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Broker-Test · 09/2026

Direktbank

Postbank

Bonn

Filialbank-Depot mit Deutsche-Bank-Backing — für Service-orientierte Anleger

Depot eröffnen** Werbelink

Gesamtwertung

3,6/ 5im Testfeld eingeordnet
01ab 9,95 € (Online-Order)Ordergebühr
02Kostenlos bei Aktivität, sonst GebührDepotführung
031 % pro AusführungSparplan
04Kein MinimumMindesteinlage

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.

Direktbank

01 · Konditionen

Was kostet Postbank?

Ordergebührab 9,95 € (Online-Order)pro Kauf oder Verkauf
DepotführungKostenlos bei Aktivität, sonst Gebührlaufende Kosten
Sparplan1 % pro AusführungAusführung
Kosten im Kontext berechnen →

02 · Sicherheit

Regulierung und Schutz

RegulierungBaFin-reguliert · Marke der Deutsche Bank AG
EinlagensicherungGesetzliche Einlagensicherung 100.000 € + Einlagensicherungsfonds des BdB · Großbank-Backing (Deutsche Bank)

03 · Messverfahren

So entsteht die Note 3,6

Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.

35%KostenDepotführung, Orderkosten, Sparplan-Gebühren, Fremdkosten
25%Sicherheit & RegulierungAufsicht (BaFin/EU), Einlagensicherung, Unternehmensstruktur
15%AngebotAktien, ETFs, Sparpläne, Anleihen, ggf. Krypto
15%Plattform & BedienungApp, Web, Order-Prozess, Übersichtlichkeit
10%ServiceSupport, Erreichbarkeit, Dokumentation
Methodik vollständig lesen →

04 · Vollständiger Test

Der Test von Postbank

Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. Die Postbank ist 2026 ein Broker für Anleger, die keine reine App-Lösung wollen. Du bekommst hier ein klassisches Wertpapierdepot mit Filialbank-Hintergrund, Anbindung an die Deutsche Bank und einer Oberfläche, die eher nach Bank als nach Fintech aussieht. Genau das kann ein Vorteil sein. Es kann dich aber auch nerven, wenn du eigentlich nur möglichst billig ETFs und Aktien handeln willst.

Die faire Einordnung ist deshalb ziemlich klar: Die Postbank ist kein Preisbrecher. Bei normalen Einzelorders ist sie im Marktvergleich eher teuer. Im Sparplanbereich sieht das Bild besser aus, vor allem weil die aktuelle Postbank-Seite bei ETF-Sparplänen mit 0,00 Euro Ausführungsgebühr wirbt. Wenn du ein solides deutsches Depot mit persönlicher Beratung, Filialnetz und klassischer Bankstruktur suchst, kann das passen. Wenn du maximale Kosteneffizienz willst, findest du oft aggressivere Alternativen.

Postbank 2026: Was steckt hinter dem Depot?

Die Postbank ist keine eigenständige Neobroker-Marke, sondern eine Niederlassung der Deutsche Bank AG. Das ist für viele Anleger mehr als ein juristisches Detail. Du kaufst hier kein ultrareduziertes Smartphone-Produkt, sondern ein Depot, das in eine große deutsche Bankstruktur eingebettet ist.

Die Bank spielt genau diese Karte auch selbst aus. Auf der offiziellen Depotseite betont die Postbank die Kombination aus digitalem Wertpapierhandel, persönlicher Beratung in der Filiale und weiteren Bankdienstleistungen unter einem Dach. Das ist altmodischer als bei Trade Republic oder Scalable Capital, aber für manche Nutzer schlicht angenehmer.

Besonders passend ist die Postbank für diese Gruppen:

  • Anleger, die ein deutsches Depot mit Bank- und Filialstruktur suchen
  • Nutzer, die Girokonto, Wertpapiere und Beratung möglichst an einem Ort bündeln wollen
  • ETF-Sparer, die mit einem kleineren, aber aktuell kostenlosen Sparplanangebot leben können
  • Anleger, die eher langfristig investieren als ständig billig zu traden

Weniger passend ist die Postbank für Nutzer, die häufig Einzelorders aufgeben, besonders preisbewusst sind oder eine moderne Low-Cost-Plattform erwarten.

Konditionen und Gebühren: bei Einzelorders klar keine Billiglösung

Die Depotführung kostet laut offizieller Postbank-Depotseite 0,00 Euro pro Quartal. Auch das Anlagekonto ist dort mit 0,00 Euro ausgewiesen. Der Depotübertrag wird auf derselben Seite ebenfalls als frei genannt. Das ist sauber und heute auch nötig, um überhaupt noch konkurrenzfähig zu sein.

Wirklich relevant werden deshalb die Orderkosten. Hier ist die Postbank deutlich klassischer unterwegs als die typischen Neobroker. Auf der offiziellen Depotseite steht, dass Aktien und ETFs an inländischen Börsen online schon ab 9,95 Euro pro Order gehandelt werden können. Noch klarer wird es in der offiziellen Konditionsübersicht.

Die wichtigsten Standardkosten im Überblick:
Depotführung pro Quartal: 0,00 €
Kontoführung Anlagekonto pro Quartal: 0,00 €
Inlandsorder bis 1.200 € Kurswert: 9,95 €
Inlandsorder bis 2.600 € Kurswert: 17,95 €
Inlandsorder bis 5.200 € Kurswert: 29,95 €
Inlandsorder bis 12.500 € Kurswert: 39,95 €
Inlandsorder bis 25.000 € Kurswert: 54,95 €
Inlandsorder über 25.000 € Kurswert: 69,95 €
Auslandsorder online: 32,95 € bis 79,95 € je nach Kurswert
Filiale oder Telefon: Online-Preis plus 13,00 €
Limit, Orderänderung und Orderstreichung bei Nichtausführung: kostenfrei

Das ist der Punkt, an dem man nichts beschönigen muss. Für Einmalkäufe ist die Postbank teuer. Wenn du regelmäßig kleinere Beträge in Einzelaktien oder ETFs investieren willst, bist du mit Anbietern wie Trade Republic, Finanzen.net Zero oder Scalable Capital fast immer günstiger unterwegs.

Es gibt allerdings Aktionen. Auf der aktuellen Wertpapier-Seite wirbt die Postbank bis zum 30. Juni 2026 mit 4,90 Euro pro Kauforder für Käufe ab 1.200 Euro in mehr als 1.800 ETFs von Xtrackers, iShares, Vanguard oder Amundi. Solche Aktionen verbessern das Bild, ändern aber nicht die Grundlogik des Brokers. Regulär bleibt die Postbank ein eher teurer Bankbroker.

ETF-Sparpläne sind aktuell deutlich attraktiver als normale Orders

Im Sparplanbereich sieht die Lage spürbar besser aus. Die aktuelle Postbank-Wertpapierseite und die ETF-Sparplan-Seiten werben mit rund 470 sparplanfähigen ETFs und 0,00 Euro pro Ausführung. Finanzfluss kommt im Mai 2026 ebenfalls auf 472 ETF-Sparpläne, davon 472 kostenlos. extraETF bestätigt denselben Größenbereich mit Datenstand 18. Mai 2026.

Das ist wichtig, weil im Netz noch ältere Postbank-Unterlagen mit 0,90 Euro pro ETF-Sparplanausführung auftauchen. Diese Unterlagen existieren, sie spiegeln aber nach aktuellem Quellenstand nicht mehr das heute beworbene ETF-Sparplanmodell wider. Für die aktuelle Einordnung zählt deshalb die offizielle Produktseite aus dem Mai 2026, nicht ein älteres Informationsblatt.

Die praktische Folge ist simpel: Als Sparplanbroker ist die Postbank heute besser, als viele alte Erfahrungsberichte vermuten lassen. Das Angebot ist mit rund 470 ETFs zwar nicht riesig. Es ist aber groß genug, um die meisten Standardlösungen für MSCI World, ACWI, FTSE All-World, Europa, Emerging Markets oder Anleihen abzudecken.

Für ETF-Sparer kommt noch ein weiterer Punkt dazu. Laut Finanzfluss liegt die Mindestsparrate bei 25 Euro, die Maximalsparrate bei 1.000 Euro. Als Intervall werden monatlich, zweimonatlich und quartalsweise genannt. Auch die Dynamisierung der Sparrate ist laut Finanzfluss möglich. Für einen klassischen Langfrist-Sparplan reicht das völlig aus.

Fonds-Sparpläne, Produktangebot und Handelswege

Die Postbank beschränkt sich nicht auf ETFs. Auf der aktuellen Wertpapier-Seite ist zusätzlich von rund 280 sparplanfähigen Fonds die Rede. Beim Fonds-Sparplan nennt die Postbank online einen maximalen Ausgabeaufschlag von 1,50 Prozent. Auf der Fondssparplan-Seite wirbt die Bank ebenfalls mit genau dieser reduzierten Online-Kondition für viele Fonds.

Beim allgemeinen Produktangebot ist die Postbank klassisch breit aufgestellt. Offiziell nennt sie Aktien, ETFs, Anleihen, Zertifikate und Fonds. Dazu kommt Direct Trade als außerbörslicher Handelsweg. Für Privatanleger heißt das: Du bekommst deutlich mehr klassische Bank-Brokerage-Struktur als bei einem Ein-Platz-Neobroker.

Das ist ein echter Vorteil, wenn du nicht nur zwei Standard-ETFs besparen willst, sondern flexibel zwischen Börsenhandel, Sparplänen und Bankumfeld wechseln möchtest. Es bleibt trotzdem dabei: Breite ist nicht automatisch Preisvorteil. Die Postbank verkauft dir eher Komfort und Bankstruktur als radikale Gebührenführerschaft.

Steuern, Depotübertrag und Alltag: genau hier punktet die Postbank

Im deutschen Alltag spielt die Postbank ihre klassischen Stärken aus. Als deutsche Bankstruktur mit Postbank-Depot und Anlagekonto ist die Steuerlogik für in Deutschland lebende Privatanleger deutlich einfacher als bei vielen Auslandsbrokern. Finanzfluss führt die automatische Abführung der Kapitalertragsteuer im ETF-Sparplan-Vergleich ausdrücklich als verfügbares Feature auf.

Auch der Depotübertrag ist laut offizieller Depotseite kostenlos. Dazu kommen kostenlose Jahressteuerbescheinigung, kostenloses Anlagekonto und die Einbindung in das gemeinsame Online-Banking. Wenn du genau solche Dinge wichtig findest, ist das mehr wert als die bloße Frage, ob eine Order 1 Euro oder 10 Euro kostet.

Ein weiterer Punkt ist die Eröffnung. Laut offizieller Depotseite kannst du das Depot online eröffnen, dich per Video-Chat legitimieren oder vor Ort in der Filiale per PostIdent. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, einen Wohnsitz in Deutschland hat und ein Girokonto als Referenzkonto besitzt, kann das Depot online eröffnen.

Filialnetz und Beratung: das ist nicht modern, aber für manche genau richtig

Viele günstige Broker sparen fast alles weg, was nach Beratung oder persönlichem Kontakt aussieht. Die Postbank macht das Gegenteil. extraETF beschreibt die Marke als Kombination aus digitalem Angebot und dichtem Netz aus rund 650 eigenen Filialen, 2.000 Partnerfilialen der Deutschen Post und 360 Beratungscentern.

Das ist kein kleiner Unterschied. Wenn du dich mit Self-Service wohlfühlst, bringt dir dieses Netz kaum einen Mehrwert. Wenn du lieber eine bekannte Bankmarke mit persönlichem Zugang willst oder ohnehin schon Postbank-Kunde bist, kann genau das der Grund sein, warum du das Depot überhaupt in Betracht ziehst.

Die Schwäche liegt auf der anderen Seite genauso offen da. Die Postbank wirkt im Brokerage nicht wie ein besonders schlanker Tech-Broker. Sie wirkt wie eine Bank, die auch Brokerage anbietet. Für viele reicht das. Für manche ist es sofort ein Ausschlusskriterium.

Postbank vs. Trade Republic, Scalable Capital und comdirect

Im Vergleich zu Trade Republic ist die Postbank fast das Gegenmodell. Trade Republic ist schlank, günstig und stärker auf einfache Standardnutzung getrimmt. Die Postbank ist teurer, traditioneller und beratungsnäher. Wenn du nur billig investieren willst, gewinnt meist Trade Republic. Wenn du eine klassische Bankoberfläche und Filialanbindung willst, kann die Postbank besser passen.

Gegenüber Scalable Capital verliert die Postbank normalerweise beim Preis und bei der ETF-Auswahl. Scalable ist im Sparplanbereich breiter und bei Einmalkäufen aggressiver. Die Postbank punktet dafür mit Bankstruktur, persönlicher Beratung und dem Gefühl eines etablierten Vollbank-Setups.

Im Vergleich zu comdirect oder ING ist die Postbank näher dran. Alle drei spielen eher in der Welt klassischer deutscher Depotanbieter als in der Welt ultrareduzierter App-Broker. Die Postbank ist dabei nicht automatisch die beste Lösung, aber sie ist in diesem Segment logisch einzuordnen.

Vorteile

  • Depotführung und Anlagekonto kostenlos
  • aktuell rund 470 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr
  • deutsche Steuerlogik mit automatischer Kapitalertragsteuer
  • Filialnetz, Beratung und Deutsche-Bank-Hintergrund
  • kostenloser Depotübertrag
  • kostenlose Limits, Orderänderungen und Streichungen bei Nichtausführung

Nachteile

  • Einzelorders regulär klar teuer
  • ETF-Auswahl im Sparplanbereich deutlich kleiner als bei vielen Neobrokern
  • Filiale oder Telefon kosten 13,00 € Aufschlag auf den Online-Preis
  • Oberfläche und Gesamtgefühl eher klassisch als modern
  • Aktionen verbessern viel, aber nicht die Grundstruktur des Preisniveaus

Für wen eignet sich die Postbank?

Die Postbank eignet sich besonders für Anleger, die ein klassisches deutsches Depot mit Beratung, Filialzugang und bekannter Bankstruktur suchen. Auch für bestehende Postbank-Kunden kann es sinnvoll sein, Girokonto und Depot zusammenzuführen. Im Sparplanbereich ist der Broker 2026 deutlich interessanter als sein Ruf, weil die ETF-Ausführung aktuell laut offizieller Produktseite kostenlos ist.

Weniger geeignet ist die Postbank für Nutzer, die viele Einzelorders möglichst billig ausführen wollen oder die modernste Nutzererfahrung erwarten. Dann wirken die Standardpreise schlicht zu hoch.

Unser Fazit zur Postbank 2026

Die Postbank ist 2026 kein schlechter Broker, aber ein sehr klar positionierter. Die Stärken liegen bei deutscher Bankstruktur, Filialnähe, Steuerkomfort und dem derzeit ordentlichen ETF-Sparplanmodell mit rund 470 kostenlosen ETF-Sparplänen. Für langfristige Anleger, die ein solides Inlandsdepot wollen und keine High-Speed-Trading-App suchen, kann das völlig reichen.

Die Schwäche liegt beim normalen Handel. Einzelorders sind teuer, besonders im Vergleich zu Neobrokern. Genau deshalb hängt die Qualität des Angebots stark davon ab, wie du das Depot nutzt. Als Sparplan- und Komfortdepot ist die Postbank brauchbar. Als Preisführer bei Einzelorders ist sie es klar nicht.

Unterm Strich passt die Postbank am besten zu Anlegern, die Bankstruktur höher gewichten als maximale Kosteneffizienz. Wenn du genau das suchst, ist der Broker 2026 besser als viele alte Vorurteile vermuten lassen. Wenn du nur billig kaufen willst, bekommst du im Markt meist mehr fürs Geld.

Häufige Fragen zur Postbank

Was kostet eine Order bei der Postbank?

Online kostet eine Inlandsorder laut offizieller Konditionsübersicht ab 9,95 € bis 1.200 € Kurswert. Je nach Ordergröße steigt der Preis stufenweise bis 69,95 €.

Ist das Postbank-Depot kostenlos?

Ja. Laut offizieller Depotseite kosten sowohl Depotführung als auch Anlagekonto 0,00 € pro Quartal.

Gibt es bei der Postbank kostenlose ETF-Sparpläne?

Ja. Die aktuellen Postbank-ETF-Seiten werben mit rund 470 ETF-Sparplänen und 0,00 € Ausführungsgebühr. Finanzfluss und extraETF bestätigen dieses Niveau im Mai 2026 ebenfalls.

Wie hoch ist die Mindestsparrate bei der Postbank?

Die Mindestsparrate liegt laut offizieller ETF-Sparplan-Seite und Finanzfluss bei 25 € pro Ausführung.

Führt die Postbank die deutsche Kapitalertragsteuer automatisch ab?

Ja. Finanzfluss nennt die automatische Abführung der Kapitalertragsteuer ausdrücklich als Feature des Postbank-Depots.

Für wen ist die Postbank besonders geeignet?

Vor allem für Anleger, die ein klassisches deutsches Depot mit Filialzugang, Steuerkomfort und kostenlosem ETF-Sparplanmodell suchen.