
Bitcoin gegen Gold: Kann Bitcoin dank ETFs Boden gewinnen?
Bitcoin gegen Gold: Kann Bitcoin dank ETFs gegenüber Gold an Boden gewinnen? JPMorgan sieht Potenzial – Short-Positionen bei Bitcoin-ETFs könnten zum.
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Im Herbst 2026 suchen viele Anleger wieder verstärkt nach unterbewerteten Dividenden-Aktien. Nicht die lautesten Titel stehen im Mittelpunkt, sondern stille Qualitätswerte mit Cashflow, solider Bilanz und klarer Strategie. Genau in dieses Bild passen zwei Aktien, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der US-Konsumgüterriese PepsiCo und der deutsche Cloud- und ERP-Spezialist SAP. Beide verfügen über Eigenschaften, die sie für geduldige Investoren interessant machen. Und genau darin könnte sich im Herbst 2026 eine Chance auftun, die viele übersehen.

Wer Dividenden-Aktien kauft, will meist keine Schnäppchenjagd, sondern verlässliche Ausschüttungen und ein Geschäftsmodell, das Krisen übersteht. Genau das liefern beide Titel, jeder auf seine Art. PepsiCo steht für jahrzehntelange Markentreue, Preissetzungsmacht und eine Rekord-Dividendenserie. SAP steht für eine laufende Transformation vom klassischen Softwareanbieter zum Cloud- und KI-Konzern.
Gleichzeitig lohnt der Blick auf den breiteren Markt. Während viele Anleger über KI-Gewinner und neue Megatrends reden, geraten etablierte Qualitätsunternehmen leicht aus dem Blickfeld. Das schafft Bewertungsspielräume. Im Herbst 2026 könnten deshalb gerade die Dividenden-Aktien interessant werden, die nicht in jeder Schlagzeile auftauchen, aber Cashflow und Substanz mitbringen.
PepsiCo ist kein Unternehmen, bei dem Anleger mit zweistelligen Wachstumsraten rechnen sollten. Genau das macht die Aktie für einen bestimmten Anlegertyp interessant. Hinter Marken wie Pepsi, Lay’s, Doritos und Gatorade steht ein globales Konsumgütergeschäft mit enormer Reichweite. 2025 erzielte PepsiCo knapp 94 Mrd. US-Dollar Umsatz. Das ist eine Größenordnung, die viele andere Markenartikler nicht erreichen.
Die Investmentstory basiert hier nicht auf Hyperwachstum, sondern auf Preissetzungsmacht, starken Marken, wiederkehrender Nachfrage und hohen Cashflows. Das bedeutet: Selbst in inflationsgetriebenen Phasen kann das Unternehmen Preiserhöhungen durchsetzen, ohne dass die Kundschaft in großem Stil abwandert. Genau diese Fähigkeit unterscheidet einen Quality-Compounder von einem reinen Zykliker.
PepsiCo erwartet für 2026 ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 % sowie ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 4 bis 6 %. Das klingt nicht spektakulär, ist aber robust. Gleichzeitig soll die Dividende auf 5,92 US-Dollar je Aktie steigen. Damit ist 2026 bereits das 54. Jahr in Folge, in dem PepsiCo die jährliche Dividende erhöht.
Wer Dividenden-Aktien bewertet, schaut vor allem auf drei Dinge: die Ausschüttungsquote, die Stabilität der Erträge und die Fähigkeit, die Dividende auch in schwierigen Jahren zu halten oder zu steigern. Bei einer Dividendenrendite, die je nach Kursniveau im Bereich von rund 4 % liegt, bekommst du ein ordentliches passives Einkommen. Wichtiger ist aber die Botschaft hinter der Zahl: Das Management traut sich zu, in einem inflationären Umfeld weiter zu wachsen und dabei die Aktionäre am Gewinn zu beteiligen.
Ein KGV von 16 und eine Einstiegsrendite von 4,3 % sind grundsätzlich schon attraktiv. Doch der eigentliche Bewertungshebel liegt vor allem in der operativen Verbesserung. PepsiCo arbeitet an der Steigerung der Produktivität, der Senkung der Kosten und der Erhöhung der Margen und erwartet über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt eine Verbesserung der Kernbetriebsmarge um mindestens 100 Basispunkte.
100 Basispunkte sind also ein Prozentpunkt. Klingt wenig, ist an der Börse aber viel. Eine Margensteigerung um einen Prozentpunkt wirkt direkt auf den Gewinn, und über die Bewertung dann auf den Aktienkurs. Gelingt diese Trendwende, könnte die Aktie wieder stärker als Qualitätswert wahrgenommen werden, gerade im Vergleich zu anderen Dividenden-Aktien im Konsumgütersektor.
Bei SAP ist die Bezeichnung „Dividenden-Aktie“ etwas ungewöhnlicher. Die eigentliche Equity Story liegt in der Transformation vom klassischen Softwareanbieter zum Cloud- und KI-Konzern. Das bedeutet: Du kaufst SAP nicht primär wegen der Ausschüttung, sondern wegen eines Geschäftsmodells, das gerade umgekrempelt wird. Dividende ist das Sahnehäubchen, nicht der Hauptgang.
Trotzdem zahlt SAP seinen Aktionären seit Jahren regelmäßig eine Dividende. Der Vorteil: Du bekommst eine wachstumsstarke Cloud-Story plus laufende Ausschüttung. Gerade im Vergleich zu reinen Dividenden-Aktien aus der zweiten Reihe kann das attraktiv sein, wenn der Markt die Wachstumsfantasie wieder angemessen einpreist.
Die jüngsten Zahlen liefern dafür starke Argumente. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Current Cloud Backlog um 27 % auf 22,9 Mrd. Euro. Der Backlog ist die Summe der Aufträge, die bereits unterschrieben sind, aber noch nicht in voller Höhe als Umsatz verbucht wurden. Ein wachsender Backlog bedeutet: Kunden zahlen im Voraus, die Erlöse kommen mit hoher Sicherheit erst noch.
Die Cloud-Umsätze stiegen um 22 %, die Erlöse der Cloud ERP Suite sogar um 25 %. Eine Cloud ERP Suite ist eine cloudbasierte Software, die zentrale Geschäftsprozesse wie Buchhaltung, Einkauf, Personal und Logistik abdeckt. Genau in diesem Bereich ist SAP besonders stark. Gleichzeitig erhöhte SAP den Free Cashflow im ersten Halbjahr auf 6,25 Mrd. Euro. Der Free Cashflow ist das, was am Ende wirklich übrig bleibt, nachdem das Unternehmen alle Investitionen bezahlt hat. Genau dieser Cashflow finanziert Dividenden, Aktienrückkäufe und Schuldenabbau.
Das Entscheidende ist die Stellung von SAP in den Geschäftsprozessen großer Unternehmen. ERP-Systeme sind tief in Finanzwesen, Einkauf, Personal und Produktion verankert. Der Wechsel eines solchen Systems ist komplex, teuer und riskant. Genau diese hohe Wechselhürde kann SAP helfen, zusätzliche Cloud- und KI-Angebote zu verkaufen.
Ein bestehender SAP-Kunde, der seine Buchhaltung bereits in der Cloud betreibt, ist ein naheliegender Kandidat für weitere SAP-Module. Das ist der Unterschied zwischen einem einmaligen Lizenzverkauf und einer dauerhaften Plattformbeziehung. In der Cloud-Welt spricht man auch von Lock-in: je tiefer SAP in den Prozessen verankert ist, desto schwerer fällt der Wechsel. Genau dieser Lock-in-Effekt macht die Aktie für langfristige Investoren interessant.

Für 2026 erwartet SAP weiterhin rund 10 Mrd. Euro Free Cashflow. Auf das Gesamtjahr gesehen entspricht das im Vergleich zum ersten Halbjahr einem soliden Wachstumspfad. Wichtig ist dabei: Der Cashflow ist nicht nur Buchhaltung, sondern echtes Geld, das an die Aktionäre fließen oder in das Unternehmen reinvestiert werden kann.
Was die konkrete währungsbereinigte Wachstumsprognose und weitere Details für das Gesamtjahr angeht, ist der verfügbare Ausschnitt aus dem Faktenblock an dieser Stelle abgeschnitten. Du weißt also, dass SAP stark wächst und viel Cash erwirtschaftet, musst aber für die genauen Jahreszahlen die nächste Veröffentlichung abwarten, sofern du mehr erfahren willst.
Keine Analyse ist ehrlich ohne die Kehrseite. Bei PepsiCo steht das strukturelle Risiko im Raum, dass Konsumenten sich gesünder ernähren und der Snack-Konsum langfristig zurückgeht. Steigende Kosten, Wechselkurseffekte und die Frage, ob die angekündigte Margensteigerung wirklich kommt, bleiben offene Punkte. Ein KGV von 16 wirkt im ersten Moment günstig, ist aber im historischen Vergleich nicht zwingend ein Schnäppchen.
Bei SAP sieht es anders aus, aber nicht risikofrei. Die Cloud-Transformation ist teuer, dauert länger als geplant und setzt SAP dem Wettbewerb mit US-Hyperscalern aus. Währungsrisiken zwischen Euro und US-Dollar spielen eine Rolle, ebenso wie die Frage, ob die hohe Bewertung am Markt tatsächlich nach oben korrigiert wird oder einfach stehen bleibt. Dividenden-Aktien mit Wachstumsfantasie können enttäuschen, wenn der Markt den Wandel nicht honoriert.
Wer Dividenden-Aktien für den Herbst 2026 sucht, will meist Substanz, Stabilität und ein Geschäftsmodell, das auch in fünf oder zehn Jahren noch funktioniert. Genau das liefern beide Unternehmen. Bei PepsiCo sind es Markenstärke, Cashflow und die Rekord-Dividendenserie. Bei SAP sind es Cloud-Wachstum, ERP-Lock-in und ein hoher Auftragsbestand.
Eine kurze Einordnung hilft beim Vergleich:
Für geduldige Anleger, die nicht auf den nächsten Hype aufspringen, sondern auf Cashflow und Substanz setzen, könnten beide Dividenden-Aktien im Herbst 2026 einen Platz auf der Watchlist verdienen. PepsiCo bringt Stabilität, Markenstärke und eine Rekord-Dividendenserie mit, dazu die Aussicht auf eine Margensteigerung um mindestens 100 Basispunkte über drei Jahre. SAP liefert Cloud-Wachstum, einen stark steigenden Backlog und einen Free Cashflow, der sich bereits im ersten Halbjahr 2026 deutlich erhöht hat.
Kurz gesagt: Hier könnten sich zwei Chancen auftun, die der Markt im Moment nicht angemessen feiert. Ob sich das ändert, hängt weniger an den Schlagzeilen und mehr an den harten Zahlen der nächsten Quartale. Genau deshalb lohnt es sich, beide Aktien jetzt genauer unter die Lupe zu nehmen.
| Frage | PepsiCo | SAP |
|---|---|---|
| Was ist der Haupttreiber? | Margensteigerung und Preissetzungsmacht | Cloud- und KI-Transformation |
| Wie zeigt sich der Cashflow? | Stabil, durch Rekord-Dividendenserie unterstrichen | Deutlich wachsend, im ersten Halbjahr 2026 erhöht |
| Wo liegt das größte Risiko? | Struktureller Wandel im Snack-Konsum | Wettbewerb und Tempo der Cloud-Umstellung |
| Warum jetzt interessant? | Weil der Fokus auf Kosten und Margen liegt | Weil Backlog und Cashflow die Story stützen |
Im Faktenblock wird ein KGV von 16 und eine Einstiegsrendite von 4,3 % bei PepsiCo genannt. Bei SAP verweisen hoher Backlog und wachsender Free Cashflow auf eine solide Bewertung. Ob das ausreicht, musst du selbst einschätzen.
PepsiCo ist klarer auf Dividenden fokussiert, mit 54 Jahren Erhöhungen in Folge. SAP zahlt ebenfalls eine Dividende, die eigentliche Stärke liegt aber im Cloud-Wachstum. Die Wahl hängt davon ab, ob du Ausschüttung oder Wachstum priorisierst.
Steigende Kosten, Wechselkurse und ein möglicher Wandel im Snack-Konsum sind die zentralen Risiken. Entscheidend ist, ob die angekündigte Margensteigerung um mindestens 100 Basispunkte wirklich kommt.
Die Cloud-Transformation ist teuer, der Wettbewerb mit US-Anbietern ist groß, und Wechselkurse zwischen Euro und Dollar spielen eine Rolle. Dazu kommt, dass der Markt die Story möglicherweise nicht im erwarteten Tempo honoriert.
Beide Aktien stehen aktuell nicht im Mittelpunkt der Schlagzeilen, obwohl Cashflow, Backlog und Dividendenserie stark sind. Genau diese Lücke zwischen Wahrnehmung und Zahlen könnte geduldigen Anlegern eine Chance bieten.
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