
DAX-Ausblick neue Handelswoche: SAP-Aktie vor Ausbruch
DAX bei 25.300 Punkten stabil, SAP-Aktie in enger Range gefangen. Liest du hier, warum die SAP-Aktie jetzt jederzeit explodieren könnte.
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Bitcoin und Gold treten in der Anlegerwelt seit Jahren als Konkurrenten um denselben Platz im Depot auf. Beide gelten als Schutz vor Geldentwertung, beide boomen, wenn das Vertrauen in klassische Währungen schwindet. In den vergangenen Monaten haben sich beide Märkte jedoch unterschiedlich entwickelt.
Genau diese Differenz greift eine aktuelle Analyse von JPMorgan auf. Die Analysten kommen zu dem Schluss, dass Bitcoin gegenüber Gold zusätzlichen Rückenwind erhalten könnte. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass institutionelle Investoren ihre Absicherungsgeschäfte über ETFs zurückfahren.
Das Besondere an der Analyse: Es geht nicht allein um die Kapitalzuflüsse in die ETFs. Im Mittelpunkt steht vor allem die ungewöhnlich hohe Short- und Hedging-Aktivität rund um Bitcoin-ETFs. Genau darin sehen die Analysten den Hebel, über den Bitcoin gegenüber Gold an Boden gewinnen könnte.
Die Einschätzung stammt von einem Team um den Strategen Nikolaos Panigirtzoglou. In der Untersuchung wird zunächst eine Bewegung beschrieben, die unter dem Begriff „Debasement Trade“ bekannt ist. Dabei setzen Anleger auf Vermögenswerte wie Gold oder Bitcoin, um sich gegen eine mögliche langfristige Entwertung klassischer Währungen abzusichern.
Nach der Sitzung der US-Notenbank Ende Juli verzeichneten sowohl Bitcoin- als auch Gold-ETFs neue Zuflüsse. Die Analysten werteten das als Rückkehr des „Debasement Trade“. In der Woche vor Veröffentlichung der Analyse habe diese Bewegung allerdings an Dynamik verloren.
Als Gründe für den nachlassenden Schwung nennt das JPMorgan-Team steigende inflationsbereinigte Anleiherenditen sowie den gescheiterten Versuch im US-Senat, den Clarity Act voranzubringen. Die veränderten Rahmenbedingungen treffen Bitcoin und Gold jedoch nicht im selben Maße. Genau darin liegt die Brisanz der Analyse.
Bei der ETF-Nachfrage liegt Gold nach Einschätzung von JPMorgan aktuell vor Bitcoin. Die Gold-ETFs haben laut der Analyse inzwischen sämtliche Abflüsse vom Beginn des Jahres wieder ausgeglichen. Das spricht für eine robuste Nachfrage institutioneller wie privater Investoren, die stunden am Markt in Gold-ETFs fließt.
Bei den Bitcoin-ETFs sieht das Bild anders aus. Sie konnten bislang lediglich rund die Hälfte ihrer vorherigen Abflüsse zurückgewinnen. Das bedeutet konkret: Die Mittel, die Bitcoin-Phasen früher aus den Produkten abgezogen haben, sind erst zur Hälfte wieder zurückgekommen. Gold hat diese Lücke vollständig geschlossen.
Wer die Zahlen aus dem Faktenblock nebeneinanderlegt, sieht einen klaren Trend. Gold-ETFs haben sich als Anlagevehikel schneller erholt als Bitcoin-ETFs. Genau diese Differenz ist die Grundlage für die Frage, ob Bitcoin gegenüber Gold an Boden gewinnen kann.
Der auffälligste Unterschied zwischen den beiden Märkten zeigt sich laut JPMorgan bei den Short-Positionen der ETFs. Beim iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRock, der unter dem Kürzel IBIT gehandelt wird, liegt das Short Interest weiterhin nahe dem höchsten Stand des laufenden Jahres.
Beim SPDR Gold Shares ETF, der unter dem Kürzel GLD bekannt ist, verhält es sich genau umgekehrt. Dort befindet sich das Short Interest unter seinem historischen Durchschnitt. Mit anderen Worten: Beim Bitcoin-ETF von BlackRock wetten vergleichsweise viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse, beim Gold-ETF ist die Skepsis deutlich geringer.
Genau diese defensive Positionierung rund um IBIT könnte sich nach Einschätzung der JPMorgan-Analysten künftig zu einem Vorteil für Bitcoin entwickeln. Wenn Anleger ihre Absicherungen reduzieren, müssten entsprechende Short-Positionen teilweise aufgelöst werden. Das könnte zusätzliche Unterstützung für den Bitcoin-Markt schaffen, weil Käufer den Markt stützen, die ihre Wetten auf fallende Kurse schließen müssen.
Wer als Anleger die Situation rund um Bitcoin und Gold bewerten will, sollte mehrere Aspekte im Blick behalten. Die JPMorgan-Analyse liefert keine Prognose im klassischen Sinne, sondern arbeitet mit Szenarien rund um ETF-Zuflüsse und Hedging-Aktivität. Genau das macht sie für Privatanleger interessant, weil sie einen Mechanismus beschreibt, über den Kurse tatsächlich bewegt werden können.
Diese Punkte helfen dabei, die Analyse nicht über-, aber auch nicht unterzubewerten. Es geht nicht darum, morgen alles umzuschichten, sondern darum zu verstehen, welche Stellschrauben an den Märkten gerade drehen.
BlackRock nimmt im Bitcoin-ETF-Universum eine besondere Stellung ein. Mit dem iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) hat das Unternehmen ein Produkt auf den Markt gebracht, das innerhalb kurzer Zeit zu den umsatzstärksten Bitcoin-ETFs überhaupt aufgestiegen ist. Genau dieser ETF steht im Mittelpunkt der JPMorgan-Analyse, weil dort die Short-Positionen auffällig hoch sind.
Das hohe Short Interest bei IBIT hat mehrere mögliche Ursachen. Professionelle Investoren nutzen Short-Positionen häufig zur Absicherung von Bitcoin-Positionen, die sie außerhalb der ETFs halten. Wenn diese Hedging-Strategie zurückgefahren wird, verschwinden auch die entsprechenden Short-Positionen automatisch. Genau diesen Mechanismus beschreibt die JPMorgan-Analyse als mögliche Quelle für zusätzlichen Kaufdruck.
Eine Rolle in der Analyse spielt auch der gescheiterte Versuch im US-Senat, den Clarity Act voranzubringen. Das Gesetz hätte für mehr regulatorische Klarheit rund um Kryptowährungen sorgen sollen. Sein Scheitern hat unmittelbare Auswirkungen auf die Stimmung am Markt und auf die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs.
Die JPMorgan-Analysten sehen darin einen Grund für den nachlassenden „Debasement Trade“. Anleger, die auf eine breitere Akzeptanz von Bitcoin als Wertspeicher setzen, werden durch regulatorische Rückschläge verunsichert. Diese Verunsicherung schlägt sich unmittelbar in den Zuflüssen der Bitcoin-ETFs nieder.
Für Gold spielt das Thema eine deutlich kleinere Rolle. Gold-ETFs sind regulatorisch längst etabliert und werden nicht durch solche politischen Prozesse beeinflusst. Genau diese Asymmetrie macht den Bitcoin-Markt anfälliger für kurzfristige Schwankungen, eröffnet aber gleichzeitig Chancen, wenn sich die Lage bessert.

Ein Blick auf die aktuellen Kurse aus dem Faktenblock zeigt: Gold notiert bei 4.345,00, mit einem Tagesverlust von 0,80 Prozent. Bitcoin liegt bei 3765, mit einer Tagesveränderung, die im Faktenblock nicht explizit ausgewiesen ist. Diese Zahlen bilden nur eine Momentaufnahme, verdeutlichen aber, dass beide Märkte derzeit aktiv gehandelt werden.
Wichtig ist dabei: Die JPMorgan-Analyse bewertet nicht den aktuellen Kurs, sondern die strukturellen Bedingungen an den ETF-Märkten. Es geht um Zuflüsse, Abflüsse und Hedging-Aktivität, nicht um Tagesschwankungen. Anleger, die nur auf den Kurs schauen, übersehen leicht die Mechanismen, die langfristig für oder gegen einen Vermögenswert sprechen.
Die JPMorgan-Analysten zeichnen kein einzelnes Szenario, sondern beschreiben mehrere mögliche Entwicklungen rund um Bitcoin und Gold. Im Kern lassen sich drei Szenarien unterscheiden.
| Aspekt | Pro Bitcoin | Pro Gold |
|---|---|---|
| ETF-Zuflüsse seit Jahresbeginn | Rund die Hälfte der Abflüsse zurückgewonnen | Sämtliche Abflüsse vollständig ausgeglichen |
| Short Interest | Nahe dem Jahreshöchststand (IBIT) | Unter historischem Durchschnitt (GLD) |
| Potenzial bei Hedging-Rückgang | Hoch, weil Short-Positionen aufgelöst werden müssten | Geringer, weil weniger Hedging-Aktivität |
| Regulatorischer Rückenwind | Abhängig vom Clarity Act | Kaum regulatorische Abhängigkeit |
Diese Gegenüberstellung zeigt: Bitcoin hat mehr Stellschrauben, an denen institutionelle Investoren drehen können. Genau deshalb sehen die JPMorgan-Analysten Potenzial für eine Annäherung an Gold, obwohl Gold derzeit bei den ETF-Zuflüssen vorne liegt.
Die Analyse der JPMorgan-Experten ist kein konkreter Tipp, Bitcoin zu kaufen oder Gold zu verkaufen. Sie beschreibt einen Mechanismus, über den Bitcoin gegenüber Gold an Boden gewinnen könnte, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Dazu gehört ein Rückgang der Absicherungsgeschäfte rund um Bitcoin-ETFs.
Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass Gold derzeit die Nase vorn hat. Die Gold-ETFs haben ihre Abflüsse vollständig ausgeglichen, die Bitcoin-ETFs erst zur Hälfte. Wer sich breit aufstellen will, sollte diese Asymmetrie kennen, bevor er entscheidet, wie er sein Depot gewichtet.
Ehrlich gesagt, kommt es am Ende auf zwei Dinge an: die künftige Geldpolitik der US-Notenbank und die regulatorische Entwicklung rund um Kryptowährungen. Sind diese beiden Faktoren günstig, hat Bitcoin gute Chancen, den Rückstand zu Gold zu verkürzen. Sind sie ungünstig, bleibt Gold vorerst die stabilere Wahl unter den beiden Schutz-Vermögenswerten.
Bitcoin könnte Gold laut JPMorgan überholen, wenn institutionelle Anleger ihre Short-Positionen auf Bitcoin-ETFs zurückfahren. Die Grundlage für diese Einschätzung liefern die ETF-Zuflüsse und die Short Interest-Daten.
Im Detail zeigt sich: Gold-ETFs haben ihre Abflüsse vollständig ausgeglichen, Bitcoin-ETFs erst zur Hälfte. Beim iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRock liegt das Short Interest nahe dem Jahreshöchststand, beim SPDR Gold Shares ETF unter dem historischen Durchschnitt.
Die Brisanz liegt in der Asymmetrie. Wenn Hedging rund um Bitcoin zurückgeht, müssten Short-Positionen aufgelöst werden, was den Bitcoin-Kurs stützen könnte. Gold fehlt dieser Mechanismus, weil dort weniger Hedging aktiv ist. Genau darin sehen die JPMorgan-Analysten den Hebel, mit dem Bitcoin gegenüber Gold an Boden gewinnen könnte.
Wer als Anleger die Situation bewerten will, sollte ETF-Zuflüsse, Short Interest und die regulatorische Entwicklung im Blick behalten. Eine Prognose wagt die Analyse nicht, und genau das macht sie seriös.
Laut JPMorgan könnte Bitcoin Gold überholen, wenn institutionelle Investoren ihre Absicherungsgeschäfte über Bitcoin-ETFs zurückfahren. Voraussetzung ist, dass die hohen Short-Positionen rund um Bitcoin-ETFs aufgelöst werden.
Das Short Interest beim IBIT von BlackRock liegt nahe dem Jahreshöchststand. Professionelle Investoren nutzen Short-Positionen häufig, um Bitcoin-Positionen abzusichern. Genau diese Hedging-Aktivität sehen die JPMorgan-Analysten als mögliche Quelle für zusätzlichen Kaufdruck.
Laut JPMorgan haben Gold-ETFs ihre Abflüsse vom Jahresbeginn vollständig ausgeglichen. Bitcoin-ETFs konnten bislang nur rund die Hälfte ihrer vorherigen Abflüsse zurückgewinnen. Gold liegt damit bei der ETF-Nachfrage vorne.
Beim "Debasement Trade" setzen Anleger auf Bitcoin oder Gold, um sich gegen eine mögliche Entwertung klassischer Währungen abzusichern. Laut JPMorgan hat dieser Handel nach der US-Notenbanksitzung Ende Juli zunächst neue Zuflüsse gebracht, in der Woche vor der Analyse aber an Dynamik verloren.
Der gescheiterte Versuch im US-Senat, den Clarity Act voranzubringen, wird von den JPMorgan-Analysten als Grund für den nachlassenden "Debasement Trade" genannt. Die fehlende regulatorische Klarität verunsichert Anleger, die auf eine breitere Akzeptanz von Bitcoin als Wertspeicher setzen.
Prüfdatum: 21. September 2026
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