
Zinsen, Öl, Inflation: Diese 3 Aktien sind defensiver aufgestellt
Öl bei fast 100 Dollar, hohe Zinsen, steigende Kosten: Welche 3 Aktien sind jetzt defensiver aufgestellt? Coca-Cola, Procter & Gamble und Mastercard im Check.
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Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 ein Ergebnis abgeliefert, das selbst optimistische Erwartungen deutlich in den Schatten stellt. Erträge, Gewinn und Investmentbanking zogen kräftig an, der Vorstandschef Christian Sewing spricht von einem Rekordquartal. Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten: Die Aktie kletterte am Mittwochmorgen um fast 4 Prozent und nähert sich ihrem 52-Wochen-Hoch. Und als wäre das nicht genug, kündigte das größte deutsche Geldhaus auch noch einen neuen Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro an.

Wer Analysten vor der Zahlenvorlage zugehört hat, durfte gespannt sein. Die Schätzungen waren alles andere als euphorisch, im Gegenteil. Im Durchschnitt rechneten die Experten nur mit Nettoerträgen von rund 8,1 Milliarden Euro und gingen sogar von einem sinkenden Vorsteuergewinn aus. Beides kam anders, und zwar deutlich.
Die Erträge des größten deutschen Geldhauses kletterten um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn legte um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro zu. Nach Steuern und nach Zinszahlungen für spezielle Anleihen blieb den Aktionären ein Gewinn von 1,64 Milliarden Euro. Das ist die Basis, auf der Sewing seine Zuversicht für die Geschäftsjahre bis 2028 aufbaut, er hält ein Übertreffen der selbst gesteckten Ziele für möglich.
Wer sich an den letzten Zyklen der Bank erinnert, weiß: Solche Überraschungen sind selten. Umso mehr fällt die positive Abweichung ins Gewicht, gerade in einem Umfeld, in dem viele Konkurrenten mit schwankenden Erträgen kämpfen.
Schaut man in die Segmente, wird schnell klar, woher der Rückenwind kam. Das Investmentbanking war die einzige Sparte, die ihren Gewinn im Jahresvergleich tatsächlich steigern konnte. Im Handel mit Anleihen und Währungen sowie bei Platzierungen von Aktien und Anleihen erzielte die Sparte einen Vorsteuergewinn von 1,3 Milliarden Euro, ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein massiver Sprung, der die übrigen Bereiche statistisch überlagert.
Ganz anders sah es in der Unternehmenskundenbank aus. Dort sank der Gewinn um sechs Prozent. Das Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung konnten den Vorjahreswert immerhin stabil halten, was angesichts des Sparkurses bei vielen europäischen Wettbewerbern bereits als Erfolg gewertet werden darf. Die Erträge insgesamt aber profitierten eindeutig vom Kapitalmarktgeschäft.
Für die Redaktion der wallstreetONLINE Redaktion ist das die zentrale Botschaft des Quartals: Das Investmentbanking trägt aktuell die Bank, die anderen Säulen liefern Stabilität, aber keine Dynamik.
Kapitalrückflüsse an die Eigentümer, das ist in den letzten Jahren zum Lackmustest jeder Großbank geworden. Die Deutsche Bank liefert hier gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen stieg der Gewinn pro Aktie deutlich an, was die Bewertungskennzahlen ceteris paribus verbilligt. Zum anderen kündigte der Vorstand direkt einen neuen Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro an, zusätzlich zu Dividende und laufenden Ausschüttungen.
Ein Rückkauf in dieser Größenordnung ist mehr als Symbolpolitik. Er signalisiert, dass die Bank überschüssiges Kapital hat, das sie nicht zwingend im Kreditgeschäft binden will. Das wiederum stützt die These, dass das Management den Aktienkurs als zu niedrig einschätzt. Kurz gesagt, die Bank kauft sich selbst zurück, weil sie vom eigenen Wert überzeugt ist.
Für dich als Anleger heißt das: Die Kombination aus steigendem Gewinn und schrumpfender Aktienzahl ist rechnerisch ein doppelter Hebel auf den Gewinn je Aktie. Wie sich das exakt auf zukünftige Ausschüttungen auswirkt, ist derzeit nicht im Detail beziffert, dazu fehlen weiterführende Angaben des Unternehmens.
Die WallstreetOnline-Redaktion meldete zur Stunde der Veröffentlichung einen Kurs von 32,24 Euro auf Tradegate, bei einem Plus von 3,72 Prozent. Im späteren Verlauf kletterte das Papier sogar um fast 4 Prozent und näherte sich damit spürbar dem 52-Wochen-Hoch. Das ist die technische Chiffre, auf die Trader schauen, und genau dort steht die Aktie nun ante portas.
Ein genauer Wert für das bisherige Jahreshoch liegt in der vorliegenden Meldung nicht vor. Was sich aus dem Chartverlauf in der Meldung ablesen lässt, sind die mehrjährigen Renditen, die in der Kursbox ausgewiesen sind. Daraus ergibt sich ein über mehrere Perioden sehr freundliches Bild für Langfristinvestoren. Wie weit die Aktie jetzt noch vom Allzeithoch entfernt ist, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht exakt ableiten, ein entsprechender Wert wird hier nicht ausgewiesen.
Quartalsgewinne fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis von Erträgen minus Kosten. Die Deutsche Bank hat in diesem Punkt geliefert. Die Kosten entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen, ohne negative Überraschung. In einer Zeit, in der Banken unter Inflationsdruck auf der Lohnseite ächzen, ist das ein eigenständiges Argument für die Story.
Konkrete Kostenquoten oder Zahlen zur Cost-Income-Ratio nennt die Meldung nicht. Du solltest also nicht aus den Ertragszuwächsen auf eine entsprechende Verbesserung der Effizienz schließen, ohne die genauen Werte zu kennen. Was bleibt, ist die qualitative Aussage, dass die Kostenseite keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing zeigte sich zufrieden mit dem Rekordquartal und äußerte sich zuversichtlich, die selbst gesteckten Ziele für 2028 sogar übertreffen zu können. Das ist bemerkenswert, weil die Bank ihre Mittelfristziele erst kürzlich kommuniziert hatte und ein Vorstand in der Regel nicht leichtfertig nachlegt.
Die Meldung wurde von Julian Schick für die Redaktion der wallstreetONLINE Redaktion aufbereitet und am 29. Juli 2026 veröffentlicht. In der Branche wird der Name Sewing mit einer strikten Kostendisziplin verknüpft, was die Aussagen zur Zielerreichung zusätzlich Gewicht verleiht.

Ein starkes Quartal ist kein Selbstläufer für die nächsten drei. Das Investmentbanking ist ein zyklisches Geschäft, getrieben von Marktstimmung, Emissionsfenstern und Handelsvolumina. Was jetzt als Treiber funktioniert, kann in einem risikoaversen Umfeld schnell abebben. Dazu kommen mögliche Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten oder regulatorischen Themen, zu denen die Meldung keine Aussagen trifft.
Die einzige Sparte mit wachsendem Gewinn war das Investmentbanking. In der Unternehmenskundenbank sank der Gewinn um sechs Prozent, im Privatkundengeschäft stagnierte er. Das ist kein Grund zur Panik, aber es zeigt, dass die Erfolgsgeschichte auf einem schlanken Fundament steht.
Und dann ist da noch die Bewertung. Die Aktie hat in den letzten Jahren massiv zugelegt, allein auf längere Sicht summieren sich die Renditen auf hohe dreistellige Prozentwerte. Wie viel Luft jetzt noch nach oben ist, hängt davon ab, ob das Investmentbanking das Niveau halten kann. Genau das ist die offene Frage, die du für dich beantworten musst.
Die wichtigste Botschaft ist einfach formuliert, aber wirkungsvoll: Die Deutsche Bank liefert, wenn der Rückenwind aus den Kapitalmärkten weht, und sie schüttet das überschüssige Kapital direkt an die Aktionäre zurück. Das Investmentbanking ist der Motor, der Privatkundenbereich und die Vermögensverwaltung liefern Stabilität, die Unternehmenskundenbank braucht wieder mehr Dynamik.
Wenn du das Papier schon hast, gibt der Rückkauf über 500 Millionen Euro ein klares Vertrauenssignal. Wenn du über einen Einstieg nachdenkst, ist das Chartbild mit dem Anlauf auf das 52-Wochen-Hoch ein Argument, aber auch ein Warnsignal. Genaue Bewertungskennzahlen wie KGV oder Dividendenrendite zum aktuellen Zeitpunkt liegen hier nicht vor, du solltest sie vor einer Entscheidung separat prüfen.
Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen deutlich übertroffen. Erträge und Gewinn wuchsen über Plan, das Investmentbanking lieferte ein Plus von 59 Prozent beim Vorsteuergewinn, die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von fast 4 Prozent, und der Vorstand legte einen Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro oben drauf. In der Summe ist das ein Auftritt, der das Papier zurück in den Fokus vieler Anleger rückt und Sewings Zuversicht für 2028 unterstreicht.
Was bleibt, ist die alte Börsenweisheit: Starke Quartale sind schön, aber entscheidend ist, ob die Bank die Dynamik wiederholen kann. Das Investmentbanking hat geliefert, die anderen Säulen brauchen noch Rückenwind. Und die Bewertung? Die liegt nach diesem Lauf deutlich höher als noch vor wenigen Jahren, exakte aktuelle Kennzahlen sind in der vorliegenden Meldung aber nicht ausgewiesen.
| Kennzahl Q2 2026 | Wert | Veränderung gegenüber Vorjahr |
|---|---|---|
| Nettoerträge | rund 8,5 Mrd. Euro | plus 9 Prozent |
| Vorsteuergewinn Konzern | 2,68 Mrd. Euro | plus 11 Prozent |
| Vorsteuergewinn Investmentbanking | 1,3 Mrd. Euro | plus 59 Prozent |
| Vorsteuergewinn Unternehmenskundenbank | nicht genannt | minus 6 Prozent |
| Konzerngewinn nach Steuern | 1,64 Mrd. Euro | nicht genannt |
| Aktienrückkauf | 500 Mio. Euro | neu angekündigt |
| Aktienkurs zur Veröffentlichung | 32,24 Euro | plus 3,72 Prozent |
Analysten hatten nur mit Erträgen von rund 8,1 Mrd. Euro und einem sinkenden Vorsteuergewinn gerechnet. Tatsächlich stiegen die Erträge um 9 Prozent auf rund 8,5 Mrd. Euro und der Vorsteuergewinn um 11 Prozent auf 2,68 Mrd. Euro. Treiber war vor allem das Investmentbanking.
Im Handel mit Anleihen und Währungen sowie bei Platzierungen erzielte das Investmentbanking einen Vorsteuergewinn von 1,3 Mrd. Euro, ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es war die einzige Sparte mit wachsendem Gewinn im Jahresvergleich.
Die Deutsche Bank hat als Reaktion auf die starke Geschäftsentwicklung einen neuen Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro angekündigt. Das soll das Vertrauen in die eigene Bewertung unterstreichen.
Zur Veröffentlichung notierte die Aktie bei 32,24 Euro auf Tradegate mit einem Plus von 3,72 Prozent. Im Verlauf kletterte das Papier um fast 4 Prozent und näherte sich damit dem 52-Wochen-Hoch.
Vorstandschef Christian Sewing zeigte sich zuversichtlich, die selbst gesteckten Ziele für 2028 sogar übertreffen zu können. Wie nachhaltig das Investmentbanking das Niveau halten kann, ist allerdings die zentrale Frage für die kommenden Quartale.
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