Broker-Test · 09/2026
Direktbank
1822direkt
Direktbank-Tochter der Frankfurter Sparkasse mit Institutssicherung
Gesamtwertung
Das Wichtigste in 20 Sekunden
Konditionen, Schutz und Alltag auf einen Blick.
01 · Konditionen
Was kostet 1822direkt?
02 · Sicherheit
Regulierung und Schutz
03 · Messverfahren
So entsteht die Note 3,7
Alle 38 Broker werden mit denselben fünf Kriterien geprüft. Die Gewichtung bleibt sichtbar, das Ergebnis bleibt vergleichbar.
04 · Vollständiger Test
Der Test von 1822direkt
Recherche-Stand des Berichts: 20. Mai 2026. 1822direkt ist einer dieser Broker, die im deutschen Markt oft etwas unter dem Radar laufen, obwohl das Angebot für viele Privatanleger ziemlich solide ist. Das Depot ist kostenlos, die Sparplanwelt inzwischen recht groß, und durch die Sparkassen-Nähe wirkt der Anbieter für manche Nutzer vertrauenswürdiger als ein reiner App-Neobroker.
Trotzdem ist 1822direkt kein Preiswunder für jeden Anwendungsfall. Bei Einmalkäufen außerhalb von Aktionen liegt der Broker klar über den günstigsten Neobrokern. Genau deshalb hängt die Bewertung stark davon ab, ob du eher langfristig per Sparplan investierst oder regelmäßig einzelne Orders aufgibst.
1822direkt 2026: Was steckt hinter dem Depot?
1822direkt ist die Direktbank-Tochter der Frankfurter Sparkasse. Anders als viele junge Neobroker kommt der Anbieter also nicht aus einer Fintech-Gründung, sondern aus der klassischen Bankenwelt. Für manche Anleger ist das ein echter Pluspunkt, weil die Struktur vertrauter wirkt und das Produkt insgesamt konservativer aufgesetzt ist.
Inhaltlich ist 1822direkt ein klassisches Wertpapierdepot mit breitem Fokus. Laut offizieller Produktseite kannst du hier Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikate handeln. Dazu kommen Sparpläne für mehrere Produktgruppen. Finanzfluss stuft das Depot im aktuellen ETF-Sparplan-Vergleich als gutes Angebot für ETF-Sparer ein, vor allem wegen der großen Auswahl.
Besonders passend ist 1822direkt für diese Gruppen:
- Anleger, die ein klassisches deutsches Depot statt einer reinen App wollen
- ETF-Sparer, die Wert auf eine große Sparplanauswahl legen
- Nutzer, die Sparkassen-Nähe und deutsche Steuerlogik schätzen
- Anleger, die auch Junior-Depots oder klassische Depotfunktionen wollen
Weniger passend ist 1822direkt für Nutzer, die möglichst billig sehr viele Einzelorders handeln wollen. Genau dort liegen die günstigsten Neobroker meist vorne.
Konditionen und Gebühren bei 1822direkt 2026
Die Depotführung ist bei 1822direkt laut offizieller Konditionsseite kostenlos. Das ist inzwischen Standard, aber trotzdem wichtig, weil der Broker damit keine laufende Grundgebühr aufbaut. Entscheidend werden deshalb die Transaktionskosten.
Für Käufe und Verkäufe an inländischen Börsen nennt 1822direkt aktuell 4,90 € Grundentgelt plus 0,25 % vom Kurswert. Das Mindestentgelt liegt bei 9,90 €, das Maximalentgelt bei 54,90 €. Zusätzlich fällt ein Handelsplatzentgelt von 2,95 € an, das im Direkthandel entfällt. Für ausländische Handelsplätze nennt die Bank 14,90 € plus 0,25 %, mindestens 19,90 €, maximal ebenfalls 54,90 €.
Das ist für Einmalkäufe nicht billig. Gleichzeitig laufen bei 1822direkt regelmäßig Sonderaktionen. Die offizielle Produktseite wirbt aktuell bis zum 30. Juni 2026 mit 2,90 € pro Aktientrade ab 1.000 € über gettex. Solche Aktionen verbessern das Bild deutlich, ändern aber nichts daran, dass die Standardkonditionen eher im Direktbank-Bereich und nicht im Neobroker-Billigsegment liegen.
Depotführung: 0 €
Inlandsorder regulär: 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert
Mindestentgelt Inlandsorder: 9,90 €
Maximalentgelt Inlandsorder: 54,90 €
Handelsplatzentgelt: 2,95 € (entfällt im Direkthandel)
Auslandsorder regulär: 14,90 € plus 0,25 %
Mindestentgelt Auslandsorder: 19,90 €
gettex-Aktion laut offizieller Produktseite bis 30.06.2026: 2,90 € pro Aktientrade ab 1.000 €
Aktiv-Trader-Rabatt: 10 % bei 50 Trades je Halbjahr, 20 % bei 100 Trades je Halbjahr
Gerade bei Einzelorders muss man deshalb sauber unterscheiden: Mit Aktion oder Vieltrader-Rabatt kann 1822direkt okay aussehen. Ohne diese Effekte ist das Depot für häufige Käufe klar teurer als Trade Republic, Scalable Capital oder Finanzen.net Zero.
ETF-Sparpläne sind die eigentliche Stärke
Wenn 1822direkt 2026 irgendwo wirklich punktet, dann im Sparplanbereich. Finanzfluss nennt aktuell 1.195 sparplanfähige ETFs und ordnet den Broker damit als einen der stärkeren Anbieter in der Auswahl ein. Auf der offiziellen Website kommuniziert 1822direkt zusätzlich über 170 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr im Rahmen laufender Aktionen.
Außerhalb solcher Aktionen gilt laut offizieller Preisseite für ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparpläne eine Gebühr von 1,50 % vom Sparbetrag, mit einer Mindestgebühr von 1,50 € und einer Maximalgebühr von 14,90 €. Genau deshalb ist der Unterschied zwischen Aktionssparplänen und normalen Sparplänen wichtig.
Für viele Privatanleger reicht die Aktionsauswahl aber bereits aus. Wer einen Standard-ETF auf MSCI World, All Country oder Europa sucht, findet in dieser Gruppe oft genug passende Produkte. Dann wird 1822direkt im Sparplanbereich deutlich attraktiver als bei klassischen Einzelorders.
Schon ab 25 € sparen, aber Aktionen genau lesen
Bei den Sparraten ist 1822direkt flexibel. Laut offizieller Sparplanseite kannst du Wertpapier-Sparpläne bereits ab 25 € monatlich einrichten. Die Ausführung erfolgt bei Fonds-Sparplänen am 1. oder 15. des Monats, bei ETF-, Zertifikate- und Aktien-Sparplänen am 5. oder 20..
Auf Aktionsseiten nennt 1822direkt für bestimmte kostenlose ETF-Sparpläne teilweise eine Spanne von 50 € bis 500 € monatlich. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die generelle Sparplanfähigkeit beginnt zwar niedriger, die Gebührenfreiheit einzelner Aktionsprodukte kann aber an Bedingungen geknüpft sein.
Die praktische Folge ist simpel: Als Sparplanbroker ist 1822direkt ordentlich, aber du solltest nicht blind annehmen, dass jeder ETF automatisch kostenlos bespart werden kann. Genau das hängt von der aktuellen Aktionsliste ab.
Handelsplätze und Produktangebot: deutlich breiter als bei vielen Apps
1822direkt ist kein Ein-Platz-Broker. Laut offizieller Produktseite sind 11 deutsche Börsen, 41 Auslandsbörsen und 15 Direkthandelspartner verfügbar. Das ist klar breiter als bei vielen Neobrokern, die im Kern auf einen oder zwei Ausführungswege reduziert sind.
Für Anleger, die bewusst an bestimmten Handelsplätzen kaufen oder verkaufen wollen, ist das ein echter Vorteil. Auch wer internationale Titel nicht nur als Randthema sieht, bekommt hier mehr Flexibilität. Genau das macht 1822direkt eher zu einer klassischen Direktbank-Lösung als zu einer ultrareduzierten Trading-App.
Im Gegenzug ist diese Breite eben nicht kostenlos. Mehr Handelsplätze und klassische Orderinfrastruktur führen bei 1822direkt nicht zu Neobroker-Preisen. Das muss man fairerweise dazusagen.
Junior-Depot und klassische Struktur: für Familien ein Pluspunkt
Ein Punkt, der bei vielen günstigen Brokern fehlt, ist das Kinderdepot. 1822direkt bietet offiziell ein Junior-Depot an. Für Familien, die früh für Kinder sparen oder langfristig ETF-Sparpläne für den Nachwuchs aufsetzen wollen, ist das ein echter Vorteil.
Auf der Junior-Depot-Seite wirbt 1822direkt sogar mit 5.900 sparplanfähigen Wertpapieren. Solche Marketingzahlen sollte man nie blind mit anderen Unterseiten vermischen, aber die grundsätzliche Aussage bleibt stark: Das Angebot ist breit und familienorientierte Depotmodelle sind vorhanden.
Gerade in diesem Punkt unterscheidet sich 1822direkt stark von reinen App-Brokern, die sich fast ausschließlich auf das Einzeldepot für Erwachsene konzentrieren.
Steuern und Alltag: hier liegt ein klarer Vorteil gegenüber Auslandsbrokern
1822direkt ist ein klassischer deutscher Anbieter. Für Privatanleger in Deutschland ist das im Alltag meist ein echter Vorteil. Auch wenn die offizielle Produktseite das nicht jedes Mal groß ausbuchstabiert, ist die Erwartungshaltung hier eine andere als bei einem Broker mit Sitz in Zypern oder Irland.
Genau das ist für viele Nutzer entscheidend: Freistellungsauftrag, deutsche Steuerlogik und das gesamte Handling wirken bei einer deutschen Direktbank deutlich vertrauter als bei Auslandsbrokern, bei denen du später Berichte auswerten und vieles selbst einordnen musst.
Wenn du zwischen niedrigen Einmalkaufkosten und deutscher Alltagstauglichkeit abwägst, landet 1822direkt genau in dieser zweiten Kategorie. Nicht maximal billig, aber für viele Nutzer einfacher und berechenbarer.
1822direkt vs. Trade Republic, Scalable Capital und ING
Im Vergleich zu Trade Republic oder Scalable Capital ist 1822direkt bei Einmalkäufen meist teurer. Dafür bekommst du mehr klassische Direktbank-Struktur, mehr Handelsplätze und Funktionen wie das Junior-Depot. Wenn du nur günstig Standard-ETFs besparen willst, gewinnen die Neobroker oft beim Preis.
Im Vergleich zu ING ist 1822direkt näher dran, weil beide eher aus der klassischen Direktbankwelt kommen. Finanzfluss bewertet das 1822direkt-Depot speziell für ETF-Sparpläne positiv. Genau dort kann der Broker im Vergleich durchaus mithalten, besonders wenn du die Aktionssparpläne nutzt.
Unterm Strich ist 1822direkt weder ein Billigbroker noch ein veraltetes Filialbankmodell. Es ist eher eine solide Mitte aus Direktbank-Komfort und brauchbarer Sparplanwelt.
Vorteile
- kostenlose Depotführung
- große ETF-Sparplanauswahl
- über 170 Aktions-ETFs ohne Ausführungsgebühr
- viele Handelsplätze und Direkthandelspartner
- Junior-Depot verfügbar
- klassische deutsche Direktbank-Struktur
Nachteile
- reguläre Einzelorders relativ teuer
- ETF-Sparpläne außerhalb der Aktionen kosten 1,50 %
- für sehr aktive Trader nicht die günstigste Lösung
- Aktionsbedingungen muss man genau lesen
- weniger preisaggressiv als typische Neobroker
Für wen eignet sich 1822direkt?
1822direkt eignet sich besonders für Anleger, die ein klassisches deutsches Depot mit großer Sparplanauswahl suchen. Wenn du regelmäßig per ETF-Sparplan investierst, ein Junior-Depot brauchst oder die Struktur einer Direktbank einer reinen App vorziehst, ist der Broker 2026 durchaus interessant.
Weniger geeignet ist 1822direkt für Nutzer, die viele Einzelorders möglichst billig handeln wollen. Dann gibt es im Markt klar günstigere Alternativen.
Unser Fazit zu 1822direkt 2026
1822direkt ist 2026 ein solides deutsches Depot mit klarer Stärke im Sparplanbereich. Die kostenlose Depotführung, die große ETF-Auswahl und die breite Handelsinfrastruktur machen den Broker für viele Privatanleger attraktiv, die nicht alles über eine Minimal-App lösen wollen.
Der größte Nachteil liegt bei den regulären Orderkosten. Ohne Aktion ist 1822direkt für Einmalkäufe spürbar teurer als viele Neobroker. Genau deshalb ist der Broker vor allem dann stark, wenn du ihn als Sparplan- und Langfristdepot nutzt und nicht als Billig-Tradinglösung.
Unterm Strich ist 1822direkt keine Preisrakete, aber ein ordentliches Direktbank-Depot mit guter ETF-Sparplanlogik. Für klassische deutsche Langfristanleger kann das völlig reichen.
Häufige Fragen zu 1822direkt
Was kostet eine Order bei 1822direkt?
Regulär kostet eine Inlandsorder 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert, mindestens 9,90 € und maximal 54,90 €. Dazu kommt ein Handelsplatzentgelt von 2,95 €, das im Direkthandel entfällt.
Gibt es bei 1822direkt kostenlose ETF-Sparpläne?
Ja, aber nicht pauschal für alle ETFs. Laut offizieller Website gibt es aktuell über 170 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr im Rahmen von Aktionen.
Ab welchem Betrag kann ich bei 1822direkt sparen?
Laut offizieller Sparplanseite kannst du Wertpapier-Sparpläne bereits ab 25 € monatlich einrichten. Für manche Aktions-ETFs gelten abweichende Bedingungen.
Ist 1822direkt für ETF-Sparer gut geeignet?
Ja. Finanzfluss bewertet das Depot im Mai 2026 für ETF-Sparpläne positiv und nennt über 1.195 sparplanfähige ETFs im Angebot.
Gibt es bei 1822direkt ein Junior-Depot?
Ja. 1822direkt bietet offiziell ein Junior-Depot für Kinder an.
Für wen ist 1822direkt besonders geeignet?
Vor allem für Anleger, die ein klassisches deutsches Depot mit guter Sparplanauswahl und Direktbank-Struktur suchen.