Filialbank-Stärke: Beratung, Depotwechsel und Bankeinbindung

Die Targobank spielt ihre größte Stärke nicht über den Preis aus, sondern über Bankstruktur. Offiziell verweist sie auf rund 300 Filialen, auf persönliche Beratung und auf unterschiedliche Depotmodelle für verschiedene Lebenssituationen. Wenn du genau das willst, also nicht nur eine App, sondern eine Bank mit Ansprechpartnern, ist das ein valider Grund für die Targobank.

Auch der Depotwechsel ist offensiv eingebunden. Die Targobank wirbt aktuell mit einem kostenlosen Depotwechsel-Service und zusätzlich mit einer Wechselprämie von bis zu 5.000 €. Solche Aktionen können die Mathematik im Einzelfall verändern, vor allem wenn du ohnehin mit größerem Volumen wechseln willst. Sie machen aus einem teureren Broker aber nicht automatisch einen günstigen Broker auf Dauer.

Im Alltag wichtig ist zudem die deutsche Steuerlogik. Finanzfluss führt die automatische Abführung der Kapitalertragsteuer als vorhandenes Merkmal. Für deutsche Privatanleger ist das ein Komfortpunkt. Du musst steuerlich deutlich weniger selbst organisieren als bei vielen Auslandsbrokern.

Plus-Depot: teuer, aber wenigstens klar positioniert

Das Plus-Depot ist das ungewöhnlichste Targobank-Modell. Hier entfallen laut offizieller Seite und Preisverzeichnis die Orderprovision beim ETF-Handel und der Ausgabeaufschlag beim Kauf aktiver Fonds. Zusätzlich gibt es 50 Free-Trades pro Jahr. Klingt erst einmal attraktiv.

Der Haken ist der Preis des Modells selbst. Das Plus-Depot kostet laut offizieller Depotübersicht und Preisverzeichnis 1,75 % p.a. Volumenentgelt, mindestens jedoch 62,50 € je begonnenem Quartal. Für größere ETF-Anleger ist das regelmäßig deutlich teurer als ein normales Low-Cost-Depot. Das Modell macht nur dann Sinn, wenn du die Beratungslogik wirklich willst und die Kostensicherheit bewusst kaufst.

Kurz gesagt: Das Plus-Depot ist kein Preisprodukt, sondern ein Beratungsprodukt. Wer das falsch mit einem günstigen ETF-Depot verwechselt, wird später unnötig viel zahlen.

Targobank vs. ING, comdirect und Neobroker

Gegenüber Trade Republic oder Scalable Capital verliert die Targobank beim Standard-Preis fast immer. Normale Orders sind teurer, ETF-Sparpläne im Erwachsenendepot kosten Geld und die Modellwelt ist deutlich komplexer.

Im Vergleich zu ING oder comdirect wirkt die Targobank ebenfalls weniger attraktiv für klassische ETF-Sparer. Gerade die fehlenden kostenlosen ETF-Sparpläne im regulären Standardmodell sind hier ein spürbarer Nachteil. Die Stärke der Targobank liegt eher bei Filialservice, Depotmodellen für verschiedene Altersgruppen und bei Kunden, die Banking und Brokerage unter einem Dach bündeln wollen.

Wenn du allerdings unter 28 bist oder gezielt ein Kinderdepot suchst, sieht der Vergleich freundlicher aus. Dann hat die Targobank im eigenen System echte Sondervorteile, die im bloßen Standardpreisvergleich leicht untergehen.

Vorteile

  • große Bank mit Filialnetz und persönlicher Beratung
  • mehrere Depotmodelle für verschiedene Zielgruppen
  • Direkt-Depot mit außerbörslichem Handel ab 4,90 €
  • Starter-Depot und Junior-Depot mit deutlich besseren Sparplanvorteilen
  • deutsche Steuerlogik mit automatischer Kapitalertragsteuer
  • kostenloser Depotwechsel-Service und aktuelle Wechselprämie

Nachteile

  • Standardorders im Klassik-Depot klar teurer als bei Neobrokern
  • ETF-Sparpläne im normalen Erwachsenendepot nicht kostenlos
  • Sparplankosten von 2,5 % für kleine Sparraten schwach
  • Maximalsparrate von 500 € laut Finanzfluss unflexibel
  • Depotmodell-Struktur recht kompliziert
  • Plus-Depot für viele Anleger zu teuer

Für wen passt die Targobank wirklich?

Die Targobank passt vor allem zu drei Gruppen: erstens Bankkunden, die bewusst Filialservice und persönliche Ansprechpartner wollen. Zweitens junge Leute unter 28, die das Starter-Depot sauber nutzen können. Drittens Familien, die ein Junior-Depot für den langfristigen Vermögensaufbau suchen.

Weniger passend ist die Targobank für normale erwachsene ETF-Sparer, die primär auf niedrige Kosten achten. Genau dort ist das Angebot zu teuer und zu wenig aggressiv bepreist.

Unser Fazit zur Targobank 2026

Die Targobank ist 2026 als große Bank breiter und stärker strukturiert als viele reine Onlinebroker. Das ist ihre eigentliche Stärke. Sie kann Beratung, Filialservice, Junior-Depot, Starter-Depot und verschiedene Kundentypen unter einem Dach abbilden. Für genau diese Rolle ist sie solide.

Als Standard-ETF-Broker für kostenbewusste Erwachsene überzeugt sie dagegen nicht. Normale Orders sind teuer, ETF-Sparpläne im regulären Modell kosten Geld und das Plus-Depot ist für viele Anleger schlicht zu teuer. Die Targobank ist also kein schlechter Broker. Sie ist nur kein besonders günstiger Broker.

Unterm Strich passt sie am besten zu Nutzern, die bewusst eine große deutsche Filialbank mit Wertpapierangebot suchen und die Zusatzstruktur auch wirklich nutzen. Wenn du einfach nur möglichst günstig investieren willst, bekommst du an vielen Stellen mehr fürs Geld.

Häufige Fragen zur Targobank

Ist das Targobank-Depot kostenlos?

Nicht ganz bedingungslos. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis kostet die Depotführung 2,50 € pro Monat. Sie entfällt aber bei Nutzung des Online-Postfachs oder ab 50.000 € Gesamtguthaben bei der Targobank.

Was kostet eine normale Order bei der Targobank?

Im Online-Handel kostet eine Wertpapierorder 0,25 % vom Ordervolumen, mindestens 8,90 € und höchstens 34,90 €. Beim börslichen Handel kommen je nach Handelsplatz weitere Entgelte hinzu.

Gibt es bei der Targobank kostenlose ETF-Sparpläne?

Im regulären Erwachsenendepot laut Finanzfluss derzeit nicht. Dort werden 0 kostenlose ETF-Sparpläne ausgewiesen. Im Starter-Depot und Junior-Depot bewirbt die Targobank dagegen ETF-Sparpläne ohne Orderkosten.

Wie teuer ist ein ETF-Sparplan bei der Targobank?

Laut Preisverzeichnis kostet die Ausführung 2,5 % vom Ordergegenwert, mindestens 1,50 € und höchstens 3,00 € je Ausführung. Zusätzliche Börsenplatzentgelte oder fremde Kosten fallen bei diesen Sparplänen laut Preisverzeichnis nicht an.

Für wen lohnt sich die Targobank besonders?

Vor allem für Filialkunden, für junge Anleger im Starter-Depot und für Familien, die das Junior-Depot nutzen möchten. Für reine Low-Cost-ETF-Sparer ist sie meist nicht die beste Wahl.

Was ist der größte Nachteil der Targobank?

Der größte Nachteil ist das Preisniveau im Standardgeschäft. Normale Orders und ETF-Sparpläne im Erwachsenendepot sind im Vergleich zu Direktbanken und Neobrokern zu teuer.